Wieviel "Speicherplatz" hat ein Gehirn?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Man kann ein Gehirn nicht mit einer Festplatte vergleichen. Der Computer trennt zwischen Prozessor und Speicher, das Gehirn nicht.


http://tinyurl.com/Wuerzburg-Gehirn

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Das Gehirn ist - verglichen mit einem Digitalcomputer - sehr »langsam«.

Die CPU eines Prozessors mit 100 MHz leistet 100 Millionen Rechenoperationen in der Sekunde; Nervenzellen sind um den Faktor 10.000 langsamer.

Gleichwohl zeigt sich, daß das Gehirn weitaus zuverlässiger arbeitet.

Wenn ein Computer an einer Stelle eine defekte Lötstelle aufweist, ist evtl. die Funktion des gesamten Systems gestört.

Werden dagegen einzelne Nervenzellen verletzt, so bleibt die Funktionsfähigkeit des Gehirns erhalten.

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Doch der noch weit wichtigere Unterschied zeigt sich im Prozeß der »Informationsverarbeitung«.

Das Gehirn arbeitet parallel, ein Digitalcomputer seriell.

Selbst sehr schnelle Computer haben große Probleme bei der Mustererkennung oder der Bildverarbeitung.

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Ein Gehirn kann ein Gesicht aus einer großen Menschenmenge dagegen sehr rasch erkennen.

Der Grund liegt in der gleichzeitigen Verarbeitung der visuellen Information.

Ein auf der Retina des Auges aufgebautes Bild wird auf viele Neuronen gleichzeitig abgebildet.

Es aktiviert ein ganzes Netz von Neuronen. Und das verfügbare Potential zur Bildung solcher Vernetzungen ist unüberschaubar groß.

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Ein weiterer Unterschied zwischen Gehirn und Computer sollte erwähnt werden.

Bei einem Prozess im Gehirn werden nicht einfach Informationen »abgespeichert«.

Es gibt keine Trennung von CPU und Speicher.

Vielmehr verändert jede Wahrnehmung, jeder Gedanke die Gewichte in den Verbindungen zwischen den Neuronen (Synapsen).

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Ganz anders als bei einer Turing-Maschine ist also die Software nicht von der Hardware zu trennen.

Es gibt inzwischen Bauelemente, die diese Eigenschaft des Gehirns teilweise simulieren können.

Wir werden jedoch noch zu zeigen versuchen, weshalb auch simulierte neuronale Netze nicht ausreichen, die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen.

Doch zuvor wollen wir nochmals zur These, die Gehirnfunktionen seien angeboren, zurückkehren.

Auch wenn's von irgendwo kopiert wurde, vielen Dank! Super Antwort! ;-)

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@t0bi088

Zumindest der erste Satz (in Fettschrift) kommt von mir.

Danke für den Stern.

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@Buchfink

Klar, gerne. Ja, aber allein dieser Satz sagt schon viel aus :-)

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Kann man nicht in GB oder TB o.ä. ausdrücken. Wie denn auch? Ein Bild lässt sich u.U. leichter merken als ein sehr sehr langer Text. Auf ner Festplatte wird das Bild trotzdem meist mehr Platz einnehmen.

kommt drauf an. bei manchen sehr viel und bei anderen sehr wenig

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