Was hat der Klimawandel mit Wetterextremen zu tun?

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4 Antworten

Im Grunde überhaupt nichts. Dass dort angeblich ein Zusammenhang besteht, ist reine Propaganda.

Jedes Lehrbuch über Meteorologie erklärt Dir, dass die hauptsächliche Quelle für "Unwetter" die Temperaturdifferenz zwischen den Tropen und den Polen ist. Und man sagt, in einer wärmeren Welt, würde diese zurückgehen. Das liegt vor allem daran, dass Temperatur Diffusionsprozesse beschleunigt, die ausgleichenden Charakter haben.

Deshalb erwärmen sich durch den Klimawandel vor allem die Pole und Gletscher schmelzen ab, in gemäßigten Klimazonen werden die Winter milder, anstatt dass die Tropen und Wüsten noch heißer würden und in gemäßigten Klimazonen vor allem die Sommer heißer würden.

In der Thermodynamik lernst Du, dass es immer eine Temperaturdifferenz benötigt, um mechanische Arbeit zu verrichten. Eine Wärmekraftmaschine arbeitet immer zwischen zwei Reservoirs unterschiedlicher Temperatur. Wenn sich der Planet erwärmt, wird die Temperaturverteilung homogener, es gibt weniger starke Stürme, weniger extreme Dürren und Überschwemmungen. Aber mit dieser Meldung macht man eben keine Schlagzeilen in den Medien, also wird das Gegenteil gedruckt. Das nennt man Propaganda und hat mit Wissenschaft leider nichts mehr zu tun.

Dass man heutzutage mehr Wetterextreme registriert liegt insbesondere daran, dass man diese inzwischen (auch per Satellit) zuverlässig verfolgen kann, dass es inzwischen etwa 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten gibt, somit die meisten Gebiete sehr viel dichter besidelt sind, somit mehr Schaden entsteht. Es hat auch damit zu tun, dass Oberflächen versiegelt sind, somit kaum noch Wasser abfließen oder versickern kann, etc. Mit der Erderwärmung hat es jedoch unmittelbar nichts zu tun.

Die Indianer kannten die Zugbahnen der Wirbelstürme und haben es gemieden, in diesen Gebieten zu siedeln. Heute ignoriert man das natürlich. Man baut dort, wo es stürmt. Man baut nah am Wasser. Und dann wundert man sich, dass "die Natur alles wegfegt". Die Naturgewalten sind nicht wirklich "stärker" oder "häufiger" geworden. Sie haben heute lediglich sehr viel mehr "Gelegenheit", uns und unsere Infrastruktur zu treffen und zu beschädigen.

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Kommentar von killerxy555
25.02.2016, 18:14

dass nenne ich mal einen text o.O danke dir ! :D

ich denke damit kann ich was anfangen :)

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Kommentar von realfacepalm
26.02.2016, 11:16

...es gibt weniger starke Stürme, weniger extreme Dürren und Überschwemmungen.

Das iwederspricht leider völlig der Realiät - NoHB "vergisst" bei seinen theoretischen Überlegungen leider, dass die wärmere Atmosphäre (und Ozeane) auch mehr Energie beinhaltet - und alleine schon deshalb Extremwettereignisse häufiger werden.

http://www.scilogs.de/klimalounge/werden-tropenstuerme-schlimmer/

2015 war z.B. globale (so wie in "globale Erwärmung") das Jahr mit den meisten schweren Wirbelstürmen seit Beginn der Aufzeichnungen.

https://weather.com/storms/hurricane/news/record-most-category-4-or-5-hurricanes-typhoons

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Die gegenwärtige, von Menschen vorwiegend durch Verbrennen fossiler Brennstoffe und der Freisetzung von Treibhausgasen verursachte globale Erwärmung, und der daraus folgende zuätzliche und beschleunigte anthropogene Klimawandel haben eine Menge mit der Zunahme von Extremwettereignissen zu tun.

Als wichtigste Folge wird es global wärmer - allerdings nicht überall gleich stark und gleichschnell. So erwämt sich z.B die Arktis vielfach stärker als der Durschschnitt. Die globale Erwämung setzt auch nicht die üblichen Wetterschwankungen ausser Kraft: es wird weiterhin auch mal kalte Jahre geben. (Kalt allerdings dann im Vergleich zu den jeweils vorhergehenden Jahren: https://xkcd.com/1321/ )

Durch diese Erwärmung steigt der Meeresspiegel: einmal durch die Ausdehnung des wärmer werdenden Wassers, zum anderen durch das Abschmelzen von Gletschern, und der Eisschilde der Westantarktis, der antarktische Halbinsel und vor allem Grönlands - und dieser Anstieg endet leider nicht 2100, sondern wird noch viele Jahrhunderte weitergehen. http://www.scilogs.de/klimalounge/meeresspiegel-ueber-die-jahrtausende/ Überschwemmungen z.B. durch Stürme werden dadurch auch immer stärker.

Durch die wärmeren Temperaturen kann mehr Wasserdampf in der Atmosphäre aufgenommen werden - bisher etwa 4% zusätzlich. Dieser Wasserdampf ist zum einen als Treibhausgas eine positive Rückkopllung zur Erwärmung durch die andern Treibhausgase wie CO2 oder Methan, und verstärkt die Regenfälle dort, wo es bereits viel regnet.

Gleichzeitig verdunstet durch die höheren Temperaturen mehr Wasser von der Erdoberfläche - dort wo es trocken ist, wird es noch trockener, Dürren damit stärker und wahrscheinlicher. http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Dürren

In der wärmern Atmosphäre ist auch mehr latente Energie enthalten - Unwetter werden stärker.

Durch die geringeren Temperaturunterschiede zwischen Arktis und Äquator verändert sich der Jetstream-Gürtel, was zu häufigeren Blockadewetterlagen und dadurch entweder längeren Hitzewellen oder Dauerrregen mit Überschwemmungen führen kann.  http://www.scilogs.de/klimalounge/extremwetter-durch-planetare-wellen/

Aufgrund dessen steigen die Zahlen von Extremwetterereignissen an - mehr Überschwemmungen, mehr Dürren, stärkere Stürmehttp://www.scilogs.de/klimalounge/werden-tropenstuerme-schlimmer/

Diese Zunahme an Extremwetterereignissen lässt sich sowohl global als auch in Deutschland belegen.


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Gar nichts!

Wetterextreme sind ganz normale Schwankungen. Das hat nichts irgendwie mit dem natürlichen Klimawandel zu tun.

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Na, wir  hatten doch auf den Fidschi-Inseln vor kurzem den stärksten Zyklon, der jemals die Inselgruppe traf. Das sollte doch reichen....

Man darf natürlich nicht fragen, wer die Daten seit Anbeginn der Erde in den Computer eingegeben hatte, dass man das so schnell wissen konnte, und man darf auch nicht fragen, wie man vor 100, 200 oder 500 Jahren die Windgeschwindigkeiten genauso genau messen konnte wie heute.

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