Wie lösche ich meine Festplatte vollständig unter Linux?

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5 Antworten

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Am besten, indem Du das "ATA-Secure-Erase"-Kommando an das Laufwerk absetzt.

Dazu benötigst Du das Tool "hdparm" und musst den Gerätenamen des Laufwerks wissen. Falls sich nur ein Laufwerk im System befindet, lautet er "/dev/sda". Ansonsten kannst Du die Gerätenamen über die GUI z. B. mit "GNOME Disks" herausfinden.

Alles nachfolgend genannte passiert per Terminal.

Zunächst musst Du Root werden, entweder per ...

su

... und Eingabe des Root-Passworts oder per ...

sudo -s

... und Eingabe Deines Benutzerpassworts.

(Je nach Konfiguration des Systems. Je nach Distribution können die Defaults anders ausfallen. Viele Distributionen erlauben keinen direkten Login in den "root"-Account mehr, sondern nur noch den Wechsel von einem normalen Benutzeraccount mittels "sudo".)

Nun gibst Du folgendes ein.

hdparm -I /dev/sda

Wichtig ist, dass im Abschnitt über die Security die Ausgabe "not enabled" und "not frozen" erscheint.

Falls "not enabled" und "frozen" erscheint, musst Du das Laufwerk kurz vom Strom trennen (bei einem Notebook kurz aus dem Slot herausziehen) und danach wieder anschließen (hineinschieben). Hier ist es natürlich wichtig, dass Du ein Live-System (z. B. von einem USB-Stick) gebootet hast, weil Dein System sonst abstürzen wird, wenn Du das Systemlaufwerk entfernst.

Anschließent gibst Du wieder den folgenden Befehl ein.

hdparm -I /dev/sda

Spätestens jetzt sollte die Ausgabe "not frozen" erscheinen. Dann kannst Du fortfahren.

Nun muss zunächst ein ATA-Passwort auf dem Laufwerk gesetzt werden, damit die Sicherheitsfeatures des Laufwerks, wozu auch der "Secure Erase" zählt, aktiviert werden. Keine Angst! Das Passwort muss nur gesetzt werden, um die entsprechenden Features freizuschalten. Nachdem die Platte sicher gelöscht wurde, ist sie nicht mehr passwortgeschützt.

hdparm --user-master u --security-set-pass llformat /dev/sda

Setzt das Passwort "llformat" für die Festplatte "/dev/sda".

Nun kannst Du wieder den oberen Befehl eingeben.

hdparm -I /dev/sda

Nun sollte im Abschnitt "Security" das Wort "enabled" erscheinen (statt "not enabled").

Jetzt kannst Du das Laufwerk sicher löschen.

hdparm --user-master u --security-erase llformat /dev/sda

Je nach Laufwerkstyp dauert es eine Weile, bis das Kommando abgeschlossen ist. (Bei einer SSD ist es in der Regel binnen wenigen Sekunden fertig, bei einer normalen Festplatte kannst Du mit einer Laufzeit von 40 Minuten bis zu 2 Stunden rechnen.)

Es wird während der Ausführung leider kein Fortschritt angezeigt. Dass das Kommando abgeschlossen ist, erkennst Du daran, dass die Kommandozeile wieder eine Eingabeaufforderung anzeigt.

Durch eine letzte Eingabe von ...

hdparm -I /dev/sda

... kannst Du überprüfen, dass das Security-Feature des Laufwerks in den Zustand "not enabled" zurückgekehrt ist.

Das Laufwerk ist nun vollständig gelöscht und "wie fabrikneu". Es enthält weder eine Partitionstabelle, noch Dateisysteme oder irgendwelche Daten. Der Inhalt aller Sektoren des Laufwerks werden als Nullbytes gelesen.

Bitte in jedem Fall beachten, welches Laufwerk gelöscht werden soll. Falls ein anderes, als "/dev/sda" gelöscht werden soll, bitte alle entsprechenden Gerätenamen ersetzen.

Anschließend* (vertippt)

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Erstmal Danke für deine Mühe!

Falls "not enabled" und "frozen" erscheint, musst Du das Laufwerk kurz
vom Strom trennen (bei einem Notebook kurz aus dem Slot herausziehen)
und danach wieder anschließen (hineinschieben). Hier ist es natürlich
wichtig, dass Du ein Live-System (z. B. von einem USB-Stick) gebootet
hast, weil Dein System sonst abstürzen wird, wenn Du das Systemlaufwerk
entfernst.

Also einfach bei laufenden Betrieb die Festplatte rausziehen? Dann müsste ich also die Rückseite aufschrauben und die Festplatte rausstecken, bei eingeschalteten Laptop. Besteht da nicht eine Stromschlag-Gefahr oder so? :p Und wenn das "frozen" nicht erscheint, kann ich dann normal weitermachen, auch ohne Live System?

Dazu benötigst Du das Tool "hdparm" und musst den Gerätenamen des
Laufwerks wissen (falls sich nur ein Laufwerk im System befindet, lautet
er "/dev/sda").

Das "Tool hdparm" im Internet downloaden und fertig oder muss ich da noch etwas machen? 

Ich hoffe ich schreibe keinen Blödsinn :)

Lg

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@belgrado1

Erstmal Danke für deine Mühe!

Keine Ursache! :-)

Also einfach bei laufenden Betrieb die Festplatte rausziehen? Dann müsste ich also die Rückseite aufschrauben und die Festplatte rausstecken, bei eingeschalteten Laptop.

Ja, das stimmt. Bei meinem Laptop kommt man beide Platten dran, indem man nur eine einzige Abdeckung öffnet. Eine der beiden Platten ist in einer Art "Wechselrahmen", die kann ich "auswerfen". (Das war nicht von Haus aus so, habe ich nachgerüstet.) Bei der anderen muss ich eine Abdeckung abschrauben, dann habe ich einen "Käfig", in dem die Platte drin sitzt, den ich mittels einer Lasche aus dem Slot herausziehen kann.

Ich weiß, dass es bei vielen Notebooks schwieriger ist. Ich hoffe, Du musst nicht die komplette Rückseite dafür aufmachen.

Eine Sache könntest Du noch versuchen, bevor Du die Platte absteckst. Manchmal geht die Platte auch in den Zustand "not frozen", wenn Du das System in den Standby ("suspend to RAM") schickst und es anschließend daraus wieder aufweckst. Das kann ich aber nicht garantieren. Aber ein Versuch ist es Wert. Dann müsstest Du gar nichts "schrauben". Überprüfen, ob es geklappt hat, kannst Du einfach dadurch, dass Du nachschaust, ob danach "not frozen" angezeigt wird. Dorthin musst Du kommen. Wie Du das machst, ist im Grunde egal. ;-)

Ich ziehe bei mir das Laufwerk, das ich löschen möchte, immer tatsächlich ab, weil es bei meinem Notebook so einfach ist, die Laufwerke auszubauen.

Besteht da nicht eine Stromschlag-Gefahr oder so? :p

Ich sage hier mal vorsichtig: Eher nicht. ;-)

Bei LCD-Displays mit CCFL-Hintergrundbeleuchtung führt die Spannungsversorgung der Hintergrundbeleuchtung im Betrieb berührgefährliche Spannungen. Die meisten LCD-Displays haben heutzutage LEDs zur Hintergrundbeleuchtung, die mit geringen Spannungen arbeiten, aber ältere Displays können durchaus noch mit CCFLs arbeiten.

Nichts desto trotz schätze ich die Gefahr für Dein Notebook für größer ein, als die Gefahr für Dich. ;-)

Ich hatte gehofft, dass Du das Laufwerk trennen kannst, ohne das ganze Notebook auseinanderzubauen, daher diese Antwort. ;-)

Wenn Du ein externes Gehäuse mit eSATA-Anbindung hast (USB funktioniert leider nicht), kannst Du die Platte auch darin verbauen und dann an das Notebook anschließen.

Und wenn das "frozen" nicht erscheint, kann ich dann normal weitermachen, auch ohne Live System?

Wenn "not frozen" erscheint, kannst Du weitermachen, ohne das Laufwerk zu trennen.

Solange Du nicht die Systemplatte löscht, musst Du kein Live-System verwenden. Die Systemplatte würde ich nicht löschen, während das System gebootet ist. Damit "ziehst Du Deinem System quasi den Boden unter den Füßen weg". Ich kann nicht sagen, was dann passieren wird, aber es klingt nicht nach einer guten Idee. ;-)

Das "Tool hdparm" im Internet downloaden und fertig oder muss ich da noch etwas machen?

Ich vermute Du bekommst das Tool über die Paketquellen Deiner Distribution. Also "sudo apt-get hdparm" sollte reichen unter Ubuntu (und somit vermutlich auch Xubuntu), sofern "hdparm" noch nicht installiert ist.

Ich hoffe ich schreibe keinen Blödsinn :)

Nein, Du fragst genau das richtige. :-)

Ich mache den "secure erase" übrigens etwa alle 6 Monate (Release-Zyklus meiner Distribution), weil ich eine SSD als Systemlaufwerk habe und das die einzig sinnvolle Möglichkeit ist, eine SSD zu löschen.

Nach einem "secure erase" sind alle Flash-Zellen physikalisch gelöscht (frei), was gut für die Performance von SSD-Laufwerken ist. Nach einem Überschreiben (z. B. per DBAN) hingegen sind alle Flash-Zellen beschrieben (belegt), was so ziemlich der "worst case" ist.

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@NoHumanBeing

Danke! Weiß jetzt alles was ich brauche. Ich hoffe trotzdem, dass ich die Festplatte nicht ausstecken muss. Das "Wie" ist jedoch nicht das Problem, habs schon oft gemacht, und bei meinem Notebook ist auch das entfernen der Rückseite sehr einfach. Vlt werde ich mir auch mal eine SSD zulegen. Na dann, ran an die Arbeit! :-)

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@belgrado1

Melde Dich, wie's gelaufen ist und boote, wenn möglich, ein Live-System, um die Platte zu löschen (z. B. von einem USB-Stick).

Viel Erfolg! :-)

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@NoHumanBeing

Bin wieder da. 

Ich weiß echt nicht wieso sowas genau mir passiert. Also, alles ist am Anfang super gelaufen. Auch das mit dem Ausstecken der HDD. Bin bis zum "Laden" gekommen, 1 Stunde gewartet und dann- Stromausfall. Genau, mein Laptop lief gerade nur mit Ladekabel. Alles weg. Wenn ich jetzt den PC einschalte kommt eine Meldung: "HDD Enter User Password" oder "HDD Enter Master Password" . BIOS lässt sich nicht abrufen. Naja, Festplatte ausgesteckt, USB angeschlossen, Festplatte wieder rein. Wenn ich nun im Terminal hdparm -I /dev/sda eingebe kommt folgende Meldung: 

/dev/sda:

SG_IO bad/missing sense data, sb[ ] : f0 00 05 und noch sehr viele weitere Nullen

Bei Security steht nun das: 

not supported, not enabled, not locked, not frozen, not expired, not supported: enhanced erase, (...)

Der vorige Weg, um aus "not enabled" "enabled" bringt mich nur in die gleiche Fehlermeldung.

Ich hoffe ich hab nicht die HDD geschrottet! :-( Was soll ich tun?


Tut mir Leid dass ich noch mal um deine Hilfe bitten muss, ich wäre aber sehr dankbar!

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@belgrado1

Au weia! Bei so einer Operation "unterbrechen" ist natürlich nicht "gesund". (Mir ist natürlich klar, dass das keine Absicht war, aber bei einem Notebook hat man doch gewissermaßen "USV for free", also warum Akku ausbauen? ;-) )

Ich bin allerdings zuversichtlich, dass das Laufwerk trotzdem noch funktioniert. Die Dinger sind robuster, als man denkt. ;-)

Wenn Du genau meine Befehle genommen hast, lautet das Passwort "llformat" (das am Anfang sind kleine L, keine großen i). Probiere mal, das bei der Passwortabfrage des BIOS einzugeben. Vielleicht wird das Laufwerk dadurch wieder entsperrt. Ich hoffe es für Dich. Dann kannst Du wieder ein Live-Linux booten, das Laufwerk kurz vom Strom trennen und danach die Zeile mit dem "hdparm"-Kommando und dem Parameter "--security-erase" erneut absetzen ("security features" sind ja bereits aktiviert).

Ansonsten, falls trotz Eingabe des richtigen Passworts das Laufwerk nicht erkannt wird (vom BIOS nicht und/oder von "hdparm" nicht), würde ich Dir empfehlen, das Laufwerk im Rechner eingebaut zu lassen und den Rechner einfach eine Weile lang laufen zu lassen. (Z. B. mit einem Livesystem gebootet. Ist aber im Prinzip egal. Er sollte nur tatsächlich "durchlaufen" und nicht etwa in den Standby-Modus gehen.) Ich habe einmal gelesen, dass die Laufwerke "schlau genug sind", um nach einem Stromausfall einen "secure erase" von selbst fortzusetzen. Wenn das Laufwerk überhaupt nicht ansprechbar ist, nimmt es den Vorgang vermutlich von selbst wieder auf und ist daher "beschäftigt". Dann musst Du warten, bis das Laufwerk damit fertig ist, bevor es wieder "ansprechbar" ist. Das Problem ist eben, dass Du so überhaupt keinen Indikator hast, ob das Laufwerk noch etwas tut oder ob es tatsächlich "tot ist". Aber wenn Du in diesem Fall einfach mal zwei oder drei Stunden wartest, sollte das Laufwerk auch "wieder kommen". Zumindest hoffe ich es für Dich. ;-)

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@NoHumanBeing

Au weia! Bei so einer Operation "unterbrechen" ist natürlich nicht
"gesund". (Mir ist natürlich klar, dass das keine Absicht war, aber bei
einem Notebook hat man doch gewissermaßen "USV for free", also warum
Akku ausbauen? ;-) )

Ich weiß, das war eine unglaublich dumme Aktion von mir. Ich hatte halt bis gestern noch nie so einen "plötzlichen Absturz" erlebt. Ich hätte daran denken müssen.

Als Passwort "llformat" einzugeben funktioniert leider auch nicht. Ich werde wohl einfach deinen Rat befolgen und warten. Ich hoffe mal meine Festplatte ist ein schlauer Bursche ;-) Es wäre wirklich sehr schade um sie.

Möchte mich noch bei dir herzlich bedanken, du hast meine Frage wirklich gut und verständlich beantwortet .Danke für deine große Mühe, ich hoffe sie wird mir helfen dieses Schlamassel endlich zu beenden! :-)

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@NoHumanBeing

Leider Nein. Hab 3 Stunden gewartet, nichts hat sich getan. Passwort stimmt, wie schon gesagt, auch nicht. Ich werde noch ein wenig schauen was es noch zu machen gibt aber die Chancen stehen schlecht. Vielleicht schaffe ich es irgendwie das Passwort zu entfernen. Ach ja, ich hab jetzt den Akku wieder angeschlossen, man lernt aus Fehlern ;-)

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@belgrado1

Wenn Du nach dem Booten die Platte anschließt (vorher geht ja soweit ich das verstehe nicht, weil das BIOS/EFI die Platte nicht entsperren kann), kannst Du dann den Befehl "--security-erase" per "hdparm" absetzen?

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@NoHumanBeing

Wenn Du nach dem Booten die Platte anschließt (vorher geht ja
soweit ich das verstehe nicht, weil das BIOS/EFI die Platte nicht
entsperren kann)

Genau, ohne das Entfernen der Festplatte komme ich nicht ins BIOS/System. 

Wenn ich den Befehl eingebe kommt wieder die vorherige Meldung:

security_password="llformat"

/dev/sda:
Issuing SECURITY_ERASE command, password="llformat", user=user
SG_IO: bad/missing sense data, sb[]: f0 00 05 00 00 00 00 0a 00 00 00 00 26 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00
SG_IO: bad/missing sense data, sb[]: f0 00 05 00 00 00 00 0a 00 00 00 00 26 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00
SG_IO: bad/missing sense data, sb[]: f0 00 05 00 00 00 00 0a 00 00 00 00 26 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00

Kleine Frage, wenn ich es schaffe die Festplatte auf einen anderen Weg zu "löschen" (z.B. mit Hilfe einen der unten genannten Vorschläge), würde dann das Passwort verschwinden? Ich denke mal so einfach geht das nicht, oder?

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@belgrado1

"bad/missing sense data" klingt nicht nach Passwortschutz.

Bist Du Dir sicher, dass "/dev/sda" überhaupt die Festplatte ist, die Du löschen möchtest und nicht etwa der USB-Stick, von dem Du das Livesystem ausführst?

Ich bekomme diese Meldung, wenn ich versuche, mit "hdparm" auf ein USB-Gerät (kein ATA-Gerät) zuzugreifen. Ich vermute, Du gibst nicht das richtige Device an. Schau mal nach, welches Laufwerk welches Device hat, zur Not per "lsblk". Beachte, dass gerade bei einem gebooteten Livesystem zahlreiche "virtual devices" (ramdisks) dabei sein können.

Kleine Frage, wenn ich es schaffe die Festplatte auf einen anderen Weg zu "löschen" (z.B. mit Hilfe einen der unten genannten Vorschläge), würde dann das Passwort verschwinden? Ich denke mal so einfach geht das nicht, oder?

Ein gesperrtes Gerät kannst Du nicht löschen, außer per "secure erase", da der Computer nicht schreibend auf das Gerät zugreifen kann.

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@NoHumanBeing

---root@xubuntu:/home/xubuntu# sudo lsblk -a
NAME    MAJ:MIN  RM   SIZE         RO   TYPE   MOUNTPOINT
sda         8:0              1      3.9G           0       disk
└─sda1  8:1             1      3.9G           0        part          /cdrom
sr0         11:0            1      1024M        0       rom
loop0      7:0            0       1008.7M    1      loop           /rofs
loop1      7:1            0        0 loop
loop2     7:2             0        0 loop
loop3     7:3             0        0 loop
loop4     7:4             0        0 loop
loop5     7:5             0        0 loop
loop6     7:6             0        0 loop
loop7     7:7            0        0 loop

---root@xubuntu:/home/xubuntu# sed -ne 's/.*\([sh]d[a-zA-Z]\+$\)/\/dev\/\1/p' /proc/partitions
/dev/sda

---root@xubuntu:/home/xubuntu# sed -ne 's/.*\([sh]d[a-zA-Z]\+[0-9]\+$\)/\/dev\/\1/p' /proc/partitions
/dev/sda1

---root@xubuntu:/home/xubuntu# sudo blkid -o list -w /dev/null

device         fs_type      label      mount     point UUID
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
/dev/sda1   vfat                         /cdrom     45C5-19E0
/dev/loop0  squashfs               /rofs

Tut mir Leid, ich füttere dich jetzt einfach mit Daten, da ich selber echt nicht mehr weiter weiß. Habs versucht ein wenig anschaulicher zu machen.

Und mal ganz ehrlich, ist die Platte noch zu retten? Ich meine du musst echt nicht deine Zeit verschwenden. Hast schon genug geleistet.

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@belgrado1

Das ist, was ich vermutet habe. "/dev/sda" ist das Live-Medium, von dem Du bootest. Es ist der USB-Stick, nicht die Festplatte. Ein USB-Stick implementiert die ATA-Kommandos nicht. Daher die Fehlermeldung.

Soweit ich sehe, wird die Platte vom System überhaupt nicht erkannt. Doofe frage, aber ist sie überhaupt angeschlossen? Befindet sich der SATA-Controller im "AHCI"-Modus? (Im BIOS/EFI nachschauen!)

Du könntest auch versuchen, die Platte in einen anderen Rechner einzubauen und den "secure erase" dort auszuführen. Notebook-Platten mit SATA-Anschluss lassen sich auch an das Mainboard und Netzteil eines Towers anschließen. Klemme sicherheitshalber alle anderen Festplatten in dem System ab, um nicht versehentlich die falsche zu löschen.

Sollte die Platte in keinem der Systeme erkannt werden, dann hat sich wohl der Controller (nicht der auf dem Board, sondern der, der auf der Festplatte sitzt) "verabschiedet". Dann hast Du wohl nur noch einen Briefbeschwerer. Da wäre nichts mehr zu "retten". Nachdem sich trotz defektem Controller auf der Magnetscheibe selbst noch Daten befinden können, rate ich dazu, das Ding mittels Bohrmaschine oder Vorschlaghammer zu malträtieren, bevor Du sie verschrottest.

Tut mir Leid, sowas hab ich noch nie gehört. Eine meiner ("magnetischen") Festplatten ist mal "ausgefallen" dahingehend, dass das Dateisystem auf dieser Platte ständig korrumpiert ist. Zudem ist mir schon eine SSD "abgeraucht", sodass sie nicht mehr vom System erkannt wurde, eine weitere hatte Firmwareprobleme und ließ sich nicht updaten. Aber dass eine ("magnetische") Festplatte nicht mehr vom System erkannt wird, ist zumindest mir persönlich noch nie passiert.

Ich weiß, wie man eine "gesperrte" Platte wieder "entsperren" (oder eben löschen) kann, aber diese wird ja überhaupt nicht mehr erkannt (sie bekommt ja gar keine "device node" vom Betriebssystem zugewiesen), was auf einen Controller-Fehler hindeutet.

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@NoHumanBeing

Hab alles versucht, die Platte gehört nur noch auf den Schrottplatz. Ist aber nicht so schlimm, hab noch eine Zweite. Hab sie übrigens wieder mit Hdparm gelöscht. Alles perfekt gelaufen, hat sogar sehr kurz gedauert, innerhalb 50 Minuten tauchte schon die Eingabeaufforderung auf. So einfach hätte es also laufen können. Ich bin aber echt erstaunt/verwundert, dass durch einen "Abbruch" der Operation eine ganze Festplatte zerstört werden kann. Nun weiß ich es.

Und zum zehnten Mal bedanke ich mich für deine Hilfe. Ich glaube diese Frage ist somit beantwortet! :-)

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@belgrado1

Ich bin aber echt erstaunt/verwundert, dass durch einen "Abbruch" der Operation eine ganze Festplatte zerstört werden kann. Nun weiß ich es.

Ja, es ist eben eine "low-level"-Operation.

Bei einer HDD hätte ich damit allerdings auch nicht gerechnet. Bei einer SSD schon eher. (Die sind ziemlich "empfindlich", da sie einen Haufen interner Metadaten haben, die korrumpieren können.)

Es ist sogar in der ATA-Spezifikation festgelegt, dass ein Laufwerk, das während eines "secure-erase" von der Stromversorgung getrennt wird, diesen Vorgang nach Wiederherstellung der Stromversorgung selbständig wieder aufnehmen und abschließen soll. "Normalerweise" sollte also nichts schief gehen. Hier hast Du wohl ein Montagsmodell erwischt.

Bedenke, dass die Platte zwar nicht mehr funktionsfähig, aber wohl auch nicht vollständig gelöscht ist. D. h. ich würde sie an Deiner Stelle "physikalisch zerstören", bevor ich sie verschrotte. ;-)

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Ist es die Festplatte, auf der Xubuntu installiert ist? Du kannst natürlich nicht ohne Weiteres eine Festplatte formatieren, von der aus das gerade laufende Betriebssystem gestartet ist.

Jein. Ich hab noch eine Festplatte von einen alten Laptop, die will ich anschließen und löschen.  Dann wieder die ursprüngliche Festplatte auf meinem Laptop anschließen und starten. Jedoch ist auf der alten Festplatte auch Xubuntu installiert.

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@PhotonX

Und wie soll ich das machen? Ich kann ja nicht beide Fesplatten anschließen (besser gesagt ich hab nicht die Mittel dazu) . 

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@belgrado1

Ach so sry, mit einen Live-Betriebssystem per USB natürlich. Dann werde ich das mal versuchen.

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@PhotonX

Das funktioniert auch (bei Festplatten), dauert aber länger, als ein "ATA secure erase", oftmals wesentlich länger. Außerdem löscht ein "ATA secure erase" auch reallozierte Sektoren, die beim Überschrieben mit "dd" nicht erwischt werden. (Das sind aber bei Festplatten nur sehr wenige, oftmals auch gar keine.)

Bei SSDs ist Überschreiben per "dd" zudem keine Option, da es eben jede Speicherseite beschreibt. Das Problem sind nicht so sehr die Schreibzyklen, sondern dass danach alle Seiten "belegt" sind. Für Flash-Speicher sind "gelöschte" Zellen in einem anderen Zustand, als Zellen, die mit jedem beliebigen Wert beschrieben sind. Auch Seiten, die mit Nullen beschrieben sind, sind beschrieben (oder "programmiert", wie man sagt), eben mit Nullen. Das ist physikalisch für den Speicher ein anderer Zustand, als "gelöscht" zu sein. Den Unterschied merkt man schon in der Performance, wenn man den Speicher danach wieder beschreibt. Außerdem erreichen Schreibzugriffe bei SSDs aufgrund des "wear levellings", das der Controller durchführt, gar nicht alle physikalischen Speicherzellen.

Das ist der Grund, warum ich so sehr auf "ATA secure erase" ... "abfahre". Nicht, weil ich ein "geek" bin, der mit seinem Wissen strotzen möchte, sondern weil Tools wie DBAN (oder Überschreiben per "dd") einfach (sorry) "Frickel-Lösungen" sind. Es gibt ein "standardisiertes" Vorgehen, um ein Laufwerk (egal ob HDD oder SSD) sicher zu löschen und das ist "ATA secure erase". Das ist ein einzelner Befehl, den der Rechner an das Laufwerk absetzt und das Laufwerk selbst (bzw. der darin verbaute Controller) entscheidet dann, "wie es sich am besten löscht". Dieses "Löschverfahren" hat der Hersteller des Laufwerks unter Berücksichtigung der physikalischen Eigenschaften des Mediums selbst festgelegt. Insbesondere bei SSDs macht das eben einen enormen Unterschied. Was ein "ATA secure erase" bewirkt, kann kein anderes Tool durch das Beschreiben des Laufwerks mit irgendwelchen Mustern nachbilden. Es ist einfach nicht das selbe, weil es auf einer vollkommen anderen Ebene arbeitet. ;-)

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Du kannst mit einer Live-CD booten und von da per Konsole die Festplatte löschen (bei SSDs nicht sicher, nur bei klassischen Festplatten!):

https://wiki.ubuntuusers.de/shred/

Funktioniert, allerdings sind die 25 Durchläufe unnötig. Man sollte das Programm also immer mit Parameter "-zn 0" starten.

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