Wie erledige ich diese aufgabe?

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3 Antworten

Natürliche Auslese (Selektion)

Ein Beispiel für das Zusammenwirken von Mutation und Auslese findet man beim Birkenspanner (Biston betularia).

In Gebieten mit hoher Industrialisierung und damit in der Regel
stärkerer Luftverschmutzung findet man vorwiegend Bäume, die kaum oder keinen Flechtenbewuchs zeigen und darüber hinaus durch Ruß- und
Staubablagerungen eher dunkel gefärbt sind. In solchen Gebieten fand man ein deutlich stärkeres Auftreten der dunkleren Form und ein geringeres
Auftreten der hellen Form. Diese Erscheinung bezeichnet man als Industriemelanismus.Die hell gefärbten Flechten bedecken normalerweise die Baumrinde und sind ein sogenannter Bioindikator für saubere Luft. Demgegenüber ist die Verteilung in gering oder unbelasteten Gebieten eher umgekehrt.
Offensichtlich wird jeweils die Mutante durch Fressfeinde, in der Regel
Vögel, reduziert, die sich deutlich vom Untergrund abhebt, während die
andere durch die gute Tarnung eher übersehen wird und somit überlebt.
Die überlebenden Tiere können sich dann fortpflanzen. So kommt es dazu,
dass in der nächsten Generation mehr Tiere der Form da sind, die sich
besser an die jeweilige Umwelt angepasst zeigt.

aus: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie/artikel/selektion

Langfristig können sich bestimmte Genveränderungen als nützlich erweisen - in diesem Falle sogar überlebensförderlich - so dass diese in der Gesamtpopulation erhalten bleiben. Wenn sich die Umweltbedingungen ändern - weniger Luftverschmutzung durch Fltleranlage etc. - kann eine Mutation, weil diese gar nicht so selten sind, mit entsprechender Auslese wieder zu mehr weißen Birkenspannern führen. Es handelt sich um eine gerichtete Selektion. Die Farbvariantion wird durch Melanin ermöglicht.

Mehr und ausführlich zu verschiedenen Arten von Selektion mit guten Beispielen auch zum Birkenspanner und Abbildungen findet du hier:  http://www.bio-kompakt.de/evolution/grundlagen/selektion

Ist sehr zu empfehlen und lässt sich auch ausdrucken.

Und, konnte ich dir helfen?

Gruß seniorix

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birkenspanner gibt es in hell und in dunkel. dies ist quasi eine tarnung. helle können sich auf hellen bäumen gut verstecken, dunkle auf dunklen bäumen.

da der wald verrust ist, sind die bäume vornehmlich dunkel. die dunklen haben es also leichter. die hellen können sind auffälliger und fallen eher beutetieren zum fraß vor

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Wäre noch zu ergänzen:
Die farbliche Ausprägung entspringt den systemimmanent vorhandenen, genetisch MÖGLICHEN Variationen dieses Lebewesens, u.a. wohl beeinflußt von Umweltstressoren.

Sieh dazu "Das kooperative Gen" von Joachim Bauer.

cheerio

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