Welche Bibel ist eine gute Bibel?

8 Antworten

Moderne Bibelübersetzung ist eine Wissenschaft für sich, die Argumente von Sonne55 zeugen schlicht von Halbbildung. Jede moderne Bibelübersetzung geht vom bestmöglich rekonstruierten Urtext aus, im Alten Testament aus dem Hebräischen und Aramäischen, im Neuen Testament vom Griechischen. Professionelle Übersetzer wägen sehr genau zwischen Genauigkeit und Verständlichkeit ab und erzeugen so Übersetzungen vom Original. Es ist also mit Sicherheit nicht so, dass Übersetzer aus Übersetzungen übersetzen. Viele Bibelübersetzungen erfüllen diese Ansprüche. Zum Beispiel: - Die Lutherbibel oder die Züricher Bibel für die Evangelische Kirche - die Einheitsübersetzung für die katholische Kirche - die Elberfelder Bibel

Besonders empfehlen würde ich für den Einsteiger die Gute Nachricht Bibel, weil sie in heutigem Deutsch abgefasst ist und die Stuttgarter Erklärungsbibel, weil in ihr ein ganzes Bibellexikon integriert ist.

treu am urtext übersetzen ist sicher ein hohes ziel. ich kann weder hebräisch, noch aramäisch oder griechisch. aber ich sehe die unterschiede der heute vorhandenen deutschen übersetzungen, und wenn ich die so auf mich wirken lasse, so gefällt mir immer noch die luther-bibel am besten. sie ist einfach "wortgewaltig", eindringlich, aufrüttelnd. auf meinem usb-stick am schlüsselbund ist immer eine luther-bibel dabei - bei weniger als 6 mb kein problem.

Gordon Fee (ein amerikanischer Bibellehrer) schreibt in seinem Buch "Effektives Bibelstudium" (ISBN: 3-923924-27-5) das es grundsätzlich 3 verschiedene Ansätze für Bibelübersetzungen gibt: 1. Wörtliche; 2. Freie; 3. Dynamisch Aequivalente. Wörtlich bspw. Elberfelder; Konkordante bspw. Schlachter, Zürcher, Luther; dynamisch äquivalent bspw. Einheitsübersetzung, rev. Lutherübersetzung; die Gute Nachricht Uebersetzung sieht er als Zwischending zwischen dynamisch äquivalent und frei; Freie Uebersetzungen wären die Bruns und die Hoffnung für alle.

Er kommt zu dem Schluss (Seite 38): Die beste Uebersetzungungstheorie ist die der dynamischen Aequivalenz. Eine wörtliche Uebersetzung ist als zweite Quelle oft hilfreich,; sie bietet Aufschluss darüber, wie das Griechische oder Hebräische tatsächlich ausgesehen hat. Eine frei Uebersetzung kann ebenfalls hilfreich sein - um das Nachdenken über die mögliche Bedeutung eines Textes anzuregen. .Doch die wesentliche Uebersetzung für das Lesen und Studieren der Bibel sollte so etwas wie die revidierte Luther- oder die Einheitsübersetzung sein.

Das Problem bei einer Wörtlichen Uebersetzung, so Fee weiter, besteht darin, dass sie an den falschen Stellen die Distanz wahrt - bei der Sprache und der Grammatik. So überträgt der Uebersetzer das Griechische od. Hebräische oft in ein Deutsch, das sonst nie so geschrieben oder gesprochen wird.

Eine Gute Bibel ist eine die verstanden wird und die geleichzeitig den zugrunde liegenden Text möglichst ohne zu färben übersetzt.

Eine Übersetzung hat jedoch immer Einbußen zur Folge. An Verständlichkeit, an Genauigkeit und so weiter.

Es kommt also genau genommen darauf an was für dich noch verständlich ist; und wie genau du den zugrundeliegenden Text übersetzt haben willst. Die wörtlichste mir bekannte Übersetzung ist die Da Bhaar - Übersetzung. Sie ist fast vollständig konkordant. Sie übersetzt nach einer genau vorgegebenen Handschriftausgabe, es gibt alle Konkordanzen usw. fast kostenlos. Aber ich kann sie nur als Studienbibel verwenden da viele Ausdrucksweisen so nicht verständlich genug sind. Da wäre zum Beispiel -"herabunwirksamgemacht". Das Wort wird normalerweise mit aufgehört übersetzt. Allerdings fehlt in aufgehört daß dieses aufhören von aussen an dem Satzgegenstand verursacht wird. Dann ist noch der Wortteil "herab-" griechisch kata-. Dieser Wortteil hat hier eben nicht die Bedeutung daß hier etwas von einer höheren Position aus getan wurde sondern von einer Machtposition aus getan wurde. Zusammengefaßt: Es existieren viele gut verwendbaren Übersetzungen. Die meisten davon sind für den täglichen Gebrach geeignet. Für besondere Zwecke sind allerdings auch besondere Übersetzungen vorhanden.

Warne Dich vor der Neuen-Welt-Übersetzung, der sogenannten Wachtturm-Bibel, weil diese bewusst die Gottheit Jesu Christi vertuscht.

Als gutes Werk ist immer noch die Unrevidierte Elberfelder-Bibel von 1871 zu nennen, mit der Einfügung "Jahwe" hebräisch= der Ewige, dort wo in anderen Bibeln nur der "HERR" steht. Ist etwas getreuer übersetzt.

Ansonsten kann ich Dir auch die Schlachter-Bibel 2000 empfehlen, die Du in Teilen hier bei sermon-online.de sogar als --> MP3 Audio-Bibel zum Anhören herunterladen kannst. (Schön vorgelesen!!) Hier geht's zur Audiobibel: http://sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=13928&title=&biblevers=&searchstring=&author=0&language=0&category=0&play=0

Jesus Christus ist Gottes Sohn, kein Gott! Es gibt nur einen Gott laut der egal welcher Bibel! Allerdings ist die mit dem Namen Gotes Jahwe oder Jehowa dem Urtext am nähsten.

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@annabild

Hallo Anna, so wie Du dachten viele mal. Empfehle Dir die Schrift von Lothar Gassmann: "Ein Brief an einen Zeugen Jehovas". Es wird Dich zum Nachdenken bringen. Bezugsquelle hier: http://herold-schriftenmission.de/de/cms/customer_show.phtml?select=Broschüren%20D Viele Grüsse.

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