Warum kämpften in Napoleons Armee Ausländer?

2 Antworten

Hat mehrere Gründe. Selber nachforschen. So wirklich kenne ich mich damit nicht aus.

Einerseits war damals Kanonenfutter Mangelware, also zwangen sie junge Leute zum Kampf (Der Alte Fritz von Preussen, der seine Truppen anschrie als sie nicht an die Front, sich abknallen lassen wollten "Hunde, wollt ihr ewig leben ?!).

Vielleicht haben auch die Hunde "Rottweiler" etwas damit zu tun. Diese Rasse wurde speziell für Jagd auf Menschen gemacht, selektiert.

Andererseits gab es Landesherrn, die ihre Untertanen einfangen liessen und sie als Soldaten verkauften.

Andererseits gab es, wie auch heute, Söldnertruppen die sich an den Meistbietenden verkauften.

Andererseits gibt es auch die Légion Etrangère, die Fremdenlegion, meines Wissens 1831 gegründet. Sie nahmen scheint's nur Nichtfranzosen auf. Nur die Gradierten waren Franzosen. Von Trouffion nach weiter oben aufzusteigen, war scheint's unmöglich, verboten. Diese Truppe hat scheint's einen besonderen Status, sind scheint's Kommandokämpfer und machten usrsprünglich scheint's sehr gewagte und selbstmörderische Aufgaben, für welche sie nicht französische Staatsbürger einsetzen (und verlieren) wollten.

In meiner Jugend jobbte ich auf Baustellen. Sogar leitete Baustellen. Man hatte mir Rückkehrer der Fremdenlegion anvertraut. Nach soundsoviel Jahren Dienst wurden sie einfach an die Luft gesetzt, raus aus Frankreich. Arme Kerle, von Gott und der Welt verlassen. In unserer "zivilierten" Welt vollständig verloren :-( . Die Legion war ihre "Mutter" gewesen. Und dann, ganz auf einmal, waren sie verdammt alleine. Ausgeliefert :-(
Mir waren diese "Heimkehrer" ohne Heim sehr lieb. Und wichtig. Ich ihnen scheint's auch :-) .

Auch habe ich, in meinem Beruf (Historische Baudenkmäler) wieder die Fremdenlegion getroffen, in Mont-Saint-Louis in den Pyrenäen. Ich sollte dort Restaurierung der alten Festung planen. Sie ist in Betrieb, harte Ausbildung und Hauptquartier. Der Chef dort sagte mir, dass er die Schnauze voll hat, Schüler bereits in der Ausbildung zu verlieren. Was ich gut verstehen kann. Die Mauern sind derart verrottet, dass wenn sie sich an einem Mauerfuss ausruhen, ihnen ein 140-Kilo-Stein von ober der Mauer drauffallen kann.

Ein paar Wochen später hatte ich erfahren, dass mehrere bei einem Sprengversuch auf einem ihrer Gelände weiter oben in den Bergen umgekommen sind. Ich hatte zwei von denen in der Kaserne getroffen. Diese Versuche haben einen anderen Namen, etwas mit "praktischen Effizienz-Versuchen für Materialdestruktion" oder sowas. Jedenfalls sind sie tot :-( Bereits in der Ausbildung. Tun mir sehr sehr Leid.

Verzeihung, ich bin vom Thema abgeschweift. Wo ich das schreibe, habe ich die Augen voll Tränen, ich heule, schreie.

Weil die sogenannten "Bruderländer" Abgaben leisten mussten und zugleich eine bestimmte Anzahl junger Männer zum Kriegsdienst verdonnert wurden.

Ein Staat konnte sich dem fügen, oder man hatte Krieg mit diesem gefürchteten General und Kaiser.

Beim Feldzug gegen Russland zum Beispiel, waren 420000 Junge Männer  aus annektieren Gebieten oder verbündete Nationen dabei, also viel mehr als Französische Soldaten . 

Die Armee die gegen Moskau zog war ungefähr 611000 Mann stark, daran kann man erkennen, daß der "Ausländeranteil" beträchtlich war. 

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