Welche sind die Grundgedanken der Verfahrensgerechtigkeit?

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1 Antwort

Prozedurale Gerechtigkeit bezieht sich auf den Prozess, der zu einem bestimmten Ergebnis - materialer Gerechtigkeit führt, also z.B. dazu, dass jeder das erhält, was seinen Leistungen entspricht. Verfahrensregeln gibt es z.B. bei der Rentenversicherung, die die Höhe der Rente u.a. an die Jahre der Beitragszahlung und die Höhe der Beitragszahlungen koppelt. Entsprechend ist die Anrechung von Erziehungszeiten und dergleichen ein Bruch der prozeduralen Gerechtigkeit, weil eine Auszahlung unabhängig von der jeweiligen Leistung erfolgt.

Prozedurale Gerechtigkeit soll z.B. auch vor Gericht durch den Grundsatz "ohne Ansehen der Person" hergestellt werden, so dass jeder über bestimmte Rechtsregeln bei der Strafhöhe ankommt, die seiner Straftat entspricht usw.

Kurz: Prozedurale Gerechtigkeit oder Verfahrensgerechtigkeit ist darauf gerichtet, durch Verfahrensregeln eine gerechte Verteilung zu erreichen, wobei eine gerechte Verteilung dann vorliegt, wenn die Auszahlung der Leistung relativ zur Auszahlung anderer, relativ zu deren Leistung, entspricht.

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