Wie verdient der Historiker

5 Antworten

Das für Dich am einfachsten zu Erreichende ist ohne Zweifel nach einem mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossenen Geschichtsstudium der Versuch, in die Ausbildung zum gymnasialen Geschichtslehrer ein zu steigen, wobei die Referendariatsbestimmungen von Bundesland zu Bundesland verschieden sind: in den meisten wird vermutlich ein zweites Unterrichtsfach verlangt. Aber ich warne Dich - die Konkurrenz ist sicherlich groß.

Mach dir erst einmal klar, ob das dein "Traumjob" wäre , oder ob du einfach nur viel Geld verdienen willst

Um auf die Frage zurückzukommen, Baronuss, möchte ich dir sagen, das das von Historiker zu Historiker unterschiedlich sein kann.

Weil die Frage schon 11 Jahre hehr ist, würde ich gerne wissen, zu welchem Entschluss du gekommen bist?.

Mit freundlichen Grüßen

Historiker :-)

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Hallo Baronuss, bevor Du ein Studium beginnst, mach Dir bitte erst klar,was Du später damit machen willst. Willst Du als Lehrer arbeiten (Lehramtsstudium mit Geschichte als einem Fach)oder willst Du wissenschaftlich an Hochschulen und Forschungs-einrichtungen arbeiten oder in der freien Wirtschaft etwa in Verlagen oder im Medien-bereich. Je nachdem werden die Akzente im Studium etwas anders zu setzen sein. Und je nach Berufssparte wird der Verdienst unterschiedlich sein (als wissenschaftlicher beamteter Angestellter oder Lehrer wohl noch am höchsten). Im Regelfall wird ein 3-4jähriges Bachelorstudium bzw. Lehramtstudium zuzüglich ein 1-2jähriges Masterstudium bzw. eine zweijährige Referendarzeit (Lehramt) erforderlich sein. Dazu käme noch für eine wissenschaftliche Laufbahn eine Promotion (etwa 2 Jahre). Bitte entscheide Deinen Beruf nicht primär nach den Verdienstmöglichkeiten - die können sich ändern! Falls Du gut in Deinem Beruf bist (weil Du Freude daran hast)wird sich auch Dein Verdienst besser entwickeln.

Als Professor an einer Uni verdienst du natürlich spitze! Zuvor musst du über 10 Jahre in deine Ausbildung investieren: Bachelor 3 Jahre - Master 2 Jahre -Promotion 3 Jahre - Habilitation 3/4? Jahre - und hoffen, dass einer der wenigen Geschichts-Lehrstühle frei wird.

Wenn du pragmatisch vorgehst, dann mache besser Lehramt. Ein altes Sprichwort sagt: Der Rock des Königs ist nicht lang, aber er wärmt. Dass heißt man verdient nicht die Welt, aber man ist als Beamte auf der sicheren Seite (solange der Beamten-Status für Lehrer die nächsten Jahre noch aufrechterhalten werden kann).

Wie bereits hier gesagt wurde, es gibt nicht viele Stellen für Historiker. Man muss sich die interessanten Stellen, die auch gut bezahlt werden, hart erkämpfen: Je mehr du in deine Ausbildung investieren kannst und je besser deine Connections sind, um so eher bekommst du einen interessanten und gutbezahlten Posten (Museum, Institute usw.).

Du kannst auch als Historiker in die freie Wirtschaft gehen (Quereinsteiger): Wenn du hier gute Idee hast, die deinen Arbeitgeber erfolgreich machen, kannst du auch bestimmt gut verdienen. Natürlich kannst du in der freien Wirtschaft wenig mit deinem historischen Wissen anfangen.

Oder du schreibst einen Bestseller;-)

Mein Fazit: Heute reicht es einfach nicht aus, nur Geschichte zu studieren. Es gilt auch, Know-how und Erfahrung in anderen Bereichen zu sammeln: Kenntnisse in BWL, PR oder Programmierung usw. Du musst dich von der Masse der anderen Historiker erfolgreich abheben. Leider ist das auch keine Erfolgsgarantie.

Kommt darauf an, ob und wo er eine Anstellung findet.
Echte Historiker-/Geschichtswissenschaftler-Jobs gibt es nicht wie Sand am Meer, d.h. die Arbeitskraft-Nachfrage ist deutlich kleiner als das Arbeitskraft-Angebot, was zu tendenziell niedrigen Löhnen führt

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