Welche Gemeinsamkeiten verbinden die antiken Griechen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Frage ist etwas umständlich gestellt, weil es "Die Griechen" damals noch gar nicht gab. "Griechen" ist ein Kulturbegriff, den wir aus heutiger Sicht natürlich nicht mehr hinterfagen - du bist und fühlst dich warscheinlich auch als "Deutsche".

Im Altertum sah das aber noch anders aus. Hier war man nicht durch seine Kultur verbunden, sondern durch seine genaue Herkunft. Man hat sich damals nicht als Grieche gesehen, sondern als Athener, Spartaner, Thebaner, Korinther oder Pergamener - also man definierte seine Identität über die Stadt, aus der man kam (Staatenwelt der Poleis).

Der kulturelle Zusammenhalt zeigte sich bei den Griechen aber in der Zeit der Perserkriege: Durch die Bedrohung durch einen äußeren Feind schlossen sich die Griechen zu einem Zweckbündnis zusammen, um die Invasionsarmeen des Dareios und Xerxes aufzuhalten.

Die kulturellen Merkmale der Griechen, die sie alle gemeinsam hatten, waren vor allem ihre Religion (der Pantheon um Göttervater Zeus) und ihre gemeinsame Sprache.

Außerdem (mit der Bitte um Korrektur, falls nötig):

  • Naturwissenschaftliche Erkenntnisse und Stand der Technik
  • Die gemeinsame und übereinstimmende Einteilung der bekannten Welt in Kulturvölker und Barbaren
  • Architektur (unter Vorbehalt)
  • Formen der Unterhaltungskultur (Schauspiel, Komödie, Tragödie)
  • Ähnliche Bildungseinrichtungen für den Nachwuchs der Oberschicht
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@Pudelcolada

Schon alles irgendwie richtig, aber damit kannst du die Griechen nicht von anderen Völkern abgrenzen. Auch die Perser hatten eine gewisse Form der Unterhaltungskultur und Bildungseinrichtungen, Die Ägypter außerdem eine weit fortschrittlichere Technik und Wissenschaft, die Römer eine ausgefeiltere Architektur und ein Barbarenbild, in dem auch die Griechen zu den Barbaren zählten (wenn auch vielleicht nicht als ganz so barbarisch wie die Germanen).

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@MarkusKapunkt

Ja, in die Richtung dachte ich zuerst ja auch...

Aber dann wieder dachte ich, dass Du den griechischen Pantheon als Merkmal angeführt hast, den die Römer ja übernommen und mit eigenen Namen belegt haben, genauso den Grundgedanken des "Stadtstaates" als politisches und kulturelles Prinzip.

Davon ausgehend kam ich auf weitere Gemeinsamkeiten wie etwa die Form und Organisation von Bildungseinrichtungen und Bühnenstücken. Klar besaßen auch andere Völker diese Errungenschaften, aber eben... anders.

Und unabhängig davon, ob es weiter entwickelte Standards von Technik und Wissenschaft gab, befand sich doch m.W.n. der antike hellenistische Kulturkreis auf einem insgesamt gleichen Niveau.
Und das werte ich als ein gemeinsames Merkmal...

Wie erkläre ich meinen Gedankengang nur besser?

Ganz absurdes Beispiel:
Die Gemeinsamkeit von benzinbetriebenen Motoren in Rasenmähern, Laubbläsern und Heckenscheren ist der Zweitakter, unabhängig davon, dass es auch andere, komplexere und leistungsfähigere Verbrennungsmotoren gibt.
Oder eben auch elektrobetriebene Gartengeräte.

Ist jetzt klarer, was ich meine, oder liege ich mit diesem Gedanken bei den antiken Griechen einfach nur völlig daneben?

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@MarkusKapunkt

@MarkusKapunkt: in der Frage ging es m.E. darum, welche Gemeinsamkeiten die antiken Griechen verbanden, und nicht, was sie von anderen Völkern abgrenzte. Insofern finde ich den Kommentar von Pudelcolada mehr als zutreffend. Auch deiner

Aussage, dass es "die Griechen" damals noch gar nicht gab, da sie sich über ihre Herkunft (Stadtstaat, Poleis) identifizierten und nicht über eine gemeinsame Identität, kann man anders sehen. Sie haben damals zwischen Hellenen und "Nicht-Hellenen" unterschieden.

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@rotreginak02

Erstens: Wenn man die Frage stellt, was uns verbindet, ist das automatisch die Frage, was uns von den anderen abgrenzt. Sprache und Religion sind dann die verbindenden Elemente, die nur wir gemeinsam haben, aber eben die anderen nicht. Sie verbinden uns deshalb, weil sie uns eine Identität schaffen - und darum ging es in der Frage. Das war meine eigene Interpretation, natürlich, aber das wird der Fragesteller sicher gemeint haben.

Zweitens: Definiere Damals. Vor den Perserkriegen und danach war es genau so, wie ich geschrieben habe. Da hat man die kulturelle Zusammengehörigkeit schnell wieder vergessen (siehe: Peloponnesischer Krieg).

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@MarkusKapunkt

aber das hat man doch in der antiken griechischen stadtstaaten geschichte immer getan

man kämpfte immer in irgendeiner art und weise untereinander sei es jetzt in einem bund oder allein 

doch kam ein feind von außen ein nicht grieche oder hellene dann kämpfte man gemeinsam gegen diesen feind

so kam es oft das sich feinde neben einander die schulter deckten 

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Dir fehlt für einen Vergleich eine zweite Partei..

Ich mein so allgemein

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@CordeliaAliceF

Welche Gemeinsamkeiten haben Griechen? Joah.. sie sind alle Griechen.. haben alle zwei Arme, zwei Beine... Worauf willst du hinaus?

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@1ueberfragter1

was denn für eine zweite partei?

die rede ist hier vom antiken griechenland da hast du tausende partein da es eine stadtstaaten gemeinschaft war

sie haben sich untereinander oft bekämpft doch kam jemand von außen ein nichtgrieche hat man alles getan um diesen zu vertreiben

gemeinsamkeiten waren

sport

philosophie

mythologie

götter und helden sagen

die einteilung der gesellschaft

struktur des militärs

oft die sprache wenn auch diese unterschiede (quasi dialekte wenn man es so nennen kann) aufwies

der freigeist den alle universität heute versuchen zu vermitteln

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Was sollen "antike Griechen" sein? Gab es da "Griechen" überhaupt?

ja

da sich selbst der zusammenschluss der stadtstaaten als griechen bezeichnete würde ich sagen das es griechen gab

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