Warum hat man bei Horrorfilmen Angst?

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12 Antworten

Horrorfilme (-literatur) befassen sich im Grunde meist mit der Konfrontation der Menschen mit der eigenen Sterblichkeit und / oder seinem Verlust von Kontrolle bis hin zum Verlust des Selbst. Interessanterweise überschneidet sich diese Eigenschaft mit der Beobahtung des Albertus Magnus, bei der Erfahrung intensiven Genusses kontrahiere das menschliche Herz genau wie bei einem Angstzustand. Bei der Sexualität wie im Tode verliert der Körtper die kontrolle. So ist es kaum erstaunlich, dass diese Bereiche sich in unserem Denken unentrinnbar verbinden.

Hinzu kommen arachische Urängste, die gezielt im Horrorgenre bedient werden. Horrorfilme mit schwarzen Humor haben eine kompensatorische Funktion, weil sie spielerisch mit unseren Ängsten umgehen. Er bringt die Ängste in eine ironische Distanz, zeigen die provokant angstfreien Umgang mit ben diesen Ängsten. Es wird die Erleichterung vermittelt, dass das Entsetzliche uns makaber erscheint und auf Distanz gebracht werden kann. Deshalb ist der Humor im Horror so wichtig, wie es schon in der klassischen Zeit der Antike mit ihren tragödien das Satyrspiel war.

Während des Filmes fürchtet man sich, da man sich mit der Hauptfigur oder einer der Hauptfiguren identifiziert. Die Filme sind extra so aufgebaut, dass sie aus einer Perspektive erzählen, und wir Menschen neigen dazu, uns die Erzählerperspektive zu eigen zu machen, da wir auch unser eigenes Leben aus einer ähnlichen Sicht wahrnehmen.

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Nach dem Film hingegen wirken jene Mechanismen nach, die im Film sozusagen ausgelöst, aber kaum verarbeitet werden. Zum Beispiel bei "The Grudge" ist natürlich das eigentlich angsteinflößende der Geist, aber immer bevor man den Geist sieht, hört man dieses kehlige Knattern. Jetzt liegen wir zu hause im dunkeln im Bett und hören etwas, das nur ansatzweise so klingt wie dieses Geräusch und schon wird in unserem Unterbewusstsein die Erinnerung an die gefährliche "Erfahrung" aus dem Film getriggert. Unser Verstand ist noch nicht wirklich auf die fehlerfreie Verarbeitung der Filmindustrie eingestellt. Gruselgeschichten gibt es zwar schon seit Anbeginn der Sprache, aber die können nicht so plastisch Effekte nutzen wie der Film, in Form von Bildern und Geräuschen.

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Vor allem Bilder sind hierbei der Schlüssel für die bewusste Erinnerung, da ein Großteil unserer Wahrnehmung über die Augen geschieht. Für das Unterbewusstsein, also den Auslöser solche Wahrnehmungen in Erinnerung zu rufen, sind audielle wie olfaktorische Reize wesentlich wirksamer. Olfaktorische Reize können nicht über den Film vermittelt werden, also greifen die Filmemacher vor allem auf den Ton zurück. Das zeigt sich nicht nur in der Musik, sondern in der Gesamtgestaltung der Akustik von Horrorfilmen. Wer's nicht glaubt, einfach mal den Lieblingshorrorfilm komplett mit verbundenen Augen schauen. Dann wisst ihr was ich meine.

Die machen ganz das Meiste über die Hintergrund/Geräusche und die Musik. Bestimmte Töne und Geräusche gehen an die Nerven und das wird ganz bewußt genutzt.

Mach mal den Ton aus und guck dir dann so einen Film an. Die Angst ist so gut wie weg, man erschreckt sich höchstens manchmal ein bißchen.

Ich sage jetzt einfach mal,kommt darauf an,was wir an Erfahrungen gemacht haben! Bei mir ist es z.B.so..ich mache Unterschiede zwischen Grusel und Horror...Horror ist mir zu blutrünstig. Bei Grusel sieht es schon wieder anders aus...nur weiss ich nicht,wie weit ich hier ausschweifen kann....

Ich sag nur:Final Destination-Achte auf die Zeichen...

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Sie reaktivieren vergangene Erlebnisse die mit Angst und Gefahr in Verbindung standen.

Also ich denk immer, dass das echt ist und wenns dann dunkel ist diese Gestalt dann irgendwie auch da ist.. und bekomm totale Angst. (Bei mir trifft das nicht zu mit, dass ich weiss, dass das nichts mit der Realität zu tun hat) Ich denk immer, dass es das auch in echt geben kann.

weil wir uns voll in die situation reinversetzen und wenns dann auch noch dunkel im zimmer is.. wenn du das von anfang an nicht ernst nehmen würdest un die ganze zeit lachen hätte man auch keine angst

Weil wir uns in die Handlung hineinversetzen, auch unterbewusst.

Also ich hatte noch nie große angst im Filmen, mit ausnahme der Serie auf RTL2 "X-Factor" Das hat mich früher nie schlafen gelassen xD

Monster im Schrank Ahh

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@sugarbebieh

Tja kommt davon wenn man mit 8 Jahren solchen Mystik scheiß schaut, und am Ende dann immer dieses "die geschichte ist wirklich passiert" :D Die sollen das erst ab 22 Uhr machen !!! Und nicht morgends um 11uhr

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@Tiboeli94

Ja,wenn du sowas schaust..aber was wäre,wenn dir solch diverser x-Factor schon mal passiert wäre...? Dann würdest du anders denken...

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was verstehst du unter angst

weil sie urängste auslösen

hab ich mich auch grad gefragt xD

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