Was ist das Huygensche Prinzip einfach erklärt?

3 Antworten

Wenn man einen Stein ins Wasser wirft, entsteht ein charakteristisches Wellenmuster.

Wenn man zwei Steine ins Wasser wirft, überlagern sich diese beiden Wellenmuster.

Wenn man n Steine ins Wasser wirft, überlagern sich die n Wellenmuster.

Die Steine braucht man nur, um die Wasseroberfläche an einer Stelle kurzzeitig nach unten zu drücken. Das kann man auch mit irgendetwas anderem machen, z. B. der Hand. Man kann die Wasseroberfläche auch kurzzeitig nach oben drücken, dann entsteht das gleiche Wellenmuster, nur mit Ablenkung nach oben und nach unten vertauscht.

Huygens' Geniestreich war nun, zu sagen, dass der Momentanzustand einer Welle ja nichts anderes ist als eine Vielzahl von Ablenkungen der Wasseroberfläche vom Gleichgewichtszustand, bzw. bei einer anderen Art von Feld entsprechend die Ablenkungen anderer Größen vom Gleichgewichtszustand.

Damit erzeugt jeder Punkt der Welle zu einem bestimmten Zeitpunkt seine eigene Elementarwelle, deren Stärke proportional zur Auslenkung an diesem Punkt zum betrachteten Zeitpunkt ist.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium, Hobby, gebe Nachhilfe

Hey Kugelschreiber9.

Stell dir einfach einmal vor, dass ein beliebiger Punkt von einer Welle - in einem homogenen Medium - getroffen wird. Dieser spezifische Punkt ist nun der Ausgang einer Elementarwelle, welche dann eine Wellenfront bilden. Hierbei kann es sich um elektromagnetische Wellen, lichtwellen oder auch mechanische Wellen handeln.

Mit diesem Prinzip - von Christiaan Huygens - kann man nun eben die Expansion, die Brechung, die quantitative Beugung, sowie die Reflexion der Wellen und erklären. Weiter kann man die Reflexion und Brechung an Oberflächen, oder auch die Doppelbrechung in Kristallen mithilfe des vorliegenden Modells erklären.

Mit freundlichen Grüßen,

Kolja

Wenn du sir eine Welle (zb in Form eines Halbkreises) auf ein Blatt Papier zeichnest, kannst du dir beliebig viele Punkte auf diesem Halbkreis einzeichnen.

Nimm zum Beispiel einfach mal 10 oder 20 Punkte gleichmäßig verteilt.

Wenn du nun um jeden dieser Punkte wieder kleine Kreise ziehst, bilden alle kleinen Kreise von weiter weg betrachtet einen neuen Halbkreis der etwas größer ist als der erste.

Und so ginge es immer weiter, und mit unzähligen, beliebig vielen Punkten.

Nach diesem Prinzip wird das " sich fortbewegen " von Wellen physikalisch bechrieben.

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