Was ist der Unterschied zwischen positiver und negativer spannung?

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Die Aussage, dass es positive und negative Spannung gibt, ist schwammig formuliert.

Spannung gibt es immer bezüglich eines Punktes. Stell's dir vor wie die Höhe von Bergen: Sie wird immer relativ zum Meeresspiegel angegeben. So ist es auch mit der Spannung. Man geht von einem Nullpotential ("dem Meeresspiegel") aus und schaut dann, ob die anderen Punkte vom Potential her darüber oder darunter liegen. Entsprechend haben sie positive oder negative Spannung. Die Elektronen sind dann wie kleine Bälle: Sie rollen von oben (hohem) Potential nach unten (niedriges Potential) und verrichten auf dem Weg Arbeit (verformen unterwegs Autos etc.).

Beispiel: Du willst etwas mit 5V betreiben und hast eine Spannungsquelle mit den Anschlüssen 0, 7 und 12 V. Dann kannst du deinen Verbraucher zwischen 7 und 12 V anschließen und erhältst deine 5 Volt.

Bezüglich der Polung gibt es aber zu beachten, dass einige Bauteile den Strom nur in eine Richtung durchlassen und die Spannung daher richtig herum anliegen muss. Ein Beispiel dafür sind Leuchtdioden.

Achja: Und ob der Strom von + nach - oder - nach + fließt, ist Definitionssache. Leider wird hier oft auch einfach mal die Definition getauscht :(

ja danke also sowas hab ihc mir shcon gedacht aber mein buch hat mich echt iritiert;D danke;D

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@Szintilator

doch ist es, physikalisch fließt er von - nach +, aber der elektrotechniker hat sich vor langer zeit definiert das er von + nach - fleißt, also ist es definitionssache

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@minmin

Alles ist eine Sache der Definition. Definieren wir den Stromfluss von + nach - so definieren wir automatisch das Wort Fluss zu einem Sog, da Elektronen sich nunmal vom Überschuss zum Mangel bewegen nicht umgekehrt.

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@Bujin

Man darf es nicht beliebig definieren und denken E-Techniker waren damals blöde! Man muss sich bei der Definition des Elektrischen Stromes nicht auf Elektronen beziehen. Der elektrische Strom fließt immer von Plus nach Minus, egal durch welche Ladungsträger! Die Definition lässt sich auf metallische Leiter (mit Elektronen als Ladungsträger) auf Halbleiter (je nach Art mit negativen Elektrononen oder positiven Fehlstellen als ladungsträger) oder auch auf Elektrolyte (mit negativen oder positiven Ionen als Ladungsträger) anwenden. Wenn man die Bewegungsrichtung der Elektronen anguckt, geht die richtigerweise immer zu positiveren Potentialen, positive Ladungsträger (wie die Fehlstellen in einigen Halbleitern oder Ionen in Elektrolyten) bewegen sich immer zu negativeren Potentialen.

Die Richtungssache wird also einfach, wenn man die verschiedenen Worte auch schön auseinander hält. Strom immer + nach -. Strom nicht immer identisch Elektronen...

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@krumbholz

Nicht desto trotz gibt es die technische und die physikalische Stromrichtung die beide auch den Elektronenfluss beschreiben aber nur eine der Realität entspicht.

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@Szintilator

Gebe Szintilator Recht. Ist nun mal so, der Strom fließt von - nach + DH

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@Cliff

Wenn man eine Triode(Radioröhre) betrachtet, so ist die Kathode der negative Pol und die Anode der positive Pol, der dritte Pol ist das Steuergitter. Die Kathode emittiert Elektronen und die fliegen zur Anode, dem positiven Anschluß, mit einer bestimmten regelbaren Spannung am Steuergitter, mehr oder weniger. Die Kathode wird mit der Zeit härter und es werden weniger Elektronen emittiert, durch eine Spannungsänderung an g1 kann das wieder ausgeglichen werden, oder die Kathode wird mit höherer Heizspannung betrieben.

Die technische Stromrichtung wird von plus nach minus angenommen, z.B. bei Dioden ist das so, daß der Strom in Pfeilrichtung fließt, die Pfeilspitze mit dem Strich darunter ist dann die Kathode.

Auch bei Transistoren wird das in Schaltungen so angenommen, die Pfeilspitze zeigt immer zur negativeren Seite der Spannungsquelle.

Schreibe ich mal so, wenn man so möchte, sollen beide Standpunkte richtig sein!

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Stell Dir vor, Du schaltest zwei 1,5 V Batterien in Reihe, also hintereinander (Pluspol an Minuspol), indem Du sie aufeinander und die untere mit dem Minuspol auf eine leitende Metallplatte stellst. Dann misst Du zwischen Metallplatte und der Verbindungsstelle +1,5 V, zwischen der Metallplatte und dem Pluspol der zweiten Batterie 2 x 1,5 V =3 V. Die Metallplatte bzw. deren Potential ist dabei das Bezugspotential.

Jetzt verschieb die Metallplatte (die im Grunde nur als (anschaulicher) Meßpunkt dient)zwischen die beiden Batterien. Wenn Du von dieser neuen "Potentialebene" aus die Spannungen mißt, dan mißt Du + 1,5 V zum Pluspol der darüber befindlichen Batterie, aber - 1,5 V zum Minuspol der darunter befindlichen Batterie. Du hast jetzt ein System definiert, das Dir, bezogen auf Deine selbst gewählte Bezugsebene (Bezugspotential) eine Gleichstromversorgung von sowohl + 1,5 V als auch - 1,5 V bietet.

Wozu man das braucht? Viele Schaltungen und komplexen Bauelemente in der Elekronik benötigen positive und negative Versorgungsspannungen.

Technische Stromrichtung ist von Plus nach Minus

Physikalische Stromrichtung ist von Minus nach Plus. Die Elektronen bewegen sich in dieser Richtung.

Und dann gibt es noch die Unterschiedliche Betrachtung bei Quellen und Senken. In einer Batterie (StromQUELLE) fließen die Elektronen tatsächlich anders herum denn die kommen im Pluspol rein und im Minuspol kommen die raus. Das ist genau der Grund, warum die Technische Stromrichtung "verkehrt herum" ist. Denn als das definiert wurde, wusste man noch gar nicht was Strom genau ist und dass die Elektronen durch die Drähte fliessen. Das einzige was man beobachten konnte waren die Chemischen Prozesse in einer Batterie bzw. die Ionenbewegung beim galvanisieren. Und Ionen machen genau das Gegenteil von den Elektronen.

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