Wann endete die Ära der Dampfmaschine und wodurch wurde die Dampfmaschine abgelöst?

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Die Dampfmaschine im engeren Sinne, die Kolbendampfmaschine, die ist hier vermutlich gemeint, wurde sowohl in der Industrie als auch im Verkehrswesen hauptsächlich durch Verbrennungskraftmaschinen (Dieselmotor, Ottomotor, Gasturbine) abgelöst. Beim Schienenverkehr wurden in Westdeutschland 1977 die letzten Dampflocks durch Elektro- und Dieselloks ersetzt, in der ehemaligen DDR nach 1990. Zu den Dampfmaschinen im weiteren Sinne könnte man auch die Dampfturbinen (Schaufelturbine) zählen. Die sind bis heute in fast allen Wärmekraftwerken (Kohle-, Öl-, Gas-, Biotermie-, Geothermie, Solarthermie, Atomkraftwerke) unersetzlich.

Würde sagen dass vor der Dampfmaschine die Wasserräder waren. Damit wurde viel schwere Handarbeit ersetzt. Das Leben wurde um einiges Leichter. Sägewerke um Holz zu sägen. Mühlen Rad um Korn zu mahlen, alles mittels Wasser Kraft.

Die Eisenbahn, kam dank der Dampfmaschiene erst richtig in Fahrt. Kohle kannte man schon lange.

Später sind dann die Dampfmaschinen durch Dieselloks und Elektro- Lokomotiven ersetzt worden.

Die Dampfmaschine ist ein sehr aufwändig zu bedienendes Aggregat. Das fängt an mit der Auswahl der Feuerung (Kohle, Koks, Öl, Gas, ...), der Behandlung des Kesselspeisewassers, um es so aufzubereiten, dass die gefährliche Abscheidung von Kesselstein oder Korrosionsgefahr (Risiko der Kessel- oder Rohrleitungsexplosion) vermieden wird. Es dauert schon Stunden, bis eine große Dampfmaschine wirklich betriebsbereit war. Gewöhnlich lief sie als Tag- und Nacht (Kosten!). Die von ihr angetriebenen Maschinen (z.B. Bohrmaschinen, Kreissägen, Drehbänke, Webstühle, u.v.a.) hingen an Transmissionen und wurden nach Bedarf ein und ausgekoppelt. Die übertragenden Transmissionsriemen (damals Leder) machten einen Höllenlärm und waren hohem Verschleiß ausgesetzt. Gnade Gott dem Arbeiter, der sich in ihnen verfing. Man brauchte ihn nicht mehr zu begraben, sondern nur die Wände von Zeit zu Zeit neu tünchen. Da waren elektrisch betriebene Einzelmaschinen einfach flexibler einsetzbar un damit letztlich auch billiger.

Zur Forbewegung auf den Straßen gab es auch Lokomobile, doch es war nicht sehr angenehm, diese zwei Stunden vor Betrieb erst einmal aufzuheizen, um dann mit ihnen Straßenpflaster-ruinierend laut mkorgens zu Arbeit zu rasseln. Am Längsten haben sich diese noch im Straßenbau als Dampfwalzen erhalten, die ich noch als Kind bestaunt habe. Schienengebunden lässt auch heute noch jede Dampflok das Herz eines Nostalgikers höher schlagen, doch nur als Tourismusattraktion mag ein mechanischer Wirkungsgrad von etwa 10 % wirtschaftlich sein. Letztlich waren es Elektro- und Verbrennungsmotoren, die in weiten Teilen der Industrie Dampfmaschinen in die technischen Museen verdrängten.

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