Welche Sprache würdest du gern in der Schule einführen?

9 Antworten

Deutsche Gebärdensprache als studienqualifizierende zweitsprache.

Erstens In den USA gehört die Amerikanische Gebärdensprache zu den beliebtesten Sprachen. Das sollte hier nicht anders werden.

Zweitens Gehörlose müssen neben ihrer eigenen Sprache Schriftdeutsch lernen. Hamnosys oder Sutton zum notieren. Dazu erst und zweitsprache. Das ist ohnehin hart und unfair und doch etwas mehr als wir. Viele lernen dazu noch im Laufe des Lebens ASL und IS.

Dazu kommt der Knaller die KMK sperrt sich gegen weitere Studienstandorte also haben Gehörlose auch viel zu wenig Lehrer die DGS können. Und auf einen Dolmetscher muss man Wochen warten.

In den USA ist Gebärdensprache studienqualifizieren in Deutschland wird es von der Kultusministerkonferenz kategorisch blockiert.

Lustigerweise gibt es aber ein Curriculum für DGS als Wahl bzw. Wahlpfichtfach. Also so wie Häkeln oder kochen. Aber DGS wird nirgendwo angeboten. Wie sollte es auch funktionieren wenn man den Muttersprachlern das Studieren so schwer macht.

Da kommt man nur raus, wenn man den Gehörlosen DGS als Zweitsprache anerkennt. Und man hat damit auch ganz viele Sprecher aus den Schulen. Und generiert wesentlich bessere Dolmetscher an den Unis oder in der Dolmetscherausbildung. Eine Fremdsprachen in wenigen Semestern zu studieren ist immer hart.

DGS ist eine vollwertige wundervolle Sprache, die ganz anders funktioniert als man denkt. Eine echte Bereicherung, die riesen Spaß macht. Kein Wunder, dass sie in den USA so beliebt ist. Ich kann nur empfehlen sie zu lernen. Aber Vorsicht man wird abhängig.


qirimimo  23.09.2025, 19:01

Ich denke haber nicht das sich viele Schüler dafür intressieren würden, und finde den Nutzen auch recht gering.

Es gibt ja garnicht soviele Gehörlose, und viele Gehörlosen können ja heute Cochlea-Implantaten versorgt werden und können dann zumindest mehr oder weniger auch normale Sprache verstehen.

Und solange man keine Gehörlosen und engen Freundeskreis hat, macht es garkeinen Sinn. Im Kollegenkreise oder im Verein kann man ja notfalls auch komplett über WhatsApp und Telegram Nachrichten kommunizieren. Oder über Magic Boards.

Und selbst gegenüber Gehörlosen könnte man die Gehörlosensprache nur dann anwenden wenn man sich direkt trifft und gegenübersteht. Selbst in einem Videocall könnte man sie nur dann einsetzen wenn es hell genug ist, man sitzt oder steht, und einen Stellplatz fürs Handy hat. Unterwegs im Auto ohne Stellplatz fürs Handy oder liegend im Bett geht es ja überall nicht.

Ich denke, dass Englisch erst mal viel weiter fokussiert werden sollte. Es ist viel wichtig, dass man Englisch richtig gut kann, als dass man viele Sprachen ein bisschen kann. Also sollte es verpflichtend ab der ersten Klasse sein und nicht nur im Englischunterricht gesprochen werden, sondern in mehreren Fächern.


qirimimo  24.09.2025, 23:36

Ich wäre eher für das Gegenteil, das man Englisch wie auch Deutsch nach der 9. Klasse ablegen könnte. Bis zur 9. Klasse sollte man schon B1 Level erreicht haben, und das reicht eigentlich für fast Alles.

Wenn es um berufliche Tätigkeiten geht, dann sind da oft eh viele Fachbegriffe enthalten, und das muss man so oder so dann im Studium oder auf den Karriereweg lernen. Und man lernt ja auch nebenbei im Rahmen seines Berufs das was man an Englisch braucht weil man es so oder so aufschnappt.

Und wenn man ein paar Grammatikfehler macht, wie z.B. since / for oder much / many Verwechslungen dann ist das Schlimm, und fällt den meisten Leuten, vorallem nicht Muttersprachlern eh nicht auf.

Zumindest für Bayern ideal finden würde ich:

Deutsch nur noch 1. bis 7. Klasse
Englisch nur noch 3. bis 10. Klasse

Wahlweise Türkisch oder Tschechisch von der 6. bis mindestens 11. Klasse
Wahlweise Französisch oder Russisch mindestens in der 11. Klasse

Wenn Deutsch in der 7. und Englisch in der 10. Klasse enden könnte man es ja mit 6 Wochenstunden, idealerweise 3 Doppelstunden erteilen. Da könnte man dann durchaus in einem Jahr viel erreichen.

Für die Oberstufe könnte sich dann die Schüler selbst entscheiden ob sie mit beiden Fremdprachen oder nur einer der beiden Fremdsprachen in Oberstufe gehen.

Denke die meisten Schüler würden entweder Türkisch & Französisch oder Tschechisch & Russisch kombinieren. Aber Türkisch & Russisch oder Tschechisch und Französisch wären natürlich genauso möglich.

Aktuell gar keine, viele Schüler können heute nicht einmal vernünftig Deutsch und sind mit Englisch als Zusatzsprache schon komplett überfordert.


buggless  23.09.2025, 10:02

Also hier haben wir haben wir einen hohen Ausländeranteil. Da kommt man nur mit Anpassungskursen raus. Leider heißt die Lösung hier Sitzen bleiben, Abschlüsse nicht erreichen. Oder Bußgeldbescheide welche die Eltern nicht lesen können, wenn jemand schwänzt, weil er nichts mitbekommt und einfach nicht mehr kann. Das es bei Deutschen oft kein vernünftiges Deutsch und Englisch gibt, meinetwegen auch Mathe, das war schon immer so und hängt vom Niveau ab. Hat sich in Sachen Englisch aber erheblich durch Social Media entschärft.

Sobald wir Autisten einen eigenen Autistenstaat haben und eine eigene Sprache, dann diese, dann Englisch und dann kann man wählen zwischen den meistgesprochenen Sprachen wie Spanisch, Französisch, Deutsch, Russisch, Chinesisch etc.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – https://www.autisten-partei.com