polwender

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Hallo,

Um es ganz, ganz einfach zu halten:

Es gibt einen sogenannten Stator, welcher als ringförmiger Magnet nicht drehbar, fest mit dem Motorgehäuse verbunden ist. Im Modellbaubereich ist es meist ein sogenannter Permantentmagnet. ( Also ein herkömmlicher Magnet, wie ihn jeder schon einmal gesehen hat )

Im Kleinelektobereich , Haushaltsgeräten und und vielen Elektrowerkzeugen wird der Permanentmagnet durch ähnlich geformte Elektromagnete ersetzt. Elektromagnete bestehen aus einem magnetisierbaren Eisenkern, der mittels isolierten Kupferspulen bei Stromfluss magnetisiert wird. Der Eisenkern dient dabei in einfacher Hinsicht als eine Art Verstärker und Lenker der Magnetfelder, die durch die Kupferwicklungen erzeugt werden.

Von der Form her kannst Du Dir den Stator in einfachster Bauart so vorstellen: ( O ) ( Die Klammern stellen die festen Mangnetsegmente dar, das O den " Rotor " )

Der Rotor ist der bewegliche Teil des Motors und somit die sichtbare Motorwelle. Der Rotor ist ein Elektromagnet mit mehreren Spulen und ist fest mit der Motorwelle verbunden. Somit dreht er sich mitsamt der Motorwelle.

Die Besonderheit am " Polwender " ist der Aufbau und die Spannungsversorgung der Magnetfelder auf der Antriebswelle.

I

-- O --
| In diesem Fall sind:

O = Motorwelle -- und | stellen sinnbildlich jeweils ein Elektromagnetenpaar dar.

Um die Spannung nun bei drehender Motorwelle an diese Magneten zu führen, ist an einer Seite dieses mehrspuligen Elekromagneten ein sogenannter Kommutatoranker angebracht, der zwischen 2 Schleiferbürsten für die elektrische Kontaktverbindung mittels mehrerer Kontaktplättchen sorgt. ( Pro Magnetenpaar sind 2 gegenüberliegende Kontakte nötig )

Dieses Bauteil kannst Du durch die hinteren Lüftungsschlitze vieler Bohrmaschinen sehen.

Die technische Funktion:

Der Stator erzeugt von außen ein fest stehendes Magnetfeld. Dieses kann magnetisch fest gepolt sein. ( Permanentmagnet oder Betrieb an Gleichspannung ) Bei Betrieb an Wechselspannung würde ein elektrisch erregter Stator 50 / 60 x in der Sekunde seine magnetische Polarität wechseln.

Hier kommt der* Kommutator* ins Spiel, denn an seinem Kontaktanker lässt sich einstellen, dass je nach Drehwinkel des Motors das innere und äußere Magnetfeld entweder abstoßend oder anziehend aufeinander einwirken.

Der allgemeine technische Vorteil dieses Motorenprinzips:

Der Motor kann ohne besondere technische Hilfsmittel sowohl an Wechselpannung als auch an Gleichspannung betrieben werden. Zudem sind bei sehr kompakter Bauweise auch hohe Drehzahlen möglich.

Ein Nachteil:

Die Schleiferbürsten und die rotierenden Kontaktplättchen des Kommutatorankers unterliegen stetigem Verschleiß.

mfg

Parhalia

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