Wie wird in Faust das unheimliche dargestellt?

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3 Antworten

Zum Beispiel in der Person des Mephistopheles und auch in dem Auftritt der Geister. Leider gibt es Inszenierungen, in denen Mephisto eher menschlich als dämonisch dargestellt wird. Wie weit Goethe das so angelegt hat, darüber kann man lange diskutieren. Für mich persönlich ist auch unheimlich, mit welcher Unaufhaltsamkeit die Gretchen-Tragödie (das eigentliche Kernstück des Faust, wenn man mich fragt) abläuft.

Goethe verwendet die Mittel, die seinen Zeitgenossen vertraut waren, um sich zu gruseln. Er lässt einen Teufel auftreten, benutzt magische Sprüche und lässt auch mal die Witterung mitspielen - mit Sturm und Blitz.

Ein Detail ist dabei aufschlussreich. Moderne Leser kennen von Potter her den Ausdruck "der, dessen Name nicht genannt werden darf". Heute fast vergessen ist, dass es im Mittelalter auch solche Umschreibungen gab, um den Begriff "Teufel" zu vermeiden. Man sprach dann zum Beispiel vom "Gottseibeiuns". So war es den Zeitgenossen Goethes bewusst. Und er verwendet solche Mittel reichlich, nicht nur im Faust, sondern auch beim Erlkönig und anderen Werken.

Kommt darauf an, was du mit dem unheimlichen meinst. Einerseits fällt mir hier die Beschwörung der Geister (erdgeist etc) und das nostradamus Buch ein, die atmosphäre (szenenbeschreibung) in der Szene walpurgisnacht...
Das wäre zumindest der mystische Teil, die Regieanweisungen könnten dir auch helfen

Übrigens: auf youtube gibt es ein Videos in dem Faust in 5 Minuten gespielt wird, vielleicht hilft dir das :) gib einfach "Faust in 5 Minuten" ein

Danke mache ich :) 

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