Was ist ein Kreuzzug?

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Mit Kreuzzug meint man eigentlich die sogenannten Orientkreuzzüge. Insgesamt gibt es 7. Dabei geht es um ein Hin und Her im Kampf um die heilige Stadt Jerusalem zwischen den Christen und den muslimischen Völkern. Allerdings ging es auch um wirtschaftliche und politische Interessen.

Im Laufe der Geschichte ist die katholische Kirche immer mal wieder auf die Idee gekommen, dass sie unbedingt Jerusalem "erobern". Dann hat sie einfach zum Kreuzzug aufgerufen, bei dem Soldaten aus aller Herren Länder versucht haben, die Stadt zu erobern. Hat allerdings nicht wirklich geklappt, da auch die muslimsiche Welt ein Interesse an Jerusalem hatte, schließlich spielt es im Christentum wie im Islam eine zentrale Rolle. Im Endeffekt kann man unter Kreuzzug also die Versuche des christlichen Europas, das von Muslimen besetzte Jerusalem zu erobern, verstehen.

Kreuzzug wird inzwischen auch in anderen Kontexten verwendet: Immer wenn jemand eine Art Krieg oder systematische Bekämpfung eines Gegners aus religiösen oder ideologischen (also weltanschaulichen) Gründen betreibt, kann man von einem "Kreuzzug" sprechen. Z.B. bezeichnet die Al-Qaida den anti-europäischen Terrorismus (wie z.B. 9/11) als eine Art Kreuzzug. Umgekehrt wird auch das radikale Vorgehen Bushs gegen den Islamismus als "Kreuzzug" bezeichnet.

Die Kreuzzüge der christlichen Völker des Abendlands waren strategisch, religiös und wirtschaftlich motivierte Kriege zwischen 1095/99 und dem 13. Jahrhundert. Im engeren Sinne werden unter den Kreuzzügen nur die in dieser Zeit stattgefundenen Orientkreuzzüge verstanden, die sich gegen die muslimischen Staaten im Nahen Osten richteten. Nach dem Ersten Kreuzzug wurde der Begriff „Kreuzzug“ auch auf andere militärische Aktionen ausgeweitet, deren Ziel nicht das Heilige Land war. In diesem erweiterten Sinne werden auch die Feldzüge gegen nicht christianisierte Völker wie Wenden, Finnen und Balten, gegen Ketzer wie die Albighenser und gegen die Ostkirche dazu gezählt.

Nachdem ein Kreuzfahrerheer 1099 Jerusalem erobert hatte, wurden in Outremer insgesamt vier Kreuzfahrerstaaten gegründet. Infolge ihrer Bedrohung durch die muslimischen Anrainerstaaten wurden weitere Kreuzzüge durchgeführt, denen meistens kaum ein Erfolg beschieden war. Das Königreich Jerusalem erlitt 1187 in der Schlacht bei Hattin eine schwere Niederlage, auch Jerusalem ging wieder verloren. Mit Akkon fiel 1291 die letzte Kreuzfahrerfestung in Outremer.

Die Kreuzzüge der christlichen Völker des Abendlands waren strategisch, religiös und wirtschaftlich motivierte Kriege zwischen 1095/99 und dem 13. Jahrhundert. ...

im Mittelalter: religiös motivierte Feldzüge der christlichen Völker des Abendlands, deren Ziel es war das Heilige Land aus der Hand der Muslime zu befreien; im Mittelalter: religiös motivierter Feldzug gegen Heiden, Ketzer, die Ostkirche, Aufständische und politische Gegner.

Anmerkung: So steht es bei Wikipedia

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