Wie nennt man diese modus mein foto wo das hintergrund verschwommen ist?

4 Antworten

Einen verschwommenen Hintergrund auf einem Foto nennt man "Bokeh".

Bei einer Handykamera kannst du mal nach Portraitmodus oder Bokehmodus/Bokeh-Effekt suchen.

Bei einer guten Kamera, die eigene Einstellungen erlaubt, sorgt folgendes für ein Bokeh:

  • möglichst offene/große Blende (= kleine Blendenzahl)
  • größere Brennweite
  • wenig Abstand zum Motiv und viel Abstand zum Hintergrund
Woher ich das weiß:Hobby

Corinna ich muss dir leider widersprechen:
Bokeh bezeichnet die ästhetische Qualität einer Weichzeichnung in den ausserhalb des Fokus liegenden Bereichen.

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@Uneternal

Wie würdest du denn mit dem Ausdruck Sätze bilden? Ich kenne aus Fotoforen nur Sätze wie "Das Bokeh [der unscharfe Bereich des Fotos] gefällt mir gut oder nicht so gut." oder "Das Objektiv macht ein schönes oder nicht so schönes Bokeh [macht einen schönen oder weniger schönen unscharfen Hintergrund]."
Wenn "Bokeh" die ästhetische Qualität wäre, müssten solche Sätze dann lauten "Der unscharfe Bereich hat Bokeh [hat ästhetische Qualität]" oder "Für meinen Geschmack hat der unscharfe Bereich kein Bokeh [hat keine ästhetische Qualität]"? Solche Sätze sind mir noch nirgendwo begegnet...
Bokeh ist doch das japanische Wort für Unschärfe, nicht für Ästhetik oder Qualität?

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@Corinna2015

https://de.wikipedia.org/wiki/Bokeh

Bokeh (von jap. 暈け, auch ぼけ oder ボケ geschrieben, boke „unscharf, verschwommen“) ist ein in der Fotografie verwendeter Begriff für die Qualität eines Unschärfebereichs.

Wenn du also von der Unschärfe selbst sprichst, sagste entweder Unschärfebereich, Tiefenunschärfe, Hintergrundunschärfe.
Bokeh ist wenn du über die Qualität der Unschärfe redest. Z.B. ein blubberiges Bokeh, ein weiches Bokeh, oder ein wirbelndes Bokeh, ein wimmelndes Bokeh.

Das ist ähnlich wie wenn du von Wein redest und dem Bouquet des Weins. Da würdest du ja auch nicht sagen man nennt es Bouquet wenn jemand fragt: "Wie nennt man das rote Zeug im Glas".

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Professionell nennt man das niedrige/geringe Schärfentiefe/Tiefenschärfe. Mit anderen Worten die räumliche Tiefe in der man etwas Scharf sieht ist gering, also nur ein paar cm. Der Rest ist unscharf.

Bei einer DSLR wird das erreicht indem die Blende möglichst weit geöffnet ist, man einen möglichst großen Sensor hat, eine möglichst hohe Brennweite, der Abstand von Fotograf und Motiv möglichst gering ist und der Abstand von Motiv und Hintergrund möglichst hoch.

Bei vielen Smartphones heisst der Modus, der diesen physikalischen Effekt von DSLRs künstlich nachahmt Portraitmodus oder Blendenmodus.

Ein paar seltene Smartphones bezeichnen es fälschlicherweise auch als Bokeh-Modus. Bokeh bezeichnet aber eigentlich die ästhetische Qualität einer Unschärfe, viele Leute verwenden es aber unwissenderweise als Synonym für geringe Schärfentiefe.

Woher ich das weiß:Beruf – Fotografiere in Hobby und Beruf seit 2003

In einer Spiegelreflex muss hierzu die Blende möglichst geöffnet werden, oft im Portraitmodus zu finden.

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