Wie sieht eine Deutungshypothese aus(Mit Beispiel bitte)?

2 Antworten

Erstmal musst du entscheiden - meinst du wirklich eine HYPOthese oder eine normale These? Denn je nach dem ist das Vorgehen anders.

Eine Deutungsthese ist meist ein Satz, welchen du im Vorhinein zu einem Werk formulierst und diesen du dann in dem Aufsatz beweisen MUSST, während du eine Hypothese nur auf den Wahrheitsgehalt prüfst.

Beispiel:

Im folgenden werde ich beweisen, dass Emilia Galotti von G.E. Lessing ein sozialkritisches Werk ist, welches sich viel mit dem Adel auseinander setzt und noch heute in der Oberschicht angewendet werden kann.

Diese These beweist du nicht nur durch die Struktur des Werkes, sondern danach noch durch einen externen Bezug.

HYPOthese, ganz sicher.

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 In der Deutungshypothese skizzieren wir in wenigen Sätzen, was die grundsätzliche Aussage eines Textes sein könnte. Diese Deutungshypothese muss jedoch nicht korrekt sein und stellt lediglich unsere Vermutung dar. Wir können ihr im Anschluss an die Gedichtanalyse auch widersprechen und sie erweitern und verändern.

Genau. Und wenn sich herausstellt, dass die Deutungshypothese mit der abschließenden Interpretation identisch ist, dann schreiben wir "q.e.d." darunter.

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z.B. : Die Stadt

Am grauen Strand, am grauen Meer

Und seitab liegt die Stadt;

Der Nebel drückt die Dächer schwer,

Und durch die Stille braust das Meer

Eintönig um die Stadt.

Eine Deutungshypothese könnte sein : Es wird der Effekt von Meer und Nebel an einer Stadt beschrieben.

oder so in der art?

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@Source5

Wobei das ist ja nur Inhalt also eher : Es wird die Einwirkung von Einsamkeit und Isolation auf den Menschen dargestellt.

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