Wie schreibt man eine Interpretation?

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8 Antworten

Eine Interpretation ist in 3 Teile gegliedert.

  1. Du beginnst mit der Angabe von Autor und Titel des Textes, dann folgt eine kurze Zusammenfassung und Angabe des Hauptthemas (Worum geht es in dem Text, in einem Wort)

  2. Nun untersuchst du den Text genauer: Welche Aussage hat der Text? In welcher Zeitepoche spielt die Handlung? Welche Hauptfiguren gibt es und wie stehen sie zueinander? Welche Stilmittel werden verwendet und wozu? Was fällt besonders auf? Zu allem gibst du Beispiele aus dem Text mit Seiten- und Zeilenangabe an (Zitate)

  3. Am Ende kommst du zu einer Schlussfolgerung, die du mit deiner eigenen Meinung komentierst.

Deine Antwort ist sehr hilfreich. D.H.

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Ein Gutes Beispiel findest du unter folgendem Link. Dieses Dokument hat mir selbst in der Schule weiter geholfen! Kann es wirklich nur weiterempfehlen, vor allem weil die Thematik viele verschiedene Lösungsansätze bietet. Vielleicht findest du auf der Internetseite ja noch andere Beispiele die dich interessieren.

Dietrich Schwanitz - Literarische Bildung - Bildung. Alles was man wissen muss

Link: [ dokumente-online.com/dietrich-schwanitz-literarische-bildung.html ]

Du darfst auf keinen Fall mit dem Basissatz beginnen.

Beispiele für einen guten Anfang: - Vergleich mit einem Aktuellen Beispiel - Problematische Fragestellung (keine Rhetorischen Fragen, die sofort zu beantworten sind) - Vergleich innerhalb des Textes - Eigene Erfahrung - Provokation - Zitat

Vorgehen: - Textstelle lesen - Auffälligkeiten markieren - Schreibplan erstellen - Interpretationshypithese formulieren - Ausatz schreiben

Einleitung, ca. 1/2 Seite: - Leseanreiz schaffen - Basissatz (Autor, Textgattung, Titel, Thema, Problemstellung, evtl. Erscheinungsjahr; sonst Erscheinungszeit (z.B. Antike...) - Überleitung zur Textstelle

  • Hinführung zur Textstelle in ca. 5 Sätze:
    • Kurze Inhaltsangabe der für das Verständnis wichtigen Ereignisse

Hauptteil, min. 2 Seiten: - Interpretation: - Wer spricht? - Beziehung der Personen zueinander - Redeabsicht/Wirkung - Gesprächsinhalt - Wie veränderrt sich die Haltung im Lauf des Gesprächs? - Sprachliche Gestaltung (Stilmittel, Satzbau, Sprachniveau...) - Funktion der Textstelle für den weiteren Verlauf der Geschichte/Im Zusammenhang --> Wirkung und Funktion erklären und begründen!

Schluss: - Zusammenfassung der Interpretationsergebnisse - Rückgriff auf die Einleitung (Leseanreiz, Hypothese) - Wertung (Nachvollziehbar oder nicht? Warum?)

Ich hoffe ich konnte dir damit helfen.

Dazu wäre es hilfreich zu wissen, was du interpretieren musst. Buch? Geschichte? Gedicht? Generell ist es hilfreich eine Tabelle zu machen, in der man Form (Wortarten, Reime etc.) und Inhalt einträgt. Das hilft dir beim Gliedern, was sehr wichtig für eine Interpretation ist. Nachdem du also den zu interpretierenden Text in Sinnabschnitte gegliedert hast, kannst du anfangen deine Gedanken dazu aufzuschreiben. Du kannst mit einer kurzen Inhaltsangabe beginnen oder mit einem Einleitungssatz (z.B."Das Gedicht... von... gliedert sich in 3 Sinnabschnitte"). Danach analysierst du den Text und deutest ihn. Wichtig ist, dass du Form und Inhalt aufeinander beziehst. Zitate gehören zu einer guten Interpretation dazu, müssen aber erklärt werden und vor allem gekennzeichnet werden.

Ich glaube, du verwechselst Interpretation und Analyse. In einer Interpretation darf m.E. auf gar keinen Fall zitiert werden und die Form hat da auch nichts verloren. Es geht ausschließlich um den Inhalt.

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@Italobaer

Ich glaube eher du verwechselst Inhaltsangabe und Interpretation. Ich studiere Germanistik und weiß, wovon ich spreche :)

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@Nofretete

Sicher? Ich erinnere mich, dass die Interpretation in der Schule deutlich von der in meinem Studium abwich. Allerdings bin ich im Gegensatz zu dir schon ein paar Jährchen raus.

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@Italobaer

Ganz sicher. Natürlich sind Interpretationen im Studium viel umfangreicher, aber das Prinzip habe ich schon in der Schule so gelernt. Wenn es um reine Inhaltsangaben geht hast du Recht (Präsens, keine Zitate usw.). Aber bei Interpretationen muss man über den Inhalt hinaus gehen.

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Es handelt sich um eine Kurzgeschichte

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@InsGesicht

aha, ist es die geschichte mit dem affen und dem akademiebericht von kafka oder ist die waage der baleks von böll?

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Einleitungsatz Einordnung in kontext Inhalt wiedergeben Charakterzüge Beziehung Sprache analysieren Schlussteil Meinung textteil relevant?

mit interpretation ist also eine inhaltsangabe mit bewertung der mitwirkenden figuren und eigener meinung gemeint? ich check's auch nicht :-(

Hui... wie war das denn noch. Also auf jeden Fall im Präsenz. Eine Analyse hingegen in der Vergangenheit. Wichtig ist der Einleitungsatz, wo alles hinein muss: Name des Textes und des Autors, Ort, Zeit und worum es in etwa geht.

Das ist eine Lehre für sich. Such doch im Wikipedia mal nach "Hermeneutik". Das ist die Lehre von der Methodik der Interpretation. Wenn du dir das alles reingezogen hast, dann weist du Bescheid. Oder du passt das nächste Mal im Unterricht auf.

Ich pass ja auf, aber wenn der Lehrer keinen Vollständigen Satz auf die Reihe bringt, hilft mir das auch nicht

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@InsGesicht

OK, das ist natürlich ein Problem. Wir hatten auch solche Experten. Wie gesagt, der Artikel über Hermeneutik könnte dir helfen.

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@coffey72

Ich halte die Artikel über Hermeneutik und über Interpretation in wikipedia für wenig hilfreich. Mit Sicherheit wird in der Schule mit einem Lehrwerk gearbeitet, das schülergerecht den Aufbau einer Interpretation einer KG darstellt: erstes Lesen, Vermutungen über den Inhalt und die Aussageabsicht des Verfassers; dann genaueres Lesen und Erstellung einer kurzen Inhaltsangabe (Titel, Verfasser, Entstehungszeit; Handlung, Handlungsebenen -äußere und innere-); Thematik des Textes, jetzt gesichert und an Beispielen belegt; Erzähler und Erzählerstandpunkt; Beschreibung und Charakterisierung der auftretenden Figuren; Besonderheiten der Sprache (sprachliche Mittel wie Vergleich, Wortwahl, direkte Rede, innerer Monolog...); im Schlussteil Zusammenfassung der Aussageabsicht des Verfassers und eigene Stellungnahme dazu.

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