Wieso bringt das Deutschland nicht zu Stande?
China beginnt, Stahl nach Europa zu liefern, der mit reduzierten Kohlendioxid-Emissionen hergestellt worden sein soll. Das betreffende chinesische Unternehmen will damit den Importregeln der EU zum Klimaschutz gerecht werden. Gleichzeitig dürfte das Geschäft deutsche und europäische Stahlhersteller unter Druck setzen, ihren Umbau zur klimaneutralen Produktion nicht zu vernachlässigen.
7 Antworten
Vielleicht weil China schon lange die Bedeutung von erneuerbaren Energien erkannt hat und massiv auch darin investiert, während hierzulande etliche gegen Wind und PV sind und sich krampfhaft an alten Zeiten festklammern wollen, statt Innovation mitzugestalten.
Allgemein kann man sagen: Wir haben viel zu viele und viel zu einflussreiche Skeptiker in allen Bereichen, die einfach nur bremsen. Anderswo wird "einfach gemacht" statt elendig lange überlegt ob der Erfolg da sein kann.
Ein gesundes Maß an Skepsis ist ja gut. Aber wenn er anfängt dem Fortschritt massiv auszubremsen fällt man zurück. Wir brauchen mehr Mut und mehr Toleranz gegenüber Fehlschlägen. Besser 10 Schritte gemacht und dabei 2x auf die Nase gefallen als in der gleichen Zeit nur den ersten Schritt bis ins letzte Detail zu planen.
Zugegeben: China hat diesbezüglich den Vorteil, dass es keine Opposition gibt. Wenn man jede Diskussion unterdrücken kann, dann braucht man eben auch keine Zeit für Diskussionen. Aber auch in einer Demokratie sollte es möglich sein, mal schneller voranzukommen.
Die Umrüstung der Industrie ist wirtschaftlich nur schwer zu stemmen da das die Preise nach oben treiben wird. Es kommt nicht von ungefähr dass ein Unternehmen wie ThyssenKrupp, die Jahrhunderte lang vom Stahl gelebt haben und deren Namen man mit Stahl verbindet, sich ganz von dieser Branche trennen wollen.
Die Frage ist eben immer wie hoch ist der ROI und da kann man jetzt nicht unbedingt sagen, dass der Staat nicht direkt oder indirekt von ThyssenKrupp profitiert hat. Die Rechnung ist einfach, wenn es keine Stahlindustrie in Deutschland mehr gibt, muss der Staat kein Geld mehr für sie ausgeben aber es fallen Steuereinnahmen in Milliardenhöhe weg. Nicht nur von den Unternehmen selbst, die Zulieferer, die Einkommensteuer der Angestellten, die Kaufkraft der direkt oder indirekt dort Beschäftigten, alles fällt weg. Ist die Frage ob das wirklich "verbranntes" Geld ist, dass der Staat in die Unternehmen investiert. Von einem chinesischen Stahlwerk sieht der Staat hier keinen Cent Einkommensteuer, keine Kaufkraft der Beschäftigten, nichts dergleichen, Maximal die Mehrwertsteuer...
Von der Abhängigkeit von China - vor der ja alle so Angst haben - rede ich erst gar nicht...
20 Jahre seit Rot Grün sind eine lange Zeit und niemand verlangte es von heute auf Morgen.
Deutsche Stahlkonzerne kämpfen seit Jahrzehnten mit der Billigkonkurrenz aus Fernost, da war keine Luft für teure Investitionen. Man macht sich immer abhängiger von China, alle jammern drüber aber alle tun auch alles dass es so bleibt und so weiter geht.
Deutsche Stahlkonzerne kämpfen seit Jahrzehnten mit der Billigkonkurrenz aus Fernost, da war keine Luft für teure Investitionen.
Das sagt die Wirtschaft immer, siehe allein die Energiekonzerne 2022 als die Gaspreise für die stiegen und 2023 haben etliche von ihnen seltsamerweise Explodierende Gewinne gehabt. Das selbe mit dem "Deindustrialisieren" Gebrüll, auch das haben wir seit Jahrzehnten. Die Kosten waren nie das unüberwindbare Problem, denn es gab immer wieder Geld vom Staat und teils hätte es sich von selbst bezahlt gemacht, aber getan wurde nichts. Bei Habecks Förderung des Batterieherstellers Northvolt wurde man ja nie fertig die Grünen deshalb mit Dreck zu bewerfen. VW ist ja das beste Beispiel, es gibt anderen die Schuld für dessen eigenes versagen, dabei sind sich von Politik bis Zulieferer alle einig die Konzernführung hat am Markt vorbei entschieden und sich selbst in die Misere gebracht.
China macht Deutschland, der EU und auch anderen vor wie es geht. Deutschland bremst sich da immer selber aus und rutscht dadurch immer mehr in die Bedeutungslosigkeit ab.
Wenn man z.B. Stahl durch Einschmelzen von Schrott herstellt, hat man automatsich einen Stahl mit reduzierten CO2-Emissionen gegenüber einem Stahl, der zuerst im Hochofen aus Eisenerz mit Koks zu Roheisen und danach im Stahlwerk zu Stahl wurde. So einfach kann man das machen.
Müsste man überprüfen, ob das mit der CO2 Reduzierung stimmt. Außerdem ist China bekannt dafür, Konkurrenten mit staatlichen Subventionen aus dem Markt zu drängen.
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Hat ThyssenKrupp nicht zuvor einen Haufen Geld vom Staat kassiert und statt Forschung zu betreiben, das Geld vielleicht sogar für sich privat kassiert. Ja man kann ja mal fragen ?