Wie trainieren Schachgroßmeister?

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2 Antworten

Wenn du deutliche Verbesserungen anstrebst, würde ich dirempfehlen, dir einen professionellen Schachtrainer zu suchen. Aber das kostetnatürlich einiges! Wie Wolfgang1956 bereits gesagt hat bildet Schach für dieTop-Großmeister einen Full-time-Job. Acht Stunden Schach am Tag sind davermutlich eher die Regel als die Ausnahme. Ansonsten würde ich dir empfehlen,deine Partien einmal gründlich zu analysieren:

1)     Eröffnungen: Mit welchen Eröffnungen habe ichwie gut gepunktet? Eröffnungen mit schlechtem Ergebnis entweder überarbeitenoder sogar umstellen (letzteres kostet natürlich viel Zeit). Auch daraufachten, welcher Spielertyp du bist: Wenn du eher Taktiker als Stratege bist,dann spiele eher Königsgambit als Spanisch.

2)     Mittelspiel: Haben sich im Mittelspiel deine Stellungeneher verbessert oder verschlechtert? Bei Verschlechterung mehr Positionsspiel,Strategien und Pläne studieren.

3)     Endspiel: Ist eigentlich logisch: Wenn du z.B.deine Endspiele trotz Mehrbauer nie gewinnst, kann man mit Endspieltrainingseine Ergebnisse enorm verbessern.

4)     Zeitmanagement: Ein oft vernachlässigter Faktor:Prüfe, wie oft du in Zeitnot kommst und ob dich das Punkte kostet. Es bringtnichts, den Gegner in 32 Zügen herrlich zu überspielen und dann in Zeitnot diePartie wegzuwerfen. Zwinge dich dazu, genügend Restzeit zu haben.

5)     Generell: Ich würde empfehlen, täglich einigeTaktikaufgaben zu machen. Online finden sich genügend kostenlose Angebote.Solltest du vermehrt Fehler in der Variantenberechnung machen, eignen sichStudien zur Verbesserung. Auch kommentierte(!) GM-Partien können sich lohnen –Da finden sich manchmal Ideen, auf die man alleine am Brett vermutlich niegekommen wäre.

6)     Frage die Spieler in deinem Verein, was sie vondeinem Spiel halten: Manchmal machen die Beobachtungen, die einem selbst nieauffallen.

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Sie haben einfach ein deutlich besseres Spielverständnis und können ihr Wissen bei der Partie einfach besser abrufen. Gerade das Schachspiel ist ein exzellentes Beispiel dafür, dass man einen Lehrstoff immer verinnerlicht haben muss. Es reicht keinesfalls, durch vermehrten Lernaufwand auf bessere Resultate zu hoffen. Genau hier kommt das verbesserte Spielverständnis zum Tragen!

Auch Ärzte können nicht einfach aus ihrer Fachliteratur ihr Wissen lernen. Sie müssen die Theorie in die Praxis umsetzen, die Angaben ihrer Patienten in sinnvolle Anamnesen und Diagnosen umsetzen, damit sie wieder gesunden … :-)

Manchmal muss man auch einfach akzeptieren können, dass Großmeister besser Schach oder Go spielen, weil sie das eben besser können.

Von GM Portisch war bekannt, dass er täglich 8 Stunden am Tag Theorie, Endspiele, Mittelspiel usw. trainiert hat. Er gehörte wie Kortschnoi zur Weltspitze. Trotzdem wurden die beiden nie Weltmeister. Dazu gehört eben dieses mehr an Talent, wie es ein Magnus Carlsen hat. Portisch schaffte es nie über das Viertelfinale der Kandidatenturniere und Kortschnoi spielte wenigstens um die letztendliche Krone mit …

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