Was ist Rekombination?

5 Antworten

rekombination der gene entsteht durch austausch von genmaterial auf 2 benachbarten chromosomensträngen. das material wechselt nur den ort, aber das sorgt natürlich dafür, dass sich elternteil und kind unterscheiden, obwohl das geerbte chromosom direkt vom elternteil stammt.

Also heißt das,dass Rekombination bedeutet,dass die Nachkommen sich von den Eltern unterscheiden,aber trotzdem etwas geerbt haben? ._.

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@SeraphicEclaire

ja. und wenn es nur darin ist, dass ein winziger teil des genmaterials auf dem geerbten chromosom am "falschen" platz liegt. man kann nicht sagen, inwieweit eine einzige rekombination sichtbare oder messbare unterschiede zur folge hat.

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Zu Deutsch Wiederverbindung. Man kann das Re (und wieder) aber getrost weglassen. Es geschieht beim Zusammentreffen von Genen bei der Befruchtung. Man kann es so ausdrücken: Die Allele (Genvarianten) werden bei der Befruchtung (Zusammentreffen zweier DNA Stränge) neu kombiniert, indem Erbmaterial getauscht wird. Es geschieht nichts Unverständliches. Zwei nehmen vom Topf, in den jeder seine Suppe gegossen hat.

Um welches Thema geht es? Ich kenne den Begriff aus der Biologie, aber auch anderen Bereichen.

Ja Biologie.

Also hier steht:

Mutation + Rekombination Selektion

:)

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@SeraphicEclaire

ok, dann versuch ich mich mal:

Ich nehme an dir ist klar, dass jedes Lebewesen in jeder Zelle ein großes Molekül, die DNA, besitzt. Die DNA beinhaltet alle Informationen über den Aufbau des Organimus. DIe DNA wird auch an die Kinder weitergegeben (vererbt) und deshalb sind Kinder auch von der gleichen Spezies wie die Eltern und ähneln diesen. Sie sehen aber nicht exakt so aus wie die Eltern. Deshalb muss sich bei der Weitergabe der DNA etwas verändert haben.

Die DNA ist in Abschnitte eingeteilt, die "Gene" genannt werden. Jedes Gen beschreibt ein Merkmal (z.B. Haarfarbe, Augenfarbe, etc.). Es gibt zwei Möglichkeiten, warum sich die Eltern und Kinder unterscheiden:

  1. Mutation

Durch Kopierfehler und Ähnliches können einzelne Teile der DNA zufällig verändert werden. Die Folge ist, dass einzelne Gene verloren gehen, neu entstehen oder sich verändern. Das heißt es können ganz neue Merkmale entwickeln, etwa eine neue Haarfarbe oder eine neue Augenfarbe. Das Problem dabei ist, dass die Mutation zufällig ist und oft schlecht für das Lebewesen ist (Albinos können sich zum Beispiel schlecht tarnen und sind deshalb leichtere Beute). Letzteres bezeichnet man als Selektion.

  1. Rekombination

Statt das sich ein Gen durch Mutation verändert, können auch Gene zwischen Organismen ausgetauscht werden. Das ist weniger riskant, denn ein Merkmal mit dem die Eltern schon überlebt haben, wird in der Regel auch für die Kinder nicht allzu schlimm sein. Damit es möglich wird, die Gene "neu zu mischen" braucht man aber offenbar zwei Eltern. Die Kinder besitzen dann eine Mischungen aus den verschiedenen Genen (bzw. Merkmalen) der Eltern.

Bei Bakterien gibt es zum Beispiel fast nie Rekombination, denn diese pflanzen sich durch Zellteilung fort. Deshalb ist bei ihnen die Mutationsrate sehr hoch.

Die Säugetiere pflanzen sich sexuell fort und hier basiert die Vielfalt der Merkmale (die genetische Vielfalt) fast nur auf der Rekombination. Merkmale werden in verschiedenen Kombinationen immer weiter vererbt, ändern sich aber selbst nur selten. Die Mutationsrate ist kleiner.

Das Prinzip ist nicht wie oben erklärt auf die für die Fortpflanzung bestimmten Zellen beschränkt, so kann genauso auch in jeder anderen Zelle passieren. Austausch von Genen zwischen zwei Zellen ist auch ohne sexuelle Fortpflanzung möglich, z.B. bei einigen Bakterien.

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