Wieso vergessen wir Wörter aber nie "ähm" oder "dings"?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Diese unschönen Füllwörter kann man durch Retoriktraining wegbekommen.

Sie kommen daher, dass sich die Redner nicht trauen, Pausen in ihre Sätze einzubauen. Wenn man in der Denkpause einfach nichts sagt statt ääääh, dann wirkt das Gesagte viel intensiver.

Diese Angst vor der Stille im Satz lässt sich mit etwas Übung recht schnell wegtrainieren. Dafür fällt einem danach erst richtig auf, wie oft manche Leute solche Füllgeräusche nutzen.

Diese Lücken in der Kommunikation, also ähm, ähh, etc. entstehen durch die Betonung des letzten Wortes im Satz. Klingt auf dem ersten Blick doof, ist aber dennoch so. Wir haben gelernt, dass man, wenn im Satz ein Komma steht, die stimme hebt und bei einem Punkt die Stimme senkt. So kann der Zuhörende die Satzzeichen und damit den Sinn des Satzes besser wahrnehmen. Nun sprechen aber viele den Punkt nicht, sondern heben die Stimme am Satzende. Das signalisiert unserem Zuhörer: da kommt noch was. Und dieser schaut uns fragend an. Daraufhin haben wir das Gefühl noch was sagen zu müssen und schon kommt ein ähmmm, etc. raus. In der Ähmmm-Lücke suchen wir nach dem nächsten Satz und stolpern so von ähm zu ähm. Einfach mal ausprobieren den Punkt im Satz auch zu sprechen, und die Stimme am Satzende senken. Kleiner Tipp dazu: Hörbuch von Isabel Garcia "Ich rede - Kommunikationsfallen und wie man sie umgeht". Dort wird das Phänomen genau beschrieben und anschaulich vertont.

Dies ist nur eine weitere Erklärung. Natürlich sind auch Wortfindungsstörungen, Nervosität und einfach mangelnde Kommunikationsfähigkeiten Gründe für diese ähms. Es bleibt eine Einzelfallbetrachtung. Doch gerade die Stimme ist für unsere Kommunikation sehr entscheidend und daher finden sich dort auch sicher antworten auf solche Phänomene, die die Sprache ausmachen.

Ich hoffe, ich konnte helfen :-)

diese Frage gefällt mir obwohl ich sie nicht beantworten kann, könnte sein das das Gehirn eine pause benötigt wenn wir aufgeregt sind z.B verfolge gerne die Antworten in der Hoffnung einer interresanten erklärung :-)

ist trainingssache, meistens. siehe boris becker, der hat früher 100 mal äähhh, ehmmm, uhhh gesagt, heute redet er konzentrierter, langsamer aber auch besser.

Trainingssache???

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@Schneeleopardin

wenn du oft über bestimmte themen sprichst, erweiterst du dein vokubular. eignest dir redewendungen, phrasen an. dann gehts flüssiger. trainingssache.

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