Weis jemand von euch wieviel Druck auf den Patronen für Pulverlöscher ist?

4 Antworten

Also bei der Minimax Spritztüte war unten eine Salzsäurekapsel aus Glas eingebaut. Beim Aufschlagen auf dem Boden wurde diese zerstört und baute zusammen mit dem Löschwasser, in dem Natriumhydrogencarbonat aufgelöst war, den Druck (CO2) auf.

Dabei entstanden, wie andere schon sagten, ca. 5-6 bar.

Was hier über die grauen bzw. roten Co2 Patronen steht, ist größtenteils falsch. Diese haben bei einem Füllfaktor von 0.75 einen Druck von 55-60 Bar bei 20 Grad Celsius. Bei 60 Grad haben sie einen Druck von ca. 220 Bar und haben somit ihren höchstzulässigen Druck (PS) erreicht. Die Patrone ist meistens mit 250 Bar (PT) geprägt, dieses ist der Prüfdruck, mit der die Patrone bei Herstellung und bei wiederkehrender Druckprüfung (alle 10 Jahre bei Wiederbefüllung durch benannte Stelle ent. TPED) geprüft, d.h. abgedrückt wird. Bei diesem Druck platzt die Patrone noch längst nicht, aber man sollte bedenken, daß zwischen 1,1 X PS = 242 bar und PT=250 bar die Berstscheibe auslöst, und die Durchstoßscheibe ist auch meistens gleichzeitig die Berstscheibe. Ist die Patrone im Löscher eingebaut ist das ungefährlich, er wird dann mit ca. 15-20 bar (hängt von der Temperatur ab) aufgeladen. Passiert das draußen, dann wird die Patrone zur Rakete. Der Berstdruck solch einer Patrone liegt z.B. bei der alten Gloria PS6 Patrone mit 140g Füllgewicht bei ca. 700 Bar. Der Berstdruck ist nicht geprägt.

Bitte nicht mit Druckgeräten herumspielen, das kann sehr gefährlich sein.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ist meine Berufung, Konstruktion und mehr.

Velodog hat mit seine funktionweise der Minimax Spritztüte recht und Michael 36 hat mit seinem Druck auf der CO² Patrone recht. Nach aktivierung der CO² Patrone stehen dann 15 bis 20 bar auf dem Löscher an.

Co2 Patrone, z.B. 140 oder 280 Gramm Füllinhalt, hat KEINE 250 bar bei Raumtemperatur, sondern 55-60 bar ! Der Aufgebaute Druck liegt bei 15-20 bar.

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15 bis 20 Bar, der Prüfdruck liegt bei 40 Bar.

Die Minimax Spitztüte hatte aber ein anderes System: Innen war eine mit Salzsäure gefüllte Glasampulle die zerbrach, wenn man den Löscher mit dem Auslöseknopf auf den Boden stieß. Die Säure reagierte dann mit der Löschflüssigkeit indem CO² entstand, bei den 6 Litern Inhalt des Löschers ca 5 bis 6 Bar.

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