Wie fördern Bäume Wasse aus der Erde bis in die Blattspitzen der Baumkrone?

7 Antworten

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Aktiver Wassertransport (Frühjahr)

Da noch keine Blätter vorhanden sind, wird über den Wurzeldruck, d. h. unter Energieverbrauch (ATP) aktiv Wasser in die Wurzeln transportiert.

ODER

Passiver Wassertransport

  1. Osmose
  2. Transpiration

Blätter haben Spaltöffnungen, über die sie

Wasserdampf

an die Umgebung abgeben. Die Öffnung der Spaltöffnung wird durch verschiedene Faktoren reguliert.

Grob lässt sich sagen:

  • Scheint die Sonne + die Luft ist trocken, dann wird relativ viel Wasser abgegeben. 
  • Wolkig, hohe Luftfeuchte, dann wird eher wenig Wasser abgegeben.

=> Der "Wassermangel" im Blatt lässt einen Sog entstehen, der Wasser aus den umliegenden Zellen "anzieht". Man stelle sich einen Wasserfaden vor, H2O Moleküle in einer Kette.

=>Wasser ist ein Dipol , zwischen den Molekülen wirkt KOHÄSION, d. h. die ziehen sich gegenseitig sozusagen wie Magnete an. Der Wasserfaden ist extrem stabil! 

Erst bei enormer Trockenheit und/oder Hitze reißt dieser Faden. Dann kollabieren im Extremfall die Wasserleitungsbahnen der Bäume, das kann man dann sogar hören: Feine Ohren und Naturverbundenheit helfen :)

PS Der Kapillareffekt spielt sicher auch eine Rolle. Da ist ADHÄSION die treibende Kraft.

So wirklich verstanden hat die Wissenschaft das noch nicht. Auch wenn es immer viele einfache Teilerklärungen gibt, kommt dann doch wieder ein Baum um die Ecke der es besser kann. Das Geheimnis liegt im Zusammanspiel ganz vieler Tricks über die ganze Pflanze verteilt. ZB Wurzeldruck durch Membranen, Pilzkooperation & Konzentrationsunterschiede. Dann haben sie noch Rückschlagventile in den Leitungen. 2 getrennte Gefäßsysteme. Die Verdunstung in den Blättern hilft, aber das ist nicht wirklich Unterdruck im Stamm. Würde ja sonst zischen wenn du ein Loch bohrst😏. Ich hab immer wieder großen Respekt vor der Perfektion mancher Pflanzen!

ja da ist was wahres dran. Es ist auch so erstanlich das ein so riesiges Lebewesen so wenig Wasser benötigt das man nichtmal welches gewinnen kann wenn man ein Loch bohrt oder eben etwas absägt.
Und dann ist es ja auch so das sich im Baum eher Harz befindet, der Baum also das Wasser ja auch noch dickflüssig macht was dazu führt das es noch schlechter transportiert werden kann.

Ja Kapillarwirkung scheint eine anfängliche Erklärung zu sein. Aber wie läuft das dann im Winter wenn es keine Blätter gibt über die das Wasser "verdampfen" kann!?
Ich finde das diese Lösungsansätze sicherlich richtig sind aber die vollendete Erklärung ist es sicher nicht!

Pflanzen sich echt ein Wunder! Auch wenn man manche Gräser anschaut und Blumen anschaut, haben keinerlei Muskeln könne aber Blätter und Blüten aufrichten und schließen etc.

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Google mal was eine Birke pro Tag Wasser zieht. Du wirst staunen. Und die Pflanzen haben doch Muskeln. Der Muskel ist ihre Fähigkeit Wasser zu managen. Also Hydraulik wie beim Bagger oder der Bremse vom Auto

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Es ist wirklich die Kapillarwirkung, die das Wasser nach oben befördert. Da passiert das gleiche, wie wenn du ein Stück Löschpapier an einem Ende in Wasser tauchst: Du kannst dabei zusehen, wie das Wasser langsam immer weiter nach oben steigt.

jepp kapillarwirkung ist quasi wie ein schwamm der sich mit wasser vollsaugt.

aber der trick liegt in den blättern. Durch die verdunstet nämlich das wasser in den blättern. Was entsprechend einen unterdruck erzeugt und somit eine saugende Wirkung was zu einem wasserfluss durch den baum führt und somit nährstoffe transportiert.

Kapillarwirkung ist das Stichwort. Google erklärt die Details.

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