warum braucht man beim kochen mit dem eierkocher WENIGER wasser je MEHR eier man nimmt?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Was auf den ersten Blick etwas widersinnig aussieht, ist eigentlich ganz logisch, wenn man es genauer betrachtet.
.
Im Eierkocher werden die Eier nicht direkt in Wasser gekocht. Stattdessen wird Wasser erhitzt, es entsteht heisser Dampf, und dieser Dampf erhitzt dann die Eier - genau so wie Wasser.
Hat man nur ein Ei drin, dann ist um das Ei herum viel Platz, der von Dampf aufgefuellt werden muss, damit sich das Ei rundum in heissem Dampf befindet. Dazu muss eine gewisse Menge Wasser verkochen.
Hat man nun 6-7 Eier drin, dann ist der Zwischenraum, der mit heissem Dampf gefuellt werden muss, viel kleiner. Wenn so viele Eier drin sind, dann ist fuer Dampf nur noch wenig Platz. Daher muss hier nur wenig Wasser kochen.
.
Vergleiche mal mit einem Topf. Wenn du einen Topf voller eier hast und fuellst den mit Wasser, dann brauchst du viel mehr Wasser, als wenn nur ein einziges Ei drin ist und du den Topf fuellst.

der letzte satz verwirrt mich

0
@DieUpsi

Ooops, ich musste zwischendurch fuer ein Telefonat unterbrechen und habe dann zu schnell weitergeschrieben. Wenn mehr Eier im Topf sind, dann passt natuerlich weniger Wasser hinein.
Und im Eierkocher ist es das gleiche mit dem Dampf. Je mehr Eier, desto weniger Damp passt dazwischen. Also braucht man bei mehr Eiern auch weniger Wasser zum Verdampfen.

0

Geniale Erklärung insgesamt (mit dem Nachtrag)!!! Finde leider den Knopf nicht fürs Kompliment, sonst hätte ich jetzt eins gemacht. - Ich lerns noch ...

0

Wasser verdampft nur an der Oberfläche, je weniger Oberfläche, je länger dauert das Verdampfen. Je mehr Eier, je kleiner die Oberfläche des Wassers. Daher weniger Wasser.

Da sich die Eier oberhalb des Wassers befinden, ist die Oberflaeche des Wassers jeweils gleich. Also kann das schon mal nicht sein. Ausserdem hat die Oberflaeche nichts zu tun mit der Menge des verdampften Wassers sondern allenfalls mit der Menge des verdampfenden Wassers pro Zeiteinheit. Diese Erklaerung ist also in jedem Fall falsch.

0
@Franticek

Kauf dir mal einen Eierkocher und zeig mir, wie die Eier da oberhalb der Oberfläche des Wassers sind... die schweben nicht wahr?

0
@tommi36

Bei meinen Eierkochern war das ueberall so. Vielleicht hast du ja vergessen, den Einsatz fuer die Eier zu benutzen.
Und grundsaetzlich, dass bei Wasser selbst mit kleinerer Oberflaeche genaus so viel Dampf entsteht wie bei einer groesseren Oberflaeche, wenn man nur etwas laenger kochen laesst, das ist wohl einleuchtend.

0

Die Eier werden ja nicht "gekocht", sondern "gedampft". Die Eier nehmen ein gewisses Volumen in Anspruch unter der Haube. Je mehr Eier, desto mehr Volumen. Dadurch verringert sich der Raum für den Wasserdampf. Also wird weniger Wasser benötigt.

Der Eierkocher hat einen Austrittloch. Da geht immer diesselbe Dampfmenge aus, egal ob mit einem Ei oder voll. Die Wassermenge legt die Garzeit fest. Damit die Wärme des Dampfes zum Ei abgeben wird, muss der Dampf an jeder Eioberfläche kondensieren, tropft dann auf die Pfanne zurück und muss wieder verdampft werden. Daher kann die gleiche Garzeit bei mehr Eier mit immer weniger Wasser eingehalten werden. Entsprechend der Eierzahl.

Ich weiss ja nicht was du für einen Eierkocher du hast. Bei dem den ich habe kommt immer die selbe Menge Wasser (ca. 150ml) rein und die Eier werden im Dampf "gekocht". Kommen mit dem Wasser selbst nicht in Berührung.

Was möchtest Du wissen?