Wie wirkt ein Elektroschocker?

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4 Antworten

Ein Elektroschocker arbeitet sozusagen in zwei Stufen.

Der Elektroschocker erzeugt eine extrem hohe Spannung und hat eine Strombegrenzung.

Zuerst ist der Schocker im "Leerlauf", es fließt kein Strom. Daher erzeugt er erst einmal seine maximale Spannung um Kleidung/Fell und Haut zu durchschlagen.

Sobald der Stromkreis durch die hohe Spannung geschlossen ist, kann ein Strom fließen der aber auf unter ein halbes Miliampere begrenzt ist. Je nachdem wie gut der Elektroschocker Kontakt zu seinem "Opfer" hat bricht die Spannung sehr stark zusammen damit der Strom nicht höher als ein halbes Miliampere werden kann. Fest auf die nackte Haut gedrückt beträgt die Spannung nur noch unter 50V. Nerven und muskeln im unmittelbarem Stromweg reagieren bereits ab wenigen Mikrovolt, die Nerven werden völlig überlastet und "schalten ab".

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Um selber erwischt zu werden müssen zwei Dinge passieren:

  1. Man muß die Anfängliche Hochspannung abbekommen damit Kleidung und Haut durchschlagen werden um den Weg für den Strom überhaupt erst mal frei zu machen. "Schockt" der Schocker bereits hat man es nur noch mit weit unter 100V zu tun, das reicht nicht um eine zweite Person zu schocken.

  2. Der Stromkreis muss geschlossen sein. Eine Berührung reicht nicht. Der Strom vom Schocker fließt zwischen den beiden Elektroden. Entgegen der landläufigen Meinung zwar nicht nur auf dem kürzesten Weg oder "dem Weg des geringsten Widerstandes" sondern alle Wege die physikalisch möglich sind. Es entsteht ein Spannungs-Gradient in dem Körper dem man schockt. Berührt man zwei Punkte in diesem Spannungsgradient, so greift man eine Spannung ab. Diese beträgt aber nur einen bruchteil der Spannung an den Elektroden selber bzw. in deren Nähe. Die paar Volt die man dann abbekommt kann man noch nicht mal spüren!

Zunächst mal: Elektroschocker arbeiten mit hoher Spannung, aber niedrigem Strom. Gefährlich für das Herz des "Geschockten" wäre ein hoher Strom (ab ca. 40 mA wird es für einen gesunden Menschen gefährlich).

Die Wirkung des Schockers beruht auf starkem Schmerz und einer Muskelverkrampfung, die auch zu einem Sturz und damit einhergehenden Verletzungen führen kann.

Der Strom fließt dabei zwischen den beiden "Polen" des Schockers (beim sog. Taser werden diese Pole an zwei Drähten auf den zu Schockenden geschossen). Der Strom fließt physikalisch immer den Weg des geringsten Ohmschen Widerstandes) - das ist in diesem Fall der kurze Weg durch den Körper bzw. über die Haut des Geschockten. Ein Umweg über den Körper desjenigen, der den Schocker hält, ist dabei physikalisch ausgeschlossen.

Das von Dir zitierte Beispiel bezieht sich auf z.B. einen Elektrounfall. Dabei fließt der Strom von einer Spannungsquelle zur Erde, und dabei auch durch Personen. Wenn dort jemand den Verunfallten anfasst, fließt der Strom von diesem durch Körper des Helfenden zur Erde. Dabei wird es dann auch für den Helfenden gefährlich.

beim shocker fließst der strom doch nur zwischen den beiden metalldingern am vorderen teil des gerätes. also dürfte es dich nicht treffen. hab ich aber noch nicht ausprobiert. ich halte die auch nicht für sehr effektiv. wenn du den falschen vor dir hast dann machste den erst recht wütend

Abaton111 14.03.2011, 10:43

Da kann ich Dich beruhigen. Ja, je nach dem wie stark der Elektroschocker ist,(ob er z.B. die Kleidung durchschlägt oder nicht), dass erfährt man im Beratungsgespräch, oder es steht in der Beschreibung, dass spielt natürlich eine große Rolle. Wenn dies der Fall ist, bricht der Angreifer mit Muskelkrämpfen u. -,Lähmungen bewegungsunfähig zusammen. Von Selbstversuchen rate ich dringenst ab und es ist auch kein Spassgerät, sondern immer auch mit Lebensgefahr verbunden, wenn jemand ein schwaches Herz hat, oder gar einen Herzschrittmacher trägt. Darum nur in absoluter Notwehr zu benutzen!!!

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Kann man den denn kaufen? Ist es legitim, den mitzutragen und evtl. bei Notwehr oder Gefahr zu betätigen? Das wüsste ich ganz gern.

Abaton111 14.03.2011, 10:23

Bei "Kotte&Zeller.de" las ich z.B., dass es zum Zweck sich gegen Tierangriffe zu schützen, verkauft würde und dass man es mit sich führen dürfe. Und wer etwas Ahnung von unseren Gesetzen hat, der weiß, dass kein Richter einen verurteilen würde, wenn man es in Notwehr auch gegen einen menschlichen Angreifer einsetzen musste. Ich für meinen Teil würde mir sagen, dass es wichtig ist, dass ich es außerhalb des Hauses mitführen darf und bevor ich mich zum Krüppel, oder ins Koma treten lasse, sehe ich das Recht auf meiner Seite, es auch gegen jeden Angreifer zu benutzen. Denn andernfalls wäre mein Leben für immer zerstört, wo hingegen die Täter hier in Deutschland zig mal mit Bewährung davon kommen.

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tobia111 14.03.2011, 15:23
@Abaton111

@Abaton111: Danke für die Information. Auch ich sehe das so. Den hole ich mir irgendwann.

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