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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Moin,

die Größe des Zugangs wird je nach Indikation und Kaliber der zu punktierenden Vene gewählt. Ein Patient mit einer Alkoholintoxikation braucht keinen dermaßen großen Zugang wie ein Patient mit einer Anaphylaxie oder einem Polytrauma. Man sollte auch bedenken, dass ein großer Zugang auch schmerzhaft ist und in der Bewegung einschränkt (insbesondere wenn er in der Ellenbeuge, Vena cubitalis o.ä. liegt). Im Falle einer Reanimation sind periphere Venen an den Extremitäten möglicherweise nicht mehr punktierbar wohingegen die Vena jugularis externa noch zur Verfügung steht. Da sie ein großes Kaliber hat, der Patient ohnehin bewusstlos ist und sie möglicherweise zunächst die einzige verfügbare Vene ist, wird sie oft mit einem möglichst großen Zugangslumen punktiert.

Habe ich deine Frage soweit beantwortet?

Gruß

Danke du hast mir meine Frage sehr gut beantwortet! Ich habe nur noch ein Frage - Welchen Medizinischen weg hast du eigeschlagen?

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@BF112

Hab nachm Abi ne Ausbildung zum Rettungsassistenten gemacht und auch im Rettungsdienst gearbeitet, das allerdings als Überbrückung bis zum Medizinstudium...

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Kaliber der zu punktierenden Vene gewählt.

Inwiefern richtet sich die Nadelgröße nach der Größe der Vene? (Dass die Nadel in die Vene passen muss ist natürlich selbstverständlich) 


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@Chillersun03

Sie richtet sich nicht ausschließlich am Kaliber der Vene, dieses stellt jedoch die obere Grenze dar. Die Wahl des Zugangslumens hängt von der medizinischen Indikation ab. Diese Begründung steht aber auch oben... War das deine Frage?

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@garfield262

Ich möchte auch Medizin Studieren. Was würdest du mir empfehlen um ein Studienplatz zu bekommen ? (bin in der 10. Klasse)

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@BF112

Der einfachste, wenn auch offensichtlichste Weg führt über ein gutes bis sehr gutes Abitur. Eine Ausbildung in einem medizinnahen Beruf ist ebenfalls von Nutzen, insbesondere auch angesichts der Erfahrungen, die man dann in diesem Metier macht. Ich würde diesen zugegebenermaßen langen Weg immer wieder wählen. Es kommt natürlich auch auf den Menschen und seine Motivation, aus der er/sie Arzt werden will, an.

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@garfield262

Ja, die Frage ist im nachhinein überflüssig. Ich war überrascht, dass 3 Antworten (s.u.) mit der Größe der Vene argumentieren, und 2 der Antworten (jedoch beide vom gleichem User) die Venengröße als einziges Kriterium angeben. Und das obwohl die Venengröße nur die obere Grenze darstellt und zumindest bei Erwachsenen (der Fragesteller ist vermeintlich erwachsen) praktisch nie von Bedeutung ist.

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Das kommt zum einen auf den Patient an, zum anderen, was du damit machen willst. In der Regel werden glaub die rosanen am häufigsten verwendet, für eine größere OP nimmt man mind. grün, wenn nicht gar die weißen. Blaue hab ich bisher nur bei eher dünnen Menschen gesehen, grau und orange hab ich persönlich noch nie am Patienten gesehen. Kanns dir jetzt leider nicht genauer sagen, das ist das, was ich eben bei den Anästhesisten im OP bisher so aufgeschnappt hab.


Ps: Entschuldige, die Durchmesser weiß ich gar nicht, ich kenn nur die Farben bei der Firma B. Braun, das kannst du ja dann googeln.

Ich bin mir nicht völlig sicher, aber ich meine viel wichtiger als die Größe der Vene ist die Menge und die Konsistenz der durchzuführenden Flüssigkeit.

Bei wässrigen Infusionen reichen kleine Kanülen, bei Ölen oder Emulsionen/Suspensionen müssen eher größere Zugänge gelegt werden.

Zu den Mandrinen: die sind farblich passend zur Kanüle codiert.

Das entscheidet der Arzt je nach Patienten. Kommt auf die Dicke der Vene an.

Welche großen wären also perfekt ?

G22/G20/G18 und G16 ?

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Bist du Arzt weil du fragst?

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@Carlystern

Wenn ich Arzt wäre wüsste ich es ja wohl ^^ 

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Das sagt der behandelnde Arzt.

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