Wie schwer ist das Geschichtsstudium?

7 Antworten

Ich muss das leider teilweise revidieren. Erstens ist mein Bachelor wesentlich anders aufgebautl, was die Module angeht, und zweitens ist der Teil mit dem Beruf sehr relativ. Historiker haben unter allen Geisteswissenschaften eine beispiellhaft niedrige Arbeitslosenquote (8%). Man kommt also zumeist irgendwo unter, nur nicht unbedingt im historischen Bereich, sondern z.B. in der Publizistik. Zudem gibt es inzwischen verschiedene Arten eines Bachelors. An meiner Uni ist es z.B. nicht möglich, nur Geschichte zu studieren. Man braucht zwangsläufig ein Begleitfach. Gibt aber auch andere Varianten, wie den Zweifach-Bachelor, in dem man zwei Fächer mit jeweils gleicher Gewichtung zusammen studiert. Außerdem muss man weder altgriechisch noch Latein haben, sondern kann eines von beidem an der Uni nachholen. Wenn man Bock hat, auch beides. Jedenfalls ist das Latinum oder Graecum keine Zugangsvorausstzung.

Zur Schwierigkeit: Der Anspruch ist vollkommen in Ordnung. Man muss nur bereit sein, auch etwas zu tun. Bei mir kamen im ersten Jahr viele Klausuren dran. Da greift der Schul-Effekt. Die einen bestehen mit Bestnoten, ohne gelernt zu haben, während einige Wochen gelernt haben und durchgefallen sind. Kommt eben immer auf den jeweiligen Typ an. Inzwischen schreibe ich nur noch Hausarbeiten und keine Klausuren mehr, und dafür muss man eben bereit sein, sich hinzusetzen und Bücher/ das Internet wälzen und schreiben. Dem einen liegt das mehr, dem anderen weniger. Letzten Endes geht es darum, die Studierenden auf die Bachelor-Arbeit vorzubereiten. Wenn man sich für Geschichte interessiert und nicht vollkommen unmotiviert ist, kommt man ziemlich gut in dem Studium zurecht.

Wer hat gesagt, dass das Latinum oder Graecum Zugangsvoraussetzung ist?

1

Ich habe ein paar Semester lang Geschichte studiert und kann dir sagen, dass es mit einer der wenigen Studiengängen ist, wo du dir selber viel aussuchen kannst. Du musst vier Module im Bachelor absolvieren: 1. Alte Geschichte 2. Mittelalter 3. Frühe Neuzeit 4. Neueste Zeit. An den meistens Unis ist es so, dass du, um die Module zu bestehen, in einem Modul jeweils zwei Vorlesungen und ein Seminar besuchen musst. In dem Seminar gibt es oftmals Referate und zum Modulabschluss musst du eine Hausarbeit schreiben.

Hinzu kommt, dass du zum Endes des Bachelor entweder dein Latinum oder Graecum haben musst!

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, da ich mir alles aussuchen konnte. ABER dir sollte bewusst sein, dass du mit einem reinen Geschichtsstudium keine Arbeit finden wirst. Somit sollte dein Zweitfach ein Fach sein, dass Geschichte ergänzt und womit du Chancen im Berufsleben hast, z. B. Germanistik oder ähnliches.

ps. Schau doch mal auf der Uniseite, wo du gerne studieren möchtest. Da stehen meistens alle Informationen über das Geschichtsstudium!

Das schwierigste ist, danach Jobs zu finden. Jobs als Historiker in Museen, Universitäten gibt es nur wenige.

Aber zum Studium an sich: In der Regel hast du da viele Seminare, in denen du Referate halten und Hausarbeiten schreiben musst. Und du hast im Prinzip auch viele Wahlmöglichkeiten. Du musst bestimmte Module absolvieren und zu jedem Modul passen X verschiedene Veranstaltung. Da muss man sich halt gut organisieren können!

Wenn du gerne liest, alles locker. Wenn du dich für so staubige Bücher nicht begeistern kannst wie ich, dann eher nicht.

Man sollte schon sprachbegabt sein. Es gilt als sehr anstrengend und die Berufsaussichten sind nicht so gut.

Was möchtest Du wissen?