Was ist eigentlich besser Frontantrieb oder Heckantrieb?

12 Antworten

Die stärkeren Bremsen eines jeden Autos sind auf der Vorderachse. Der Grund ist einfach: Weil beim Bremsen dort die meiste Traktion ist und weil die hinteren Räder führen müssen. Wäre es umgekehrt würde man spätestens beim Bergabfahren auf Schnee sein blaues Wunder erleben. Der Wagen würde unkontrollierbar. Eine Beschleunigung ist eine negative Bremsung demnach gehören die antreibenden Räder nach hinten. Und ganz wichtig: Die antreibenden Räder sind nicht die lenkenden. Sollten diese durchdrehen bleibt der Wagen trotzdem lenkbar. Das sind harte Fakten: Will ein Rad führen so muss es sich drehen - weder durchdrehen noch blockieren. Der Frontantrieb ist aus Platzgründen entstanden. Er ist billiger und weniger Platzintensiv. Da Autos früher deutlich kopflastig waren, weil der Motor in aller Regel dort ist, hatte der Frontantrieb dort leichtes Spiel. Sobald man das Auto aber belädt geht der Vorteil immer weiter zum Heckantrieb. Heute haben Autos eine Gewichtsverteilung von nahezu 50:50 auf beiden Achsen. Dadurch ist der Heckantrieb deutlich zahmer geworden. Das genau ist was sich durch die Jahre so hartnäckig hält: Der Frontantrieb reagiert zahmer weil er eben nicht übersteuert. Das ist aber nur ein Empfinden denn wenn man den Heckantrieb gut beherrscht kann man damit das Auto durch die Kurve schieben, wohingegen ein Frontangetriebenes Auto über die Vorderräder immer mehr zum Kurvenäußeren driftet. Hinzu kommt, dass ein Frontantrieb in aller Regel in kleinen Autos verbaut wird. Da diese eine geringere Masse besitzen haben sie grundsätzlich ein leichteres Spiel bei schlechtem Untergrund. Wenig Masse hat schlichtweg weniger Massenträgheit. Große Autos haben aber aufgrund ihrer hohen Masse ein angenehmeres und ruhigeres Fahrverhalten. Was dem Luxus in Luxuskarrosen zugute kommt. Aber viel Masse muss auch um die Ecke gewuchtet werden. Und das kann der Heckantrieb besser. Besser ist natürlich noch der Allrad. Aber dort erkauft man sich die etwas bessere Traktion durch ein deutliches Mehrgewicht durch den aufwändigen Antriebsstrang. Das ist Zusatzgewicht, was Sprit kostet, schwerer zu beschleunigen ist und grundsätzlich wieder einen Nachteil beim Kurvenfahren bedeutet - den er aber wieder wettmacht. Dank heutiger Sicherheitssysteme sind sich beide Antriebe näher gekommen. Das heißt Vor- und Nachteile sind auf beiden Seiten gemildert worden. Es ist letztendlich auch eine Frage des eigenen Fahrstils und Empfindens was für einen persönlich besser geeignet ist. Allerdings ist die Physik immer und allgegenwärtig. Und aus diesem Grund haben stark motorisierte Fahrzeuge wie LKWs und Supersportwagen, wenn sie denn nicht gerade Allradantrieb haben, grundsätzlich einen Heckantrieb. Niemals aber Frontantrieb. Und das sollte, ebenso das wie der Punkt bei den Bremsen (negative Beschleunigung) doch ganz klar für den Heckentrieb sprechen.

Alle Vorteile haben 4WD. Autos haben Heckantrieb nur Karren werden gezogen. Den angeblichen Vorteil beim Anfahren von Karren im Winter kann ich nicht nachvollziehen. Der Nachteile von Karren ,ist bei glatten Kurven Schlupf auf der Lenkachse ,beim vom Gasgehen noch immer und trotz Auskuppeln immer noch und weiter nur noch geradeaus. Bei Autos kann man beim über die Vorderachse schieben noch etwas mit dem Gaspedal nachhelfen. Wenn sich jemand an die angeblich schlechten Anfahreigenschaften stört kann er das mit der Kofferaumbeladung einstellen. Durch schlechte Anfahreigenschaften kommt es mit Sicherheit in den seltensten Fällen zum Crash beim geradeausfahren in Kurven etwas häufiger. Die verfechter von Frontantrieb sitzen oft den Werbe Märchen ihrer Automarke auf um bei einen evtl. Wechsel zu einem Premium Fahrzeug nur innerhalb des Konzerns fündig zu werden. Sonst verhällt sich das mit der Meinung von "generation Golf" ähnlich wie beim Automatik oder Schaltgetriebe .Ist man erst mal an das vorher vom Hören und Sagen Verschmähte gewöhnt will man nichts anderes mehr haben.

Wenn du Dich bei Schnee und Glatteis beim Bremsen selbst überholen willst, nimm einen Heckantrieb.

Bin alle Antriebsarten im Winter gefahren und kann dazu folgendes sagen:

1.) Allrad: Mit Abstand am Besten und Sichersten. Fahrzeuge mit Allrad lassen sich recht schnell bei verlorengegangener Traktion (z. B. rutschigen Strassenverhältnissen) wieder unter Kontrolle bringen.

2.) Frontantrieb: Bei schlechten Strassenverhältnissen habe ich das Gefühl den Wagen beim Ausbrechen deutlich besser unter Kontrolle zu bringen als ein Heckantriebler, weil die Leistung und die Kontrolle über das Fahrzeug direkt über das Lenkrad erfolgen.

3.) Heckantrieb: Bei Schnee und Glatteis kann es einem schon ein sehr kalter Schauer über den Rücken laufen, da das Zurückgewinnen der Kontrolle über das Fahrzeug nach Ausbrechen sehr bedacht über die richtige Gasdosierung und Lenkung erfolgen muß. Ungeübte Fahrer können in solchen Situationen richtig Probleme bekommen.

Meine Empfehlung: Entweder Allrad, ansonsten Frontantrieb. Erfahrung: Täglich im Außendienst, bei Wind und Wetter.

Wo hat ein Tier mit vier Beinen die meiste Kraft ? Welches Antrieb quitscht am meisten beim Anfahren ? Fahr mal auf nasser Straße berghoch und gib dem Auto dann mal die Sproren. Ein Fiesta oder so geht ja noch, aber hat man nen Audi mit etwas Leistung, dann ist der doch am Scharren wie ein Pferd. Übrigens nimmt ein Pferd zum Scharren auch immer die Vorderbeine. Einfach weils damit leichter geht. Warum ein Vorderradgetriebenes Auto im Winter bei Schnee nun plötzlich nicht mehr scharren soll hab ich nicht verstanden.

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