Warum ist eine höhe Frequenz bei AC gefährlich?

2 Antworten

Ich bin kein Elektriker aber soweit ich weiß ist eine hohe Netzfrequenz gefährlicher als eine niedrige oder bei Gleichstrom (DC). Der Hintergrund ist einfach der, dass sofern genug Strom fließt das Herz beginnt mit der Netzfrequenz zu schlagen (bei einer normalen 230V Leitung in Deutschland wären das dann 50 mal pro Sekunde). Das schafft das Herz natürlich nicht (es schafft zwar zu pumpen aber es ist kein ordentlicher Austausch bzw. Transport von sauerstoffarmen Blut und sauerstoffreichen Blut mehr möglich). In der Regel wird nach Stromunfällen der Patient selbst wenn es ihm gut geht min. 24h im Krankenhaus behalten, da jederzeit nochmal ein Herzkammerflimmern ohne offensichtliche Störquelle auftreten kann. Das heißt jetzt aber auch nicht, dass Gleichstrom (DC) weniger gefährlich ist. Bereits ab einer Stromstärke von 50 mA, die durch einen menschlichen Körper fließen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Herzkammerflimmern eintritt. Sofern ein RCD vorhanden ist löst dieser jedoch schon i.d.R. bei 30mA Fehlerstrom aus und schützt den Betroffenen vor ernsthaften Gefahren (bei kreislaufinstabilen Menschen, Menschen mit Herzschrittmacher oder Herzproblemen können aber auch diese 30mA schon gefährlich sein). Um Stromunfälle vorzubeugen gibt es zahlreiche Schutzmaßnahmen, die Regeln bis zu welchen Spannungen welche Schutzmaßnahmen zu treffen sind. Arbeiten an unter Spannung stehenden Leitungen sind wenn möglich immer zu vermeiden.

Zum Thema "Ungeschützte Leitungen" oder sensible Leitungen:

max. zul. Spannung für Menschen ohne PE Leitung in der elektrischen Anlage: 50V AC / 120V DC

max. zul. Spannung für Tiere und/oder medizinische Geräte: 25V AC / 60V DC

Durch Schutzklassen (1,2,3) werden Leitungen entsprechend ihrer Kapazität abgesichert, dass für den Anwender keine Gefahr besteht.

Woher ich das weiß:Hobby

Ich denke mal Peppie wird sich da aber auch nochmal zu Wort melden :-)

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Ja aber bei eine höhere Frequenz hat man die möglichkeit die Hand schnell loszulasen.. bri eine niedrige nicht soweit ich weiß

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@ElMaestro1

Das hängt meines Wissens nach von der Stromstärke ab die durch den Körper fließt. Da gibt es ein nettes Diagramm anhand von dem man ablesen kann über welchen Zeitraum bei welcher Stromstärke welcher Effekt eintritt (Loslassschwelle, auslösen eines RCDs, Herzkammerflimmern..). Ob die Theorie mit der Abhängigkeit von der Frequenz auf die Loslassschwelle zutrifft weiß ich leider nicht.

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Der Titel und der Fragetext passsen nicht zusammen.

AFAIK sind gerade die niedigen Wechselspannungen (Netzspannung 50Hz. Bahnstrom 16 2/3Hz) deshalb so gefährlich, weil sie das Herz auch bei geringen Strömen aus dem Rhythmus bringen können.

Das ist bei höheren Frequenzen nicht in dem Maße gegeben da diese mehr oder weniger weitab der natürlichen Herzfrequenz liegen.

Woher ich das weiß:Beruf – Beruf. Nicht bloß ein "Job".

^...niederfrequenten Wechselspannungn...

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