Warum wird die Stirn warm bzw. heiß wenn man Fieber hat?

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2 Antworten

Bei Fieber wird nicht nur die Stirn heiß. Dein Körper versucht die Kerntemperatur (also ohne Extremitäten) zu erhöhen um die Vermehrung von Fremdkörpern wie Viren oder Bakterien zu verringern und gleichzeitig die Stoffwechselvorgänge zu erhöhen. Die meisten Bakterien, haben nämlich leider die Eigenschaft sich ausgerechnet bei "Körpertemperatur" (ca. 37 Grad) am besten zu vermehren.

Wenn wir Fieber haben, wird der ganze Körper heiß, nicht nur die Stirn.

Das Fieber hat eine gesundheitsregulierende Wirkung: Es zwingt Dich zur Ruhe, die weißen Blutkörperchen werden vermehrt produziert, um Bakterien zu bekämpfen, usw.

Aber die Wärme muss wieder aus dem Körper raus, daher werden vor allem Arme und Beine sehr warm, um die Hitze aus dem Körperstamm abzuleiten.

Nach einem Hitzeschub kommt im Fieber unweigerlich der Kälteschub, so dass Du anschließend das Gefühl hast, Arme und Beine sind kalt - Du frierst.

Die Stirn hat ebenso eine sehr große Hautfläche, so dass dort der Wärmetransport nach außen prima funktioniert. Und da dort keine Haare wachsen, fühlen wir halt dort sehr gern, ob jemand schon oder noch Fieber hat.

Mein Sohn hatte vor einer Woche hohes Fieber (über 39,5° C). Seine Stirn und der Nacken etc. waren sehr heiß, die Wangen wie Hände und Füße eher kühl. Ich kenne das auch von mir. Bei Händen und Füßen ist es klar, weil der Körper in der Peripherie die Gefäße nicht weitet, um die Hitze drinzubehalten. Wie erklärst Du mir die kühlen Wangen neben der glühenden Stirn?

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@WildeFee

Die Stirn ist besser durchblutet als die Wangen.

Ich weiß nicht, wie alt Dein Sohn ist, aber für kleinere Kinder sind 39,5 °C Fieber noch nicht wirklich "hoch". Wenn's nicht länger als einen Tag dauert, machen wir gar nichts außer Bettruhe und sinnvolle Getränke reichen.

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