Was ist der Unterschied zwischen Orkan, Hurrikan und einen Tornado?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Was unterscheidet Orkan, Hurrikan, Zyklon, Tornado ?

Orkan:

Orkane treten in unseren Breiten auf. Es sind "normale "Tiefdruckgebiete, die durch starke Temperaturgegensätze zwischen warmer Meeresluft und polarer Kaltluft entstehen. Es handelt sich dabei um sogenannte Sturmtiefs.

Tropische Wirbelstürme:

Man nennt sie in der Karibik und im Golf von Mexiko Hurrikan, im westlichen Pazifik Taifun, in Indien Zyklon, in Australien Willy-Willy. Sie entstehen ausschließlich über großen, warmen Meeresflächen, wenn das warme Wasser die umgebenden Luftmassen erwärmt. Diese Arten von Sturmtiefs haben einen Durchmesser von mehreren hundert Kilometern. In ihnen werden Windgeschwindigkeiten von bis zu vierhundert Kilometer pro Stunde erreicht.

Tornados:

Tornados treten vor allem in Nordamerika in Erscheinung, meistens im Mai und Juni. Sie unterscheiden sich völlig von den eben genannten Stürmen. Sie haben meist nur einen Durchmesser von gerade 50 Metern und bewegen sich mit 50 bis 60 Stundenkilometern vorwärts in Richtung der vorherrschenden Höhenströmung. Die Drehgeschwindigkeit des Wirbels liegt allerdings bei 450 Stundenkilometern. Sie legen meist nur eine Distanz von 5 bis 10 Kilometern zurück, selten auch bis zu 300 Kilometern.

Entstehung: Feuchtwarme Luft über dem Golf von Mexiko driftet mit südöstlicher Strömung im Richtung Festland. Zeitgleich strömen kalte Fallwinde von den Rockymountains in entgegengesetzte Richtung. Diese Kaltluft legt sich über die Warmluft. Da nun Warmluft das Bestreben hat nach oben zu strömen, bilden sich sogenannte enge Aufwindschlote. Dort findet ein Kondensationsprozeß statt, so daß sich eine Gewitterwolke mit Schauern ausbildet. Man spricht hier auch von einer Superzelle. Hohe Seitenwinde versetzen die aufsteigende Luft in Rotation. In Richtung Erde entwickelt sich ein Wirbel. Dieser wird durch Kondensationserscheinung, die infolge des geringen Drucks im Wirbel entsteht, als Wolkenschlauch sichtbar. Durch angesaugtes Material vom Boden verfärbt sich dieser meistens schwarz. Es gibt in Nordamerika zirka achthundert Tornados pro Jahr. Auch in Mitteleuropa werden jährlich zirka zehn solcher Wirbelstürme beobachtet. Man nennt sie bei uns Windhosen oder auch Tromben.

Richtig beantwortet wurde deine Frage eigentlich noch nicht.

Ein Orkan ist ein Sturm, dessen Winde stärker als 64 Knoten sind. Dies ist unabhängig vom Wettersystem, der ihn verursacht.

So wird ein tropischer Sturm zum Orkan, wenn dessen Mittelwinde besagte Grenze überschreiten. Man spricht dann vom Hurrikan.

Auch europäische Winterstürme oder auch lokale Gewitter können Winde in Orkanstärke mit sich bringen. Gleiches gilt für Tornados. Obwohl es sich um verschiedene Wettersysteme mit komplett unterschiedlichen Entstehungsbedingungen handelt, können alle als Orkan bezeichnet werden.

Im heutigen Sprachgebrauch wird der Begriff "Orkan" leider für spezielle Wettersysteme verwendet. Beispielsweise würde heute niemand mehr einen Tornado als Orkan bezeichnen, obwohl dies per Definition korrekt ist, da ein Tornado generell Windgeschwindigkeiten von 64 Knoten überschreitet. Vielmehr ist ein "Orkan" im deutschen Sprachgebrauch ein Synonym für einen starken Herbst- oder Wintersturm.

ein orkan ist ein heftiger wind, ein hurrikan ist ein sehr sehr heftiger sturm und ein tornado ist so eine lange geschraubte windhose

Was möchtest Du wissen?