Wie kann es sein dass manche Leute kein Blut sehen können?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi! Das beruht auf einer tiefen Urangst des Menschen. Blut signalisiert Gefahr, weil dieser Anblick (vor allem fließendes Blut oder größere Blutmengen) mit Verbluten assoziert ist. (Nicht zufällig ist Rot eine Signalfarbe.) Daher reagiert der Körper beim Anblick von Blut unbewußt mit einer Art Schock, Kreislauf, Herzschlag und Blutdruck werden heruntergefahren (um das Verbluten zu verhindern (diese Reaktion tritt auch ein, wenn wir nicht selber von einer Verletzung betroffen sind, das funktioniert über die sogenannten Spiegelneuronen, die unter anderem auch dafür verantwortlich sind, daß wir Mitleid empfinden können, weil wir das Leiden anderer dadurch bis zu einem gewissen Grad selber empfinden)), es kommt zu Übelkeit, fahler Gesichtsfarbe, Schweißausbruch, eben wie bei einem Schock oder einem Kreislaufkollaps. Im Extremfall versackt das Blut in den Beinen und der Betreffende fällt in Ohnmacht, weil das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet wird. Bei manchen Menschen genügt es allerdings bereits, wenn sie auch nur einen Tropfen Blut sehen, um in Ohnmacht zu fallen oder in Panik auszubrechen. In diesem Fall handelt es sich um eine "Blutphobie", die, wie alle Phobien, psychische Ursachen haben (etwa eine stark blutende Wunde am eigenen Leib oder auch der Anblick von schweren blutenden Verletzungen bei anderen in der Kindheit). Bei Anblick von Blut Kreislaufprobleme zu bekommen oder gar in Ohnmacht zu fallen ist also eine refelxartige Reaktion, die tief in uns verwurzelt ist und auch nicht bewußt gesteuert werden kann. Manche reagieren hier natürlich empfindlicher als andere, aber kaum jemanden wird der Anblick von Blut gänzlich unberührt lassen, es sei denn, er ist (etwa durch den Beruf (Ärzte z. B.)) diesen Anblick gewöhnt und daher schon abgestumpft. LG

erst mal DANKE!

aber was haben die Menschen anderst, die blut sehen können?

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@Computergott

Bitte! Wie ich schon geschrieben habe: das hängt mit der Empathie (dem Einfühlungsvermögen) zusammen, und dieses wiederum hängt ab von der Anzahl der Spiegelneuronen. Menschen, die sich nicht in andere hineinversetzen können (und das funktioniert nicht bewußt, sondern ist anlagebedingt), reagieren insgesamt unsensibler auf die Zustände der Mitmenschen, empfinden also unter anderem weniger Mitleid und haben auch wesentlich weniger Probleme, wenn sie Blut sehen. Die andere Möglichkeit ist, daß sie sich im Lauf des Lebens an den Anblick von Blut gewöhnt haben. Was z. B. bei Sanitätern, Ärzten und hier besonders natürlich Chirurgen der Fall ist. Es wäre ja wirklich fatal, wenn Chirurgen bei jeder Operation in Ohnmacht fallen würden :).

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@whynot63

Es wäre ja wirklich fatal, wenn Chirurgen bei jeder Operation in Ohnmacht fallen würden :).

coole Vorstellung!!!! XD

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@whynot63

Das hat auch nichts mit Empathie zu tun! Es ist genetisch bedingt und die Natur hat es so festgelegt, dass es nur bei einer bestimmten Anzahl von Menschen vorkommt, so dass die Gruppe der Steinzeitmenschen überlebte: die eine Hälfte rannte weg und der andere Teil der Gruppe fiel in Ohnmacht! Und das geschah auch nicht aus Empathie, sondern wurde genetisch so angelegt, damit die Gruppe überlebte!

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Die Ärzte können nicht abgestumpft werden, wenn es genetisch bedingt schon Spiegelneuronen gibt, die das auslösen! Es ist wohl eher so, dass die, die kein Blut sehen können, dann gar nicht erst Arzt werden!

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@Bluebird555

Da irrst Du Dich aber! Was glaubst Du, wie viele Medizinstudenten bei den ersten Konfrontationen mit Blut den Raum verlassen - und dennoch Ärztinnen und Ärzte werden. Es gibt ja auch Leute, die sich, sind sie dauernd damit konfrontiert, etwa auch an Gestank gewöhnen. Während z. B. ein Bauer, der in den Schweinestall geht, den Geruch nicht einmal mehr wahrnimmt, bekommen andere, die daran nicht gewöhnt sind, schon in der Nähe eines Schweinestalls Übelkeit und Würgereiz und ergreifen die Flucht, manche Richtung "Weit-weg", manche Richtung WC ... Auch lösen Spiegelneuronen nicht unmittel diesen Reflex aus (um etwa beim Anblick einer blutenden Wunde am eigene Körper in Ohnmacht zu fallen oder zumindest ein flaues Gefühl zu bekommen, bedarf es gar keiner Spiegelneuronen, sondern diese erfüllen den Zweck, sich in andere hineinversetzen zu können, eben Empathievermögen, Mitgefühl im wahrsten Sinne des Wortes zu haben). Spiegelneuronen führen nur dazu, daß man sich in die Situation des anderen hinversetzt fühlt und sich in diesem Fall dann unbewußt selber als der Blutende empfindet, wodurch eben der Reflex ausgelöst wird.

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@whynot63

Also, die, die generell Angst vor Blut haben, werden ja dann nicht mal eben sagen: Ich will Mediziner werden - so als hätten sie dann kein Problem mehr mit Blut! Das sollte heißen: Dass wohl die, die diese 'Blutphobie' haben, wohl nicht gerade das große Bestreben haben, Arzt zu werden! Es kann natürlich sein, dass bei den Medizinstudenten dann dennoch welche dabei sind, die beim Anblick von Blut oder beim Zerschneiden der ersten Leiche in Ohnmacht fallen! Aber das ist dann wohl eher der Schock der ersten direkten Konfrontation mit dem Thema und nicht weil sie schon ihr Leben lang die Blutphobie hatten!

Der Landwirt ist ein sehr hinkender Vergleich weil die meisten Landwirte schon auf dem Bauernhof aufgewachsen sind oder zumindest in einer ländlichen Region und ihnen die 'Landluft' bekannt ist! Und für diese Landluft gibt es da auch 'Spiegelneuronen'?

Und gewöhnen sich die Medizinstudenten dann ihre Spiegelneuronen um oder programmieren sie ihre Blutphobie um, die ja laut Wissenschaft in den Genen festgelegt ist!

Aber ich weiß, Sie reden nur gerne gegen! Keiner darf eine andere Meinung haben. Wie dumm von mir, dass ich dem Fragesteller auf Nachfrage empfohlen hatte, Ihnen die Auszeichnung für die beste Antwort zu geben, weil sie es erklärt haben - aber andere Erklärungen können Sie nicht akzeptieren. Es gibt nur ihre eigen Meinung!

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Danke für die Antwort! DH + Stern!

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Das kann an einer echten Phobie liegen, diese kommt allerdings nur selten vor. Meistens handet es sich dabei eine natürliche, genetisch bedingte Abneigung.

Es gibt Psychologen, welche dieses Phänomen damit erklären, weil Verletzungen des eigenen Körpers und anderer Körper für unsere Fortpflanzung generell gefährlich sind.Und ein angeborener (von Generation zu Generation) vererbter Instinkt, die Ursache für eine durch Blutsehen hervorgerufene Übelkeit bewirken kann.

Warum das so ist ... und vor allem weshalb sich der Anblick von Blut nicht bei jedem Menschen gleich auswirkt ... darüber gibt es keine gesicherten Erkenntnisse ... Menschen sind eben verschieden ... und ... so reagieren sie auch, sowohl bewusst als auch unbewusst.

Es gibt Menschen, welche zu den sogenannten "Sensations Seekers" gehören ... dazu zählen unter anderem auch Extremsportler ... Extrembergsteiger ... etc.oder einfach nur Streetrunner ... ;-)

Während andere nicht das geringste Bedürfnis verspüren. ihr Leben und sich selbst derartigen Risiken auszusetzen ... ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=NX7QNWEGcNI

http://www.youtube.com/watch?v=NX7QNWEGcNI

Kann man dagegen irgendwas machen ? Ich habe auch das Problem dass mir echt schnell mein Kreislauf zusammenbricht wenn ich auch nur eine relativ bedenklose wunde sehe. Bei anderen hingegen habe ich kein Problem. Aber es ist einfach ziemlich mies wenn nicht die Wunde das Problem ist sonster ich schauen muss dass ich bei Bewusstsein bleibe . Gib es da irgendeine Möglichkeit von diese blutangst Abschied zu nehmen?

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