Wieviel Umsatz erzielt man auf einem Weihnachtsmarkt?

2 Antworten

Das hängt von vielen Faktoren ab: Die Qualität der Produkte, die Einzigartigkeit, das Wetter, Bewerbung des Marktes und zu einem sehr großen Anteil daran, wie gut Du Leute unterhalten kannst.

Es gibt viele Anbieter, die ähnliche Produkte anbieten und es handelt sich durchweg um Luxusartikel - die braucht man nicht, sondern man will sie bestenfalls haben. Wenn Du ziemlich maulfaul hinter Deinen Produkten sitzt und Kunden für Dich ein notwendiges Übel sind, wird sich Dein Umsatz in Grenzen halten. Du hast Einfluss auf ein paar Faktoren: Originalität, Qualität, Preis und Unterhaltungswert.

Was Du nicht beeinflussen kannst ist den Gierfaktor des Marktbetreibers. Es gibt welche, die sich rührend um die Schausteller kümmern, ihre Wünsche so gut als möglich umsetzen, viel Werbung an passender Stelle und zur rechten Zeit betreiben und eine sehr bunte Mischung an unterschiedlichen Gewerken zulassen. Es bringt Dir kaum etwas, wenn 95 Fressbuden und nur 5 Handwerker auf dem Markt sind - und drei davon Holzschnitzer/Drechsler. Du wirst im Laufe der Zeit feststellen, welche Märkte für Dich sinnvoll sind und welche nicht.

Sei kontaktfreudig und geh auf die anderen Schausteller zu, tausch Dich aus. Man hilft sich recht gerne, weil jeder mal den anderen brauchen kann. Bist Du alleine auf den Märkten? Dann ist es schon sehr gut, wenn der Standnachbar mal ein paar Minuten darauf schaut, dass man Dir nichts klaut, weil Du gerade auf dem Klo bist. Umgedreht machst Du das auch bei ihm.

Man kann schon etwas verdienen, muss aber auch kritisch rechnen: Deine Arbeitszeit schenkst Du oft her. Strom, Benzin, Standmiete, Übernachtung, Zelt/Hütte, Essen, Steuer, Schwund, Wareneinsatz, Maschinennutzung - wenn Du diese Kosten addierst und Deine Umsätze gegenrechnest, kann schon was übrig bleiben. Je nach Glück und Wochentag kann es aber auch mal eine Draufzahlaktion sein.

Ein Bekannter hat nach zwei Wochen ein Plus von 2000 Euro gemacht. 12 Tage je 10 Stunden Anwesenheit am Markt, An- Abfahrt 6 Stunden, Produktionszeit 80 Stunden: das sind etwa 206 Stunden. 2000/206=9,71 Euro je Stunde.

Da er sich Zelt, Tische, Deko auch mal angeschafft hat, sind diese Kosten einmalig angefallen und sie schlagen auch zu Buche, wenn auch jetzt nicht mehr. Bei Dir merkst Du sie anfangs natürlich schon deutlich.

Märkte können Spaß machen und durchaus auch Geld bringen. Sei aber darauf vorbereitet, dass es eine Weile dauern kann, bis das Früchte trägt.

Es kommt auf den Artikel an. Viele Händler sind froh, wenn sie die Standgebühr reinholen.

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