Welche Funktion hat Gott?

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22 Antworten

Hallo ,

Ich versuche aus der Sichtweise eines Christen mich deiner Frage zu nähern, soweit ich ihr gerecht werden kann.

Zunächst einmal zum christlichen Verständnis von Gott:

Wir glauben, dass Gott die Grundlagen allen Lebens geschaffen hat, von ihm aus ging der anfängliche Impuls, der die Energie bereitstellte, sodass unser unendlich großes Universum nach und nach entstehen konnte.

Gott hat das Leben gewollt und zu seinem großen Projekt erhoben. Wo vorher nur leblose Materie war, konnte jetzt etwas eigenständiges sich entwickeln und ganz neue Formen annehmen.

Gott ist im Grunde das ultimative Elternhaus, der uns später in seine Schöpfung hereinstellte als seine Kinder. Er überlies uns die Freiheit und Chance sein Projekt mitzugestalten ( die Erde).

Evolution ist der Weg über den Gott womöglich die Vielfalt der Schöpfung ins Leben gerufen hat. Wir sind kein Zufallsprodukt eines Urschleims, sondern das gewollte Ergebnis eines Liebenden Ursprungs. Wie sonst fühlen Menschen so eine Sehnsucht nach Liebe, Menschlichkeit, Gerechtigkeit?ich glaube kaum dass eine lieblose Materie das alles hervorrufen kann, wo das doch ganz widersprüchlich zu dem steht, was allein die Evolutionstheorie für Aussagen macht.  

Gott ist für uns aber nicht nur der Erschaffer, sondern auch ein persönlicher Begleiter. Wir glauben, dass Gott in Beziehung mit seiner Schöpfung sein möchte. Und hat uns freigestellt, ob wir diese Zuneigung erwidern wollen.

Als Christen vertrauen wir darauf, dass Gott ganz persönlich im Leben des Einzelnen wirken kann, wenn wir es zulassen. Aus ihm schöpfen wir Kraft für unseren alltäglichen Herausforderungen. Mit ihm teilen wir die Ereignisse unseres Lebens, treten damit in aktive Beziehung zu ihm. Gott ist quasi Co. Autor unser Biografie. Er möchte dass unser Leben gelingt und gibt uns Hilfestellung. Das habe ich und auch viele andere bekannte von mir erfahren.

Gott ist der krisenfestes Fundament.
Eine Konstante im Leben, die sich nicht wie die Umwelt um uns herum in ständigen Wandel befindet. Er gibt uns Orientierung für erfülltes Dasein.

Wir lassen uns von Gott führen, in ganz wichtigen Entscheidungen suchen wir Gottes Rat. Weil er am besten weiß, was wir brauchen und wo wir hingehören, um in unserem Element zu sein.

Unsere Lebensziele möchten wir nach Gott ausrichten und überprüfen, ob das in seinem Sinne ist. Gottes Willen leiten wir ab an dem Geist und der Gestalt Jesus Christus aus der Bibel.

Auch unsere Moral ziehen wir aus Gottes Perspektive, der alle Menschen individuell und wertvoll geschaffen hat, an diesem Grundverständnis knüpft die Menschenwürde. All unsere Handlungen sollen vor allem dem Nächsten dienen, und nicht nur zum Selbstzweck.

Durch meinen Glaube habe ich eine höhere Verantwortung für mein Leben, und habe den starken Drang mich für andere einzusetzen und für die ganze Unwelt. Glaube setzte altruistische Kräfte frei.

Ich hoffe du hast nun einen tieferen Einblick in die Welt der Gläubigen.

Schönen Tag noch.  

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Gott wird als Ausrede benutzt. Als Ausrede etwas nicht zu wissen (Wie ist der Urknall entstanden? Kann man sagen: wissen wir noch nicht, denken wir gerade drüber nach. Kann man auch sagen: Das war Gott (und aufhören nachzudenken). Das ist halt eine unsinnige Erklärung, weil sich dann die Frage stellt: Wie ist Gott entstanden, aber einigen Leuten reicht das als Ausrede.

Es ist auch eine Ausrede, Verantwortung abzugeben... "Gott verlangt das es so gemacht wird"... "Gott sagt, ...".

Und das führt uns zum weiteren Punkt: Er (sie, es) ist ein Machtinstrument, denn wer "sein Wort deutet" hat damit Macht über die Leute die ihm hinterher rennen.

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Den Menschen der an diese supernaturale Entität glaubt herauszuführen aus der Mundanität in eine Transzendentalität ohne die er sich in diesem Leben ver-loren fühlt.

Oder:

Wenn der Stein in der Hand zu fliegen anfängt muss man aufpassen nicht mit fortgetragen zu werden.

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Gott  ist eine Erklärung für das Unbekannte, eine Rechtfertigung, Hoffnung, Trost und eine Quelle für moralische Werte, so scheint es zumindest.

Früher war Gott DIE Erklärung für alles. Keine gute Erklärung, eher ein Platzhalter für eine Erklärung oder eine Ausrede, um nicht nachforschen zu müssen und sich nicht der eigenen Unwissenheit stellen zu müssen. 
Bevor man wusste was Plattentektonik und Erosion sind, war es für alle Menschen klar, dass Gott die Berge aufgetürmt, Täler ausgehoben. Meere, Flüsse und Seen geschaffen hat. 
Bevor man die Methoden zur Bestimmung des Erdalter hatte, war jedem klar, dass sie erst ein paar tausend Jahre alt ist.
Bevor man etwas über die Entstehung von Planeten und Sternen aus den Überresten von Supernovae wusste, war jedem Klar, dass Gott die erde und die Sonne geschaffen hatte.
Bevor Darwin mit der Evolutionstheorie ankam war es für alle klar, dass Gott die ganzen Tiere und Pflanzen geschaffen hat.
Heute wissen wir es besser, Gott hat als Erklärung ausgedient. 
Auch unsere Wissenslücken lassen wir lieber mal frei, denn wenn man "Gott wars" als Erklärung akzeptiert, gibt es keinen Grund noch zu forschen. Dann gibt es auch keinen Fortschritt.

Eine Rechtfertigung ist Gott für alles, wofür man selbst nicht gerade stehen will. das trifft heute zwar nur auf eine Minderheit der Gläubigen zu, aber man findet immer irgendeine Textlstelle, die man so interpretieren kann, dass man alles Mögliche damit rechtfertigen kann. Die Islamisten, die Bomben zünden denken ebenso wie die Kreuzritter damals gedacht haben, dass sie in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes handeln.

Hoffnung kann ein Gott auch liefern, allerdings keine echte Hoffnung, wenn man die Unwahrscheinlichkeit seiner Existenz betrachtet. Für Menschen in Not reicht aber auch der winzigste Strohhalm und ist der Glaube stark genug, kommt einem der Strohhalm wie ein stabiles Seil vor. Die Hoffnung auf das erhören von gebeten, die Hoffnung auf ein leben nach dem Tod, in dem alles besser wird, daran glauben viele Leute.

Trost ist ähnlich wie Hoffnung, man kann sich mit der Hoffnung trösten. Wenn jemand stirbt, ist er im Himmel, wenn irgendwas wirklich beschissenes passiert kann es immer noch zu Gottes Plan gehören.

Man kann auch die Grundlage des Glaubens, also die jeweilige Schrift als Quelle für moralische Werte nehmen. Eine gute Quelle sind die wenigsten dieser Schriften, denn sie sind sehr alt und enthalten Moralvorstellungen, die auf moderne Menschen ziemlich absurd wirken.

Gott kann man also für Vieles her nehmen, er kann viele Funktionen erfüllen, obwohl es ihn wahrscheinlich nicht gibt. 

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Kommentar von Hyperdinosaurus
02.06.2016, 23:22

Weil Gott von Menschen in Wissenslücken gesteckt wurde, bedeutet das dass es Gott nicht geben kann ?

Nur weil Menschen zu bequem waren die Zusammenhänge der Natur genau er erfrischen,  muss Gott dafür hinhalten ?

Kann Gott nicht über Evolution Leben erschaffen haben ?

Offenbaren nicht die Naturwissenschaften so viele Wunder unserer Existenz, dass die Vorstellung eines höheren Schöpfers  näher liegt ?

Wieso denken alle Menschen auf der Welt über Gott nach, wenn die Existenz doch so unwahrscheinlich oder ,,absurd" ist ? Ist das nicht absolut widersinnig ?

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Ohne einen Ansatz ergibt die Frage keinen Sinn.

Für die, die an ihn glauben, hat Gott die Welt erschaffen. Und lenkt sie auch gelegentlich. Da kann mal wohl schwerlich von einer Funktion sprechen.

Dann hat natürlich Gott, oder richtiger der Glaube an ihn, eine gewisse Funktion, für die Gläubigen.

Und für die Ungläubigen hat "Gott" (noch) andere Funktionen.

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Das ist nur meine Meinung und ich möchte hier keinen beleidigen. Weder religiöse oder Atheisten.


Gott und allgemein Religion wurde meiner Meinung nach erfunden um Menschen unter Kontrolle zu halten und Macht auszuüben. 

Zum Beispiel bei den Kreuzzügen und als man beispielsweise Südafrikaner zwang christlich zu werden oder zu sterben.Ist auch der Grund warum da so viele christlich sind.

Außerdem ist es doch die beste Geschäftsidee aller Zeiten. ;D 

Leute haben einen Schmerz und man gibt Ihnen ein Dogma als Schmerzlinderung und Freudebereitung in Form von angeblichen Schutz und lustigen Geschichten von brenennden Büschen :D

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Kommentar von anonyme14
02.06.2016, 17:14

Du hast redende Schlangen vergessen.

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Kommentar von WorldHistory99
02.06.2016, 17:29

Bei den großen Religionen kann ich das z. T. bezeugen!

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Er ist die Erklärung für Dinge die Menschen zu dumm sind zu begreifen und zum Teil auch für Dinge die Menschen sich weigern zu akzeptieren, damit er weiterhin die Erklärung bleiben kann.

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Gott ist der Erschaffer, der Erbauer des Lebens, der Materie und der Zeit. Er ist gleichzeitig Wächter über unser Universum und über die Seelen des Lebendigen.

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er hat nur eine funktion, nämlich dem menschen einen irrglauben zu vermitteln, mit diesem gott dann zu drohen und menschen zu beeinflussen............:)

ach ja, jeder der sich seinen gott vorstellt, wie er sein müsste, welche aufgabe er hätte usw., hat sich grade einen eigenen gott erschaffen.............*g*

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er hat vor langer zeit als erklärung für die erschaffung und den ablauf der welt gedient...heutzutage ist diese vorstellung allerdings ziemlich überflüssig da das meiste wissenschaftlich erklärt werden kann...er hat seine bedeutung fast gänzlich verloren...

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Er ist seit es ihn gibt eine einfache Ausrede auf Fragen auf die man keine Antwort kennt/kannte und das effektivste Mittel zur Massenkontrolle das bisher erfunden wurde.

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Der coolste imaginäre Freund zu sein für Menschen, welche in der Regel an einem gröberen Realitätsverlust leiden.

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schon eigenartig, welche Fragen so möglich sind innerhalb des Gebrauchs von Variablen?

Gott? Funktion?  Gott sei Dank, nur eine 'Gott' Frage, keine nach Allah.

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Kommentar von Entchen2
02.06.2016, 21:49

... 
Gott sei Dank, nur eine 'Gott' Frage, keine nach Allah.

!!!!!

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Gott ist Liebe und "wirkt" durch Seinen Sohn (Joh.9,4), aber auch durch uns durch Seinen Heiligen Geist (Gal.3,10).

Gottes "Plan" ist, Seine Herrlichkeit an uns Menschen weiter zu geben (1.Mose 1,28; 1.Petr.1,4; Offb.22,5).

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Gott ist der Schöpfer aller Wesen auf Erden, er sorgt dafür das die Erde rein bleibt. Er ist der der die Reinkarnation überwacht.

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Schöpfen und erschaffen..

Gruß Fantho

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Keine, weil es keinen Gott gibt.

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Gott hat für jeden gläubigen Menschen eine Andere Funktion

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Kommentar von matmatmat
02.06.2016, 17:17

Ich denke nicht, das es 3 milliarden Funktionen für Gott gibt...

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Gar keine!

"Funktionen" haben nur

von Menschen erfundene Dinge,

mit denen sie ihren Alltag erleichtern.

Gott IST einfach,

während die Menschen bloß existieren

und die Dinge nur vorhanden sind.

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Für mich hat er die Funktion als Witzfigur.

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