Wie entstehen Diamanten und was heißt "Diamant" überhaupt?

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Diamanten entstanden im Erdinneren durch Einwirkung äußerst hoher Temperaturen und großen Druckes (über 1000 ° C und etwa 40000 Bar) auf Kohlenstoff, der vermutlich aus Überresten organischer Substanzen stammte. Sie können inzwischen auch synthetisch hergestellt werden. Das Wort stammt vom griechischen Wort ó adámas, „der Unbezwingbare“ (wegen der unübertrefflichen Härte). Im Epos "Ilias" von Homer heißt so ein Kämpfer, der dann aber unterliegt. Im Gedicht "Theogonie" verwendet Hesiod das Wort für grauen Stahl, aus dem eine Sichel besteht, mit der im Mythos der Gott Uranos entmannt wird. Platon und Theophrast verwendeten den Namen dann für aus Indien eingeführte Diamanten. Der Name ging dann ins Lateinische über, bei Vergil und Ovid noch in der alten Bedeutung "Stahl", bei Plinius in naturwissenschaftlichen Schriften in der neuen Bedeutung "Diamant". Im Mittelalter ist in einer Volksetymologie das Wort abgewandelt worden. Das griechische Präfix "dia-" (= "durch-") wurde "adamantis" (Genitiv von adamas) vorangestellt, vermutlich wegen der hohen Reinheit und Lichtdurchlässigkeit des Steins. So entstand das spätlateinische "diamas" (Akkusativ: "diamantem).
Aus dem vulgärlateinischen "(a)diamante" wurde im Altfranzösischen ein "diamant", bei Walther von der Vogelweide ein "diemant", bei Luther über die altfranzösische Nebenform "demande" das bis heute fortlebende "Demant"; erst im 18. Jahrhundert hat sich die italienische Form "diamante" auch in unserer Sprache durchgesetzt. Ein Bericht über die Erforschung der Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum von 2003 enthält einige interessante Angaben: http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/19997/

Pflanzen werden unter hohem Druck erst zu Torf, dann zu Braunkohle, dann zu Steinkohle und schliesslich bei entsprechend sehr hohem Druck und grosser Hitze zu Diamanten - und das alles in nur "wenigen" Millionen Jahren.

DIAMANTEN Diamanten sind vor Jahrmilliarden im Erdinneren bei großer Hitze und unter hohen Druck entstanden. In der späteren Erdschichte gelangten sie durch Vulkantätigkeit an die Erdoberfläche und blieben in den Schloten, dem sog Klimberlit, zurück. KEINE ZWEI DIAMANTEN SIND GLEICH, AUCH WENN SIE DEM BLOßEN AUGE IDENTISCH ERSCHEINEN.

DIAMANTEN SIND DIE HÄRTESTE NATÜRLICHE SUBSTANZ AUF DER ERDE. Ein Diamant hat eine sehr hohe Lichtbrechung und einen starken Glanz gepaart mit einer auffallenden Dispersion, weshalb er traditionell als Edelstein geschliffen wird .Ein besonders charakteristische – und für Diamanten die mit Abstand häufigste – Schliffform ist der BRILLANTSCHLIFF. Ab 1910 zeigt der Brillantschliff das Feuer eines DIAMANTEN. Seine Merkmale sind mindestens 32 Facetten und die Tafel im Oberteil, eine kreisrunde Rundiste , sowie mindestens 24 Facetten im Unterteil. Nur derartige geschliffene Diamanten dürfen als Brillanten bezeichnet werden. Nur ein VIERTEL aller Diamanten ist qualitativ überhaupt als Schmuckstein geeignet. Davon wieder erfüllt nur ein kleiner Bruchteil die Kriterien, die heute an Schmucksteine gestellt werden.

Die Qualität eines geschliffenen Diamanten, sein Preis und letztlich seine EINZIGARTIGKEIT werden von den 4C bestimmt CARAT – GEWICHT COLOUR – FARBE
CLARITY – REINHEIT CUT – SCHLIFF

Diamanten entstanden im Laufe der Erdgeschichte aus Kohlenstoff unter großen Druckverhältnissen unter der Erde. Heute kann mann auch industriell Diamanten für Werkzeuge hergestellen. Ein Unternehmen in den USA fertigt aus der Asche von Verstorbenen Diamanten, die sich Angehörige in einem Schmuckstück verarbeiten lassen können. Das ist ein aufwändiger und teurer "Spaß", aber ziemlich abgefahren.

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