Warum ist es "das Wort" (sächlich) aber "die Antwort" (weiblich)?

8 Antworten

Das hat möglicherweise damit zu tun, dass das "Antwort" (engl. "answer") ursprünglich möglicherweise nicht von "Wort" kommt, sondern von "schwören" (Altenglisch: andswarean > wurde zu "answer"). Luther sagte übrigens noch "DAS Antwort"!

Endlich mal eine Antwort, welche auf die Frage eingeht und nicht nur Allgemeinplätze über die ,,Logik" der Sprache gibt.

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Hierfür gibt es keine logische Erklärung. Für uns, die wir damit aufgewachsen sind, ist es ja auch unproblematisch. Schwierig ist es für ausländische Mitbürger, die es einfach auswendig lernen müssen, eben weil es keine Regel gibt. Aber das ist nicht nur im Deutschen so. Im Spanischen gibt es z. B. einen weiblichen Artikel (la) und einen männlichen(el). Für die Spanier ist "die Sonne" "el Sol". Warum? Das weiß ebenfalls niemand.

Das gehört zu den ungelösten Rätseln der Sprachwisenschaft. Man könnte auch fragen, warum es im Französischen nur le und la gibt und im Englischen nur the! Deutsch ist mit seinen der die das für Ausländer schwer erlernbar.

Das ist beantwortbar. Im Altenglischen gab es noch Artikel in Femininum, Maskulinum und Neutrum, und auch die Adjektive und Nomen wurden wie im Deutschen(mit vielen Endungen und Fällen) durchdekliniert. Im Lauf der Zeit wurden die meisten Endungen abgestoßen, wodurch Englisch in mancher Weise einfacher wurde. - Verschiedene Artikel für verschiedene "Geschlechter" sind also in europäischen Sprachen eigentlich Standard.

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@Bswss

Es gibt im Englischen trotz des the noch bei vielen Wörtern das Geschlecht: The sun, he shines. The ship, on her bridge; usw.

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@Sonnenschnauz

Stimmt, aber nur in poetischen Sprache, wie "England, HER poetry". ITS wäre aber das normale Possessivpronomen hier.

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@Bswss

...its ist in diesem Fall kein Pronomen, es ist ein besitzanzeigender Begleiter ähnlich einem Adjektiv... - deswegen verwenden viele Linguisten mittlerweile den Begriff des Possessivadjektivs...

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