Was meint Hume?
Hume schreibt in seinem Aufsatz "Eine Untersuchung des menschlichen Verstandes" im 4 Abschnitt "skeptische Zweifel in Betreff er Verstandstätigkeit", auf der Seit 50 vom Herausgeber Raoul Richter, wenn eine Rationalist zögert, eine Begründung vorgibt, die auf den Verstand fußt, er an der Sache vorbeigeht und zugeben muss, dass unsere Annahme, dass Vergangenheit sich ähnlich wie Zukunft verhält, aus der Erfahrung heraus kommt.
Aber was meint er damit? Was meint er mit zögert? Warum soll ein zögern ein Argument für den Empirismus sein?
1 Antwort
ich verstehe, dass Du fragst. Der von Dir zitierte Text ist das Ergebnis einer völlig inkompetente Uebersetzung und sogar nach dreimal lesen vollständig unklar. Welcher bekloppte Lehrer gibt seinen Schülern dermaßen wirren Texten zur Analyse?
Jetzt zu Deinen Fragen:
Was meint er mit zögert?
,,Zögern" heißt. dass man einen neuen Erkenntnis irgendwelcher Art nicht sofort laut in die Welt hinein verkündet, sondern immer bereit ist, diese Thesen an Hand neuer Erkenntnisse zu revidieren oder sogar zu verwerfen.
Warum soll ein zögern ein Argument für den Empirismus sein?
Empirismus geht aus von Erfahrungen und den daraus gewonnenen Erkenntnissen. Weil die Ergebnisse von Erfahrungen jederzeit durch andere Erfahrungen ,,umgeworfen" werden können, geht der Empirist sorgfältig mit diesen Erkenttnissen um und ,,zögert", diese als für alle Zeiten verbindlich zu erklären.
Beispiel aus der Geschichte:
Die Fieberkrankheit ,,Malaria" kommt oft vor in der Nähe von Sumpfgelände, welche in den Tropen einen muffeligen Geruch verbreiten.
Man nannte diese Krankheit deshalb ,,Malaria" (=schlechte Luft) ; im Französischen ,,Paludisme" (=Sumpfkrankheit)
Erst später hat man entdeckt dass ,,Malaria" verursacht wird duch kleine parasitierende Tiere (Plasmodium falciparum) welche durch Stiche von Mücken (Anopheles) verbreitet werden.
Die Namensgeber der ,,Malaria" haben also zu wenig gezögert, bevor sie ihre falsche Thesen verbreiteten.