Was ist wichtiger - Die Familie oder der Partner?

25 Antworten

Normalerweise hätte ich jetzt gesagt:

Wenn der Freund der Mann ist, mit dem Du Dein Leben verbringen willst, zieh zu Hause aus und lebe mit ihm. Die Familie kriegt sich meistens schon wieder ein, spätestens wenn Ihr Kinder habt.

Aber dann habe ich weitergelesen , u.a. "Beleidigungen, leicht Treppe runtergeschubst, Hand umgedreht, Morddrohung" und Beleidigungen gegen die Mutter (vermutlich eher massive...)

Ich denke, die Familie möchte Dich vor Unglück bewahren. Und Du solltest auch durchaus noch mal gründlich darüber nachdenken, ob ein gewaltbereiter Mensch (Anti-Gewalt-Training hin oder her) ein guter Partner ist, mit dem man gerne Kinder haben möchte. Da solltest Du die Beziehung doch lieber gaaaaaanz langsam angehen.

Ich kannte mal eine Frau, auf die war der Mann mehrmals mit einem Messer losgegangen, mindestens zweimal ist er dafür in den Knast gegangen. Trotzdem hat ihn die Frau immer wieder "zurückgenommen". Begreifen kann ich das nicht, und mit Liebe hat das doch auch nichts zu tun. Mir würde das Vertrauen fehlen. Ich als Frau würde mich in meiner eigenen Wohnung nicht sicher fühlen, und auch um die Sicherheit der Kinder würde ich fürchten.

Betrachte mal Deine eigene Beziehung von außen - und versuche sie mal mit den Augen Deiner Familie zu sehen. Stell Dir vor, jemand Wildfremdes hätte Dich so behandelt, wie Dein Freund Dich behandelt hat. Hättest Du den Wunsch, diesem Fremden wiederzubegegnen?

DH! Stell Dir vor, Du hättest einen ganz "normalen" zuckersüßen Schwiegersohntyp zum Freund und Deine beste Freundin würde Dir von ihrem neuen Freund das erzählen, was Du gerade von Deinem Freund erzählst - wie würdest Du reagieren, wenn sie Dir von Morddrohung, Gewalt (schubsen, Hand umdrehen) erzählt?

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Auch wenn es ganz unmöglich erscheint - wie sieht es aus, wenn ihr euch alle an einen Tisch setzt und "ganz vernünftig" darüber sprecht? Ist die Situation schon so verfahren, dass Sprechen wirklich nicht mehr möglich ist, kann vielleicht jemand aussenstehender "moderieren" und im Falle einer Eskalation die aufgeregten Menschen auf den Boden zurückholen.

Liebe Marbelle, ich kann das gut nachvollziehen, was du gerade empfindest, wichtig ist nicht, was deine Familie denkt, sondern du solltest dein Herz und Verstand prüfen. Was möchtest du? Liebst du ihn, dass du evt. auf deine Familie verzichtest. Ich kenne das, aber in meinem Fall hab ich mich eindeutig für die Familie entschieden, weil wie bei dir Vorfälle waren. Ich habe nun schon selber Kinder, aber die würde ich nie hinter meinen Partner stellen. Wünsch dir viel Glück bei deiner Entscheidung. LG kleinesLicht

Du solltest versuchen, alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen und über die Probleme zu reden - in aller Ruhe. Die Sachen, die dein Freund gemacht hat, haben deine Familie verständlicherweise sehr beunruhigt. Dass sie sich jetzt gegen deine Beziehung stellen, kann man durchaus nachvollziehen. Da dein Freund aber Einsicht zeigt und sogar eine Therapie begonnen hat, gibt es Hoffnung, dass sich das Ganze noch zum Guten wenden kann.

Falls ein Gespräch mit allen Parteien nicht so ohne weiteres möglich ist, versuch doch mal, jemanden aus deinem Freundeskreis hinzu zu ziehen - als "Moderator" der Gesprächsrunde sozusagen. Vielleicht erklärt sich auch der Therapeut deines Freundes bereit, sich mit euch an einen Tisch zu setzen.

Deine Eltern müssen lernen Dich als eigenständige Person wahrzunehmen und Deine Wünsche zu respektieren. Ich kenne zwar Deine Mutter nicht aber ich glaube sie käme nie auf die Idee dass Du Dich gegen sie entscheidest. Aber genau das würde Ich an Deiner Stelle tun. Partner geht vor, Deine Eltern haben lang genug Dein Leben bestimmt, jetzt bist Du dran. Es wird Dich nicht von Deiner Familie trennen, lass sie ein Jahr schmoren, dann kommen sie von ganz alleine an.

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