Wieso sehen Räder/Rotoren ab einer gewissen Geschwindigkeit so aus, als würde sie rückwärts drehen?

8 Antworten

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Ob Kino, Computer oder Fernsehen – die laufenden Bilder sind eigentlich gar nicht bewegt. Vielmehr handelt es sich um lauter Einzelbilder, die allein durch schnelles Austauschen den Eindruck einer Bewegung suggerieren. Denn unser Augen, besser gesagt die Lichtsinneszellen der Netzhaut, besitzen eine gewisse Trägheit und können Einzelbilder mit einer Wiederholungsfrequenz von mehr als etwa 20 Bildern pro Sekunde nicht mehr getrennt auflösen. Das Gehirn interpretiert die Veränderung des Gesehenen als Bewegung.

Doch manchmal ist diese Interpretation schlichtweg falsch, wie eben bei jenen Kutschrädern im Western oder auch bei den Rädern des Aston Martin Vanquish V12, den James Bond in seinem neusten Streifen spazieren fährt. Schuld daran ist eine stroboskopische Täuschung. Dreht sich das Rad nämlich gerade so schnell, dass die Filmkamera immer dann ein Bild aufnimmt, wenn die Speichen des Rades die gleiche Stellung einnehmen wie bei dem Einzelbild zuvor, dann sieht es so aus, als ob das Rad still steht. Dreht es sich hingegen ein wenig schneller, dann erkennt man scheinbar eine sehr langsame Vorwärtsbewegung, und bei etwas geringerer Abrollgeschwindigkeit wirkt es, als läuft es rückwärts.

Damit beispielsweise die Räder des Vanquish V12 scheinbar still stehen, müsste sich dieser mit einer Geschwindigkeit von etwa 13,6 Kilometer pro Stunde bewegen – oder entsprechend ganzzahligen Vielfachen davon. (Das gilt allerdings nur für Kinofilme, die mit 24 Bildern pro Sekunde gedreht werden.) Bei langsamerer Fahrt scheinen sich die Räder rückwärts zu drehen. Übrigens lassen sich solche stroboskopischen Täuschungen auch außerhalb von Film von Fernsehen beobachten: Ein Rad muss sich bloß hinter einem Lattenzaun bewegen, denn auch hier wird nur in regelmäßigen zeitlichen Abstand der Blick auf das Rad gewährt, sodass ein stroboskopische Täuschung entstehen kann.

Quelle: www.spektrumdirekt.de

Danke für Stern.

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bei den windrädern liegt es einfach an der geschwindigkeit des autos, die höher ist, als die der rotoren, die häuser "fahren" ja auch rückwärts am auto vorbei und fahrzeuge die man überholt scheinen auch rückwärts zu fahren. das phänomen mit den propellern sieht man eigentlich nur in filmaufnahmen, weil die bildfrequenz niedriger ist als die drehzahlt des propellers. wenn die rotordrehzahl ein ganzzahliges vielfaches der bildfrequenz beträgt, steht der rotor sogar.

Weil dein Auge die Bewegungen nicht mehr vollständig wahrnimmt. Stell dir die Drehbewegung eines Rotors in Einzelbildern vor. auf dem ersten Bild ist der Rotor. Im 2. Bild hat sich dann der Rotor fast ein ganzes mal gedreht. im dritten wieder fast eine ganze Umdrehung weiter. Dadurch sieht es so aus als ob der Rotor immer ein Stückchen zurück dreht. in bewegten Bildern sieht das dann aus wie eine Rückwärtsbewegung.

so schnell sind weder rotoren noch propeller. in der realität empfinden wir auch keine drehrichtungsumkehr sondern nur bei filmaufnahmen.

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