Was ist wichtiger, Religion oder Liebe?

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21 Antworten

Hallo KaiSel09,

ich denke, Liebe sollte sich durch die Religion zeigen. Leider haben die Religionen in dieser Hinsicht als Ganzes versagt. Unzählige schlechte Taten sind im Namen der Religion oder unter ihrem Deckmantel vollbracht worden, sowohl von den religiösen Führern als auch von ihren Anhängern. In der Zeitung Chicago Tribune war zu lesen: „Jede größere Glaubensgemeinschaft predigt Frieden, Brüderlichkeit und Barmherzigkeit, dennoch erfolgten in der Geschichte die grausamsten und unbarmherzigsten Unterdrückungen im Namen Gottes ".

Ganz sicher spielen auch die vielen religiösen Lehren über Gott eine Rolle, die ihn als grausamen, unversöhnlichen Despoten darstellen ( siehe z.B. Höllenlehre) oder als eine unerklärbare, mystische Dreieinigkeit. Auch wenn durch manche Kirchen viel Gutes getan wurde, hat dennoch das Bild, das viele von Religion haben, eine erhebliche Schieflage. Liegt das daran, dass die Religion als solche etwas Verkehrtes ist, ohne das die Menschheit besser dran wäre? Nicht unbedingt, denn leider ist Religion vielfach missbraucht worden und hat so viele schlimme Auswüchse gehabt.

Es gibt jedoch eine Religion, in der Liebe eine tragende Rolle spielt: Echtes Christentum. Ich meine damit nicht die vielen Kirchen, die sich zwar auf Jesus Christus berufen aber nicht bereit sind, ihr Leben nach seinem Beispiel auszurichten. Im ursprünglichen Christentum war die echte, selbstlose Liebe das kennzeichnende Merkmal, denn Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: "Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt" (Johannes 13:35). Und der Apostel Johannes mahnte:  "Geliebte, lasst uns einander weiterhin lieben, weil die Liebe aus Gott ist, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren worden und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, weil Gott Liebe ist" (1. Johannes 4:7,8). Lebten die erste Christen diese Art Liebe wirklich aus?

Peter de Rosa, ein ehemaliger Professor der Theologie, schrieb über die Christen im ersten Jahrhundert: „Blutvergießen war eine schwere Sünde. Darum waren die Christen gegen die Gladiatorenkämpfe. . . . Krieg und Gewalt waren nötig zur Erhaltung Roms, doch die Christen sahen sich außerstande, daran mitzuwirken. . . . Christen verstanden sich selbst, wie Jesus, als Boten des Friedens; unter keinen Umständen konnten sie Tod bringen.“ Die Liebe zu ihren Glaubensgenossen sowie zu allen anderen Menschen verbot ihnen, den Dienst an der Waffe durchzuführen. Tertullian, ein Schriftsteller des 2. und 3. Jahrhunderts und Beobachter des frühen Christentums schrieb: „Seht . . ., wie sie sich gegenseitig lieben . . . und wie sie für einander zu sterben bereit sind.“ Das zeigt, dass die Liebe unter den ersten Christen nicht bloßes Lippenbekenntnis war. Wie Jesus es vorausgesagt hatte, war die Liebe ein für alle deutlich erkennbares Merkmal seiner Jünger.

Doch leider setzte schon bald eine Entwicklung ein, die dazu führte, dass die ursprünglichen Lehren und Verhaltensweisen der ersten Christen mehr und mehr verlorengingen. So warnte beispielsweise der Apostel Paulus: "Ich weiß, dass nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden,  und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen" (Apostelgeschichte 20:29,30). An anderer Stelle schrieb Paulus von einem "Abfall", der einsetzten würde (siehe 2. Thessalonicher 2:3). Mit der unverfälschten und reinen Lehre schwand auch die Liebe immer mehr. Im Laufe der Jahrhunderte erschien nach und nach ein abtrünniges und verweltlichtes Christentum auf der Weltbühne, das mit den Christen des ersten Jahrhunderts nicht mehr viel gemeinsam hatte. Im Namen dieser entstellten Form des Christentums wurden dann die abscheulichsten Greultaten vollbracht und der bis dahin wohl dunkelste Abschnitt der Weltgeschichte begann. Von der christlichen Nächstenliebe war in dieser Zeit nicht mehr viel zu sehen. Sollte das das Ende des wahren Christentums sein? Ganz sicher nicht!

Im Laufe der vergangenen Jahrhunderte gab es immer Einzelne, die sich ernsthaft um die reine christliche Lehre bemühten. Unter ihnen waren etliche mutige Männer und Frauen, die ihr Leben riskierten, um Bibeln in die Sprache des Volkes zu übersetzen und zu verbreiten. In unserer Zeit gibt es inzwischen sogar Millionen von Menschen, die genau die ursprüngliche christliche Lehre praktizieren, wozu auch das Ausleben der Nächstenliebe gehört. Über Ländergrenzen hinweg zeigen diese Menschen selbstlos Interesse an jedem Einzelnen und setzten ihre ganze Zeit und Kraft für sie ein. Auch untereinander zeigen sie in großen wie in kleinen Dingen die echte und wahre Liebe, die uns der Herr Jesus Christus vorgelebt hat. In einer finsteren Zeit wie dieser entsprechen echte Christen dem, was Jesus einmal über ihre Aufgabe in der Welt sagte: "Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt kann nicht verborgen sein, wenn sie auf einem Berg liegt. Man zündet eine Lampe an und stellt sie nicht unter das Maßgefäß, sondern auf den Leuchter, und sie leuchtet allen, die im Haus sind. Ebenso lasst euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure vortrefflichen Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen" (Matthäus 5:14-16).

LG Philipp

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Was ist das für eine absurde Frage, wenn Liebe und Religion für Dich ein Widerspruch ist, dann stimmt da etwas gravierendes nicht. Entweder hast Du eine falsche Vorstellung was wahre Liebe (vermutlich verwechselst Du Liebe mit Sex) ist, oder Du hast eine falsche Religion. Die christliche Religion ist die Religion der Liebe, schau mal was Paulus (1.Kor.13) dazu schreibt:

"Ohne Liebe geht gar nichts! Selbst wenn ich perfekt alle Sprachen, die es auf der Welt gibt, sprechen könnte, auch die Sprache der Engel, aber in alldem, was ich darin reden würde, wäre keine Liebe, dann wären meine Worte wie Müll, sie wären ohne Bedeutung, hohl und leer. Selbst wenn ich in einer Tour prophetische Worte von Gott bekommen würde, wenn er mir alle geheimen Fragen über die Welt beantwortet hätte und ich so ein Vertrauen auf Gott haben würde, dass Berge auf mein Gebet hin verschwinden, aber ich würde all das ohne Liebe tun, dann wäre das immer noch nichts, es würde nichts bedeuten. Und selbst wenn ich alles, was mir gehört, an Obdachlose und Penner verschenken würde, ja selbst wenn ich mein Leben für andere riskieren und dabei sterben würde, aber ich würde das nicht aus Liebe machen, es wäre für die Tonne und umsonst. Liebe ist entspannt, sie mag Menschen, sie ist nett zu Leuten. Neid ist für sie ein Fremdwort, sie sieht nicht von oben auf andere runter, angeben hat sie nicht nötig und sie markiert auch nie den dicken Macker. Liebe will Leute nie fertigmachen, und sie will auch nicht das fetteste Stück vom Kuchen haben. Die Liebe lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen, und sie verzeiht, wenn man link zu ihr war. Sie hat keinen Bock drauf, wenn jemand abgelinkt und ungerecht behandelt wird. Sie feiert, wenn die Wahrheit siegt und alles korrekt zugeht. Die Liebe ist nicht totzukriegen, sie hört nie auf zu vertrauen, sie verliert nie die Hoffnung, sie übersteht jede Krise. Prophetische Worte von Gott, die Fähigkeit in fremden Sprachen zu reden, das Wissen ─ das alles wird mal vorbei sein. Aber die Liebe wird nie zu Ende sein, sie hält durch und gibt nicht auf. Bis jetzt haben wir nur wenig kapiert, und auch unsere Fähigkeit, prophetische Worte zu bekommen, ist sehr begrenzt. Wenn es aber abgeht und Gottes neue Zeit voll da ist, dann wird es keine halben Sachen mehr geben. Als Kind war ich auch in meiner Denke ein Kind, ich beobachtete und bewertete die Welt aus dieser Perspektive. Als ich dann aber erwachsen wurde, wollte ich kein Kind mehr sein. Aus jetziger Sicht ist uns vieles noch total unklar, wir verstehen Sachen nicht, fast so, als wären wir benebelt. Aber irgendwann werden wir Gott deutlich vor uns sehen und dann wird uns vieles klar werden. Was ich bis jetzt verstanden hab, ist unvollständig, dann werde ich aber den totalen Durchblick haben, so wie Gott jetzt schon über mich den totalen Durchblick hat. Die Sachen, die immer bleiben werden, sind der Glaube, die Hoffnung und die Liebe. Am fettesten kommt aber die Liebe, sie steht über allem." 

http://www.jesus-christus-erloesungsweg-zum-ewigen-leben.de

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Um zu lieben, bedarf es keiner Religion.

Andererseits ist eine Religion nichts wert, wenn sie nicht auf Liebe gründet. Blöder Weise stimmen bei Menschen die drei entscheidenden Dinge nicht immer überein:

  • denken
  • reden
  • handlen

Das ist wohl auch der Grund dafür, dass Religionen eher und häufiger missbraucht werden, als die Liebe.

Wenn ich mir so manche religiöse Fanatiker ansehe, die andere schlecht machen oder behandeln, weil sie angeblich unwissend/-gläubig sind, dann kann ich mir ein grinsen nie verkneifen: Denn sie legen damit ja gerade ihre eigene Unwissenheit/-gläubigkeit offen.

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Ich würde Liebe zu einem reellen Lebewesen für wichtiger erachten als zu einem Fantasievoll ausgestalteten nicht bewiesenen Wesen... Noch dazu neigen viele Religionen Liebe, welche nicht in Ihr Konzept passt, als Sünde oder nicht gewollt abzustempeln, was in Angesicht der Tatsache ziemlich Heuchlerisch herüberkommt, wenn sie von sich aus behaupten, die Religion der Liebe zu sein.

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Wenn man von Liebe spricht, dann sollte der Mensch im Mittelpunkt stehen.

Sollte die Religion allerdings der Lebensinhalt des Partners sein, und der andere Partner hat damit einen Interessenkonflikt, ich spreche jetzt bewusst nicht von unterschiedlichen Konfessionen, dann kann das zu Beschwerden und Unerfreulichkeiten im Alltag führen.

Eine derartige Situation kann eine Beziehung schon mittelfristig stark belasten.

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Die Frage wird vermutlich nachher gelöscht, da sie eher in das Forum gehört; aber als jemand, der von Religionen nicht so viel hält, würde ich sagen: Die Liebe ist wichtiger. Sogar sehr viel wichtiger.

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In meinen Augen kann nur eine Religion wichtig und richtig sein, welche die "Liebe" bereits als Programm in sich trägt. Ich kenne davon nur eine - das Christentum.

Nur in dieser Religion verbindet sich auf einmalige Weise die Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen mit seinem Aufruf an diese Geschöpfe, sich untereinander ebenfalls zu lieben.

Ich spreche damit jedoch nicht für eine hemmungslose, sexuelle Form der Liebe - die Liebe der "körperlichen Anziehungskraft" unter Menschen (griechisch "Eros"), sondern mehr für die beiden anderen Arten der Liebe "Philia" bzw. "Agape".

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Religion ist Liebe. Was genau meinst du?

Ob die Liebe zu Gott oder die Liebe zu einem Menschen wichtiger ist? Schwierig zu sagen: der Mensch ist einem oft näher als Gott, dafür ist er aber nur eine begrenzte Zeit bei dir, während Gott von Dauer ist.

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Liebe - denn Religion lehrt nur die Liebe, und gelebte Liebe ist die Praxis.

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Es kommt darauf an, ob du gläubig bist.

Wenn dem so ist, dann sollte Beides Priorität haben für dich.

Was ist ein Leben ohne Liebe?
Man kann seinen Glauben haben aber trotzdem die Liebe finden und mit Beidem Glücklich werden.

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Hallo! Abgesehen von Deinem Fall ist das wichtiger was man selbst als wichtiger einschätzt.

deshlab die frage ob liebe wichtiger ist den wenn 2 menschen sich lieben was hat das dann mit Religion zu tun

Auch das ist individuell und hängt davon ab wie die Eltern ihren Glauben leben und interpretieren. Aber lebt ihr in Deutschland so hat die Freundin spätestens das Recht mit 18 zu heiraten wen sie will und kann dieses Recht auch durchsetzen. 

Ich wünsche Dir ein gutes und schönes Wochenende.

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Wie wäre es mit beides ?

Ich denke dein Problem ist, dass aufgrund deiner Religion du keine Freundin haben darfst oder ?

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Kommentar von KaiSel09
19.12.2015, 04:41

Nein, ich frage mich ob es den eltern einer freundin (muslime) wichtig ist ob ihr freund auch Moslem ist oder ob es auch ein christ oder etwas anderes sein darf.. deshlab die frage ob liebe wichtiger ist den wenn 2 menschen sich lieben was hat das dann mit Religion zu tun ?! Finde sowas echt schlimm

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Kommentar von RipeClown
19.12.2015, 04:50

Nun, wenn die Eltern streng religiös sind, kannst du es vergessen. Eine Muslima darf nur einen Muslim heiraten, aus islamischer Sicht. Ich will dir jetzt nicht sagen es ist alles hoffnungslos, du musst halt selber rausfinden, ob du es versuchen willst.

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beides ist sehr wichtig für alle menschen

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Man kann ganz wunderbar ohne Religion leben. Ohne Liebe nicht.

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Das ist keine richtige Frage, weil man mit der Religion aufgewachsen und eingeboren wurde, liebt man seine Religion mehr, aber wenn man eine richtige gefunden hat die die selber Religion praktiziert wird es um so schöner :)

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Kommentar von KaiSel09
19.12.2015, 04:42

was hat Religion mit liebe zu tun? oder was verschönert die Religion in deiner liebe wenn du eine frau oder mann hättest?

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Da Religion in meinem Leben quasi nicht existent ist, werde ich hier wohl Liebe und Beruf waehlen. ; )

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Naja es ist für jeden Menschen anders ^^ Für einen streng gläubigen ist seine reli wichtiger :)

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Liebe , LIebe und nochmals Liebe

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Liebe bringt Freunde. Religion verbietet vieles was Freude bringt

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Was nicht wichtig ist, nennt sich "Religion", die Wesensart Satans (Offb.12,9).

Unser ewige Schöpfer jedoch "ist Liebe" (1.Joh.4,8).

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