Wie lange dauert Ausschleichen?
Mein Therapeut hat die Therapie mit der Begründung abgebrochen, dass ich nach 1,5 Jahren keinen einzigen Fortschritt gemacht habe und dass sich die Ängste verschlimmert haben. Jetzt will er die Therapie in größeren Abständen (alle 4 Wochen, dann evtl 6 Wochen) ausschleichen lassen. Der Gedanke daran macht mir Angst. Die jetzige Umstellung von wöchentlich auf 14-taegig macht mir schon zu schaffen und es ist schon 2 x vorgekommen, dass ich mich bei ihm gemeldet habe, um einen vorzeitigen Termin zu bekommen, weil ich die Ängste nicht mehr aushalten konnte. Er hatte aber angeblich keinen Termin mehr frei. Will er, dass ich es lerne, die Angst auszuhalten? Und wie lange dauert üblicherweise das Ausschleichen? Wie viel Termine sind dafür vorgesehenen?
3 Antworten
Wenn nach 1 1/2 Jahren in der Therapie kein Fortschritt erreicht wurde, dann war der therapeutische Ansatz ungeeignet. "Ausschleichen" mag da zur Überbrückung - bis ein neuer Ansatz greift - sinnvoll sein, wird aber wohl keine relevante Änderung mehr bewirken können. Sprich´ mit deinem Hausarzt über den möglichen weiteren Weg. Vielleicht wäre jetzt eine medikamentöse Behandlung (bei einem Facharzt für Psychiatrie und Neurologie) sinnvoll.
Wenn der Ansatz falsch war, wieso versucht er es dann nicht mit einem neuen? Immerhin sind noch 14 Sitzungen möglich.
Und ich muss darunter leiden, dass der Ansatz falsch war? Dafür habe ich 1,5 Jahre umsonst bezahlt. War also rausgeschmissen Geld.
das ist individuell verschieden
dein Therapeut hat keine Lust mehr dich zu therapieren (weil es keine Erfolge, sondern nur Verschlechterung gibt) und würde die Therapie am liebsten sofort komplett abbrechen
wenn du jetzt noch Termine bekommst, dann nur damit du dich mit dem Abschied von der Therapie auseinandersetzen kannst
wenn andere Klienten bei ihm anfragen, wird die Therapie vielleicht komplett beendet und du kriegst gar keine Termine mehr bei ihm
also klammere dich bitte nicht an diesen Therapeuten!
er hat den Eindruck, dass eure Zusammenarbeit nicht fruchtbar ist, sondern sich im Gegenteil deine Lage (durch ihn) verschlimmert
ER KANN DIR NICHT HELFEN und deshalb kündigt er die Zusammenarbeit
alles andere wäre nicht logisch und nicht sinnvoll
Da mein Thera meint, dass es mir bei einem Kollegen nicht besser gehen würde (sonst hätte er mich gern überwiesen), muss ich mir selber jemanden suchen. Ich weiß nicht, ob es als "beenden" oder "abbrechen" gesehen wird. Wenn die Therapie beendet ist, muss ich 2 Jahre warten. Und gerade weil es mir schlechter, kann es das doch nicht sein. Wenn es also nur noch um das Verabschieden geht, dann weiss ich ehrlich gesagt nicht, über was ich bei den nächsten/letzten paar Terminen noch reden soll. Ich fürchte, das wird nicht für 50 Min. reichen.
Was hat er dir denn gesagt,
welche Fortschritte er von dir erwartet hat?
Rausschleichen bei Therapie?
So ne Art erpressen. Will er sehen, ob du nun seine Ratschläge befolgst.
- Hast du als Patient nicht genug mitgearbeitet.
- Oder hat er dir nicht richtig erklärt?
- Oder muss er nach 2 Jahren der Krankenkasse was nachweisen?
Irgendwas passt da nicht.
Angst aushalten sicher nicht.
Sondern dort lernen sie zu verlernen.
An Muschel287
Gerne beantworte und erkläre ich dir die letzte Frage, deine Diagnosen, usw.
Sende mir dafür eine Freundschaftsanfrage.
Das ist es ja. Er sagt ja nichts und ich rede über alles mögliche. Das wollte ich ihm begreiflich machen. Aber er meinte, dass er mit mir schon mehr redet, als mit anderen Patienten. Er ist ziemlich ärgerlich gewesen. Vielleicht hat ihn meine "Kritik" (so war es aber nicht gemeint) dazu bewogen, die Therapie zu beenden.
Einen Therapeuten darf Kritik nicht beeinflussen.
Wenn ich deine Frage und diesen Kommentar lese, komme ich zur Erkenntnis, dass du dich selbst heilen könntest. Dass aber der Therapeut dir das nicht sagte, weil du ihm ja Geld eingebracht hast.
Weshalb warst du dort?
Ich war dort wegen Ängsten und Depressionen (abhängige Persönlichkeitsstörung). Wenn ich mich selbst heilen könnte, wieso war ich dann, als alles begann (vor 4 Jahren) in der Psychiatrie und habe danach 3 Therapien gemacht?
Das ist aber traurig. Er wird dafür bezahlt. Ich habe auch manchmal keine Lust auf meine Arbeit, wenn ich keine Erfolge sehe.