Was ist der Unterschied zw. High-Fantasy und Low-Fantasy (Bücher)

4 Antworten

High Fantasy ist einfach epischer als Low Fantasy.Beim High Fantasy werden komplexe Welten geschaffen mit eigener Flora und Fauna, erfundenen Ländern, häufig auch mit eigener Sprache. Oft gehen die Haupfiguren auf eine lange Reise durch das gesamte Land und bilden dabei ihren Charakter aus. (Vom kleinen Bauersjungen zum stellvertretenden König z.B.) Sehr bekannt sind z.B.Mittelerde von Tolkien oder die Scheibenweltromane von Prachett.Low-Fantasy hat ihren Ursprung in diversen Comicheftchen.Es verzichtet meist völlig auf Fantasykreaturen wie Drachen oder Chiemären.Beim Low-Fantasy steht meist ein Titelheld im Vordergrund welcher durch besondere Fähigkeiten oder stärke glänzt.Z.B.bei Spiderman.Low-Fantasy enthält zwar fantastische Elemente, beruft sich aber auch durchaus auf reelle Bezüge wie Städte, Fahrzeuge und Menschen.

Die Genres unterscheiden sich durch die inhaltlichen Fantasy-Elemente. Im High-Fantasy findet man Elfen, Zwerge, Magie, Drachen und solche Dinge.

Im Low-Fantasy hat man nur wenige fantastische Elemente und die sind unauffälliger. In der Regel keine oder kaum fantastische Wesen, keine bis wenig Magie, es gibt erfundene Länder, Bräuche, Zeiten, Völker und dazu manchmal noch einen Tick "wahren" Aberglauben, man hat z.B. Barbaren, Piraten, Schwertkämpfer.....

High Fantasy ist für mich in ihrer Essenz eine Mythologie. Gilgamesh. Edda. Beowulf. Kalevala. Letzteres ist eher unbekannt, es sei denn, man ist so ein oller Tolkien-Fan wie ich und weiß, dass der Herr diese finnische Mythologie(-sammlung) ziemlich mochte. In Anlehnung an solche Mythologien wollte Tolkien ein englisches Nationalepos erschaffen. Die bekannte Artus-Sage kann man nicht als englisch bezeichnen aufgrund der französisch-keltischen Wurzeln…und alles was an bekannten Mythosgeschichten in UK umher geht, ist nunmal kelitschen Ursprungs. Natürlich hat Tolkien damit nicht das Fantasygenre komplett neu erfunden, sondern es auf bekannter Mythologie mit Elementen der Literaturgattung der Romantik wiederbelebt aufgebaut.

Ja, was ist denn dann diese Low Fantasy? Meiner Meinung nach begnet man hier eher kurzweiligen Abenteuer mit einem starken Fokus auf einen Charakter/eine Gruppe von Charakteren. Wobei das “kurzweilig�? sehr relativ ist, Harry Potter spielt ja über mehrere Jahre und hat, meines wenigen Wissens nach, auch epische Ausmaße. In Low Fantasy ist die Welt für gewöhnlich nicht so komplex und ausführlich beschrieben wie in High Fantasy. Auch ist sie für mich hier keine versteckte Protagonistin, sondern einfach da, ein schmückendes Beiwerk. Ich habe außerdem das Gefühl, dass sehr viel Low Fantasy im Bereich der Jugendbuchliteratur produziert wird. Oder andersherum: vielleicht ist Low Fantasy für jüngere Leser ansprechender, weil es sich nicht “wie die Bibel liest�? (Stichwort: The Silmarillion). Low Fantasy ist weniger komplex, hat einen schnelleren Zugang und ist wahrscheinlich auch “leichter�?. Das ist völlig wertneutral gemeint, ich möchte auch nicht täglich mit Brandon Sandersons 1000-Seitern erschlagen werden. Er selbst schreibt ja zwischendurch “zur Entspannung�? auch kürzere, leichtere Romane.

Optimal ausführlich unter = http://www.firyar.de/2014/03/high-fantasy-low-fantasy/

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Danke:)

Harry Potter ist ja auch Urban Fantasy.

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Das ist eine sehr persönliche Meinung und hat nichts mit der offiziellen Definition zu tun!

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