Wie schreibt man "BewohnerInnen", "PatientInnen" usw. richtig?

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11 Antworten

Ihr seid alle komisch. Natürlich ist Patienten und Bewohner nicht zufällig männlich. Alle Personenbeschreibungen sind ursprünglich männlich, weil wir dem Patriarchat abstammen. Aber die Sprache darf sich doch mitwandeln, wenn die Gesellschaft sich verändert?! Welche genderneutrale Schreibweise mensch verwendet und ob er_sie sie verwendet sollte doch jedem_r freigestellt sein oder nicht?! Es gibt immer noch zahlreiche Frauen auf dieser Welt, die sich unterdrückt fühlen und es gibt auch sehr viele Menschen, die sich nicht eindeutig dem einen oder dem anderen Geschlecht zuordnen. Die sollten doch auch ihren Platz finden.

Jetzt noch zur ursprünglichen Frage: Du hast es jetzt doppeltgemoppelt. Es gibt das Binnen-i und die Genderlücke/Gendergap. Beim Binnen-i werden Männer und Frauen eingeschlossen (Bsp: BürgerInnen), bei der Genderlücke entsteckt der Platz für Menschen, die sich keinem Geschlecht zuordnen möchten (Intersexuell - Bsp: Bürger_innen). Die Genderlücke funktioniert genauso, wie das Sternchen (Bsp: Bürger*innen), da kann man sich aussuchen, was einem besser gefällt.

Bei deinem Beispiel bin ich mir aber tatsächlich nicht sicher. Also statt PatientInnen, kann man natürlich einfach Patienten/-innen schreiben. Falls Du aber die Gendergap haben möchtest, bin ich gerade auch überfragt. Ich würde ich solchen Fällen dann wahrscheinlich schreiben "die zu behandelnden Personen" oder so.

Beste Grüße,

Katalin

Es hat sich mittlerweile aus-ge-binnen-It!

Das sogenannte "Binnen-I" gehört der Vergangenheit an. Wenn Du unbedingt geschlechtsneutral schreiben möchtest/ musst, dann schreib "Bewohner und Bewohnerinnen", "Patienten und Patientinnen",....

hallo superpurfection - beides ist orthographisch falsch, es ist einfach eine ideologische Schreibe aus der Frühzeit der Feministen, also damals als Alice Schwarzer so arm war, dass sie keine müde Mark übrig hatte zum Steuerhinterziehen. Man hat sich das I ausgedacht, weil das ursprüngliche' liebe Postbotinnen und Postboten' zu lang und zu öde zum schreiben wurde.

Max Goldt hat sich in seinen Glossen darüber schon die Finger wundgeschrieben.

Bei wiki steht Folgendes
http://de.wikipedia.org/wiki/Binnen-I#Alternativen

Ich find's grauslich und würde mir lieber die Zeit für zwei Wörter nehmen - wenn's denn überhaupt sein muss.

Es ist soweit ich weiß aber auch nicht falsch, Patientinnen (Patienten/-innen) oder so zu schreiben. Ist aber eigentlich nicht notwendig.

Diese politisch korrekte geht mir mittlerweile nur noch auf den Keks! Es gibt keine Verkehrsteilnehmer mehr, sondern nur noch am Verkehr teilnehmende. Studenten sind jetzt Studierende. So ein Shice! Wenn ich sage, dass in einer Studierendenkneipe biertrinkende Studierende sitzen, geht das ja noch so gerade. Wenn dann aber Amoklaufende in der Studierendenkneipe um sich schießen, wäre es völliger Blödsinn zu sagen, dass dann sterbende Studierende am Boden liegen. Wer denkt sich so was nur aus? Und das alles von unseren Steuergeldern. Kopfschüttel

earnest 04.02.2015, 18:40

Manno - das sind doch keiner SteuERgeldER!
Das sind SteuSiegeldInnen.

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Ferragus 05.02.2015, 19:22

Der Vorsitzende kann auch in der Kneipe sitzen und Bier trinken. Ohne, dass sich jemand dran stört.

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Also ich bin mir sehr sicher, dass man "Bewohnerinnen" und "Patientinnen" so schreibt und nicht anders. Das sagt auch der Duden

Von so einem Unsinn würde ich Abstand nehmen. Bewohner und Patient sind Substantive, die nur zufällig einen maskulinen Artikel haben. Es ist vollkommen abwegig, daraus zu schließen, dass damit nur Männer gemeint sind.

Bewohnerin ; Patientin

Das ist inzwischen genauso "out" wie "MitgliederInnen".

Gruß, earnest

Entdeckung 04.02.2015, 18:37

Und wie ist das mit MenschInnen ... und ... KindInnen ...oder ... GastInnen ... ;-)))

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5kp4udr9 04.02.2015, 18:47
@Entdeckung

... und begrüße besonders die angereisten Frauen und Frauinnen sowie die Lesben und Lesbinnen.

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Wenn Du unter "schreibt man richtig" das verstehst, was im Duden steht - Nein.

Das ist eine alternative Schreibweise, die sich vielleicht durchsetzt, vielleicht auch nicht.

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