Wie fühlt sich „angstlösend“ an?

13 Antworten

Wenn man es rein auf die Angstlösende Komponente eines Benzodiazepins abgesehen hat, verschreibt man normalerweise Lorazepam (Tavor), weil es kaum sediert. Alprazolam (Xanax) sediert recht stark. In der Praxis sieht das dann so aus:

Man hängt einfach mit einem Schlafzimmerblick rum. Einem ist alles ziemlich egal weil man dicht ist. Man trennt sich son bisschen von seinem regulären Gefühlsempfinden, man kann es fast Gehirnurlaub nennen. Sie werden deswegen auch häufig bei Depressionen oder Traumata eingesetzt.

Benzodiazepine wie Xanax sind sehr ungeeignet um eine Spinnenphobie zu behandeln, denn es gibt keine Substanzen die abhängiger machen. Benzodiazepine werden nur bei akuten Panikanfällen und starken Ängsten verordnet und das auch nur für kurze Zeit aufgrund des hohen Abhängigkeitspotential. Dazu zählt aber nicht die Angst vor einer Spinne, sondern sie Angst vorm Tod.

Viele Menschen verwenden Benzodiazepine missbräuchlich,um eine berauschende Wirkung zu erzielen. Wenn man also vorher keine Angst hat wird man sehr entspannt, denn Benzodiazepine wirken muskelrelaxierend, man wird müde und träge. Außerdem ist das Schmerzempfinden herbabgesetzt und man schwankt etwas beim laufen/fühlt sich schwummrig etc. Ähnliche wie beim Alkohol. Ich kenne jemanden, der es immer mal ohne Angst genommen hat und berichtete man hat nicht nur keine Angst,sondern fängt auch an zu klauen (natürlich nicht jeder), weil es einem egal ist und man keine Angst hat erwischt zu werden. Er hat aber nicht oft und keine teuren Sachen geklaut, mal was im Supermarkt.

Ich habe Benzodiazepine bis jetzt immer nur bei starken Ängsten konsumiert. Ich hatte 2 Jahre lang eine Angststörung, die war letzten Sommer so schlimm das ich es nicht ausgehalten hab, die absolute Hölle. Ich hab mir Valium und nicht Xanax auch ein Benzodiazepin unter die Zunge gelegt und es auflösen lassen denn dann wirkt es in wenigen Minuten. Ich war sofort angstfrei und entspannt und habe genossen keine Angst haben zu müssen, das ich sterbe.

Benzos behandeln allerdings nur die Symptome und nicht die Ursachen, deshalb keine geeignete Therapie. Für den Notfall aber ein Segen. Aber nicht bei der Phobie von Spinnen. LG

Xanax ist der US-Markenname für den Wirkstoff Alprazolam und ein Medikament aus der Gruppe der sogenannten Benzodiazepine. In Deutschland wird es vorwiegend unter dem Markennamen Tafil vertrieben. Wie alle Benzodiazepine wirkt Alprazolam angstlösend, beruhigend, entspannend, schlaffördernd, antiepileptisch und muskelrelaxierend. Bei Xanax (also Alprazolam) steht die angstlösende Komponente eindeutig im Vordergrund bzw. ist das Medikament bekannt dafür, dass die anderen benzodiazepintypischen Effekte vergleichsweise eher schwach ausgeprägt sind.

Wichtig zu verstehen ist, dass mit der angstlösenden Wirkung eine medizinisch relevante und nicht eine alltägliche Angst gemeint ist. Wer keine Angstzustände im medizinischen Sinne hat (wie z.B. Panikattacken etc.) der wird einfach relaxter und ein wenig müde. Bei Personen mit klinischen Ängsten wirken diese Medikamente jedoch Wunder. In wiefern sie auch bei isolierten Phobien (z.B. Arachnophobie/Angst vor Spinnen) ist umstritten. Die allgemeine Angst geht oft nicht weg, jedoch verhindert das Medikament allfällige Panikattacken.

Wie die Tablette aussieht ist egal, wichtig ist wie viele Milligramm Alprazolam sie enthält. Die Standartdosis beträgt in der Regel 0.5mg, bei schweren Beschwerden 1mg. Meist reichen 0.25mg jedoch aus, insbesondere wenn man sich Benzodiazepine nicht gewöhnt ist.

Bedenke, dass sämtliche Benzodiazepine Notfallmedikamente sind. Bei längerem und regelmässigem Konsum (nach ca. 4-6 Wochen) machen sie schwer körperlich und psychisch Abhängig.

Fachinformationen zu Alprazolam (Xanax) findest du hier.

An Deiner Stelle würde ich in der Apotheke anrufen oder hingehen und fragen.

Du denkst nicht so weit, dass das Angstgefühl die Oberhand gewinnt. Statt dessen ist Dein Körpergefühl, das Du als reale Bedrohung interpretierst, unterhalb der Grenze, bei der Du in Panik gerätst.

Tatsächlich ist der Zusammenhang zwischen Körperhaltung, Körpergefühl und Stimmung deutlich stärker, als wir manchmal glauben.

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