vorzeitigkeit gleichzeitigkeit und nachzeitigkeit?

3 Antworten

Diese Begriffe beschreiben die Zeitverhältnisse. Ich gebe dir Beispiele: Vorzeitigkeit: Nachdem er gegangen war, war die Stimmung gut.  "Nachdem..war" ist Nebensatz, "war...gut" ist Hauptsatz. Nebensatz ist untergeordnet, der Hauptsatz ist übergeordnet. Vorzeitigkeit besteht, wenn im Nebensatz das steht, was zuerst passiert. Also: erst musste der verschwinden, dann konnte die stimmung gut sein.

Nachzeitigkeit:: Bevor er abreiste, bedankte er sich für die Gastfreundschaft. Wieder Nebensatz - Hauptsatz. Bei Nachzeitigkeit steht das, was zuletzt  stattfindet, im Nebensatz. Also erst bedankt er sich (Hauptsatz), dann reist er ab (Nebensatz.

Gleichzeitigkeit: Während er uns das erklärte, verzehrte er sein Pausenbrot. (Nebensatz - Hauptsatz) Beides findet gleichzeitig statt.  Die Konjunktionen "nachdem", "bevor" und "während" sind typisch für dein Thema. Es gäbe noch mehr zu sagen, aber das  mag erst reichen. Kannst ja selbst noch etwas daran arbeiten

Vorzeitigkeit (engl. anteriority)

Wenn sich das in einem Nebensatz ausgedrückte Geschehen vor dem im Hauptsatz ausgedrückten Ereignis vollzieht: Nachdem der Bankräuber den Tresor geleert hatte, flüchtete er.

Gleichzeitigkeit (engl. simultaneity)

Wenn sich das in einem Nebensatz ausgedrückte Geschehen gleichzeitig mit dem im Hauptsatz ausgedrückten Ereignis vollzieht, spricht man von Gleichzeitigkeit, z.B. Während es draußen stürmte, saßen wir drinnen gemütlich am Feuer.

Nachzeitigkeit (engl. posteriority)

Wenn sich das in einem Nebensatz ausgedrückte Geschehen nach dem im Hauptsatz ausgedrückten Ereignis vollzieht, spricht man von Nachzeitigkeit: Wir hatten die Hoffnung schon längst aufgegeben, als der Brief dann doch noch eintraf.

Zur indirekten Rede:

*Die Austauschbarkeit der konjunktivischen Tempusformen führt dazu, dass eine festgelegte Zeitenfolge (Consecutio Temporum) in der indirekten Rede im Deutschen nicht existiert Gleich-, Vor- und Nachzeitigkeit müssen aber unterschieden werden. Dabei bestehen immer 2 Möglichkeiten, die funktional äquivalent sind, sich aber stilistisch unterscheiden können; der Konjunktiv Präsens wird als stilistisch höherwertig angesehen.

Bei Gleichzeitigkeit (wenn also die direkte Rede im Präsens steht) kann in der indirekten Rede Konjunktiv Präsens oder Konjunktiv Präteritum gewählt werden: Sie sagt(e): "Ich finde das überhaupt nicht lustig." → Sie sagt(e), sie finde/ fände das überhaupt nicht lustig. Vorzeitigkeit liegt vor, wenn sich das Ereignis in der direkten Rede vor dem Zeitpunkt vollzogen hat, zu dem darüber gesprochen wird, die direkte Rede also in einem Vergangenheitstempus steht. In der indirekten Rede können dann Konjunktiv Perfekt oder Plusquamperfekt verwendet werden, wobei der Konjunktiv Perfekt als stilistisch höherwertig angesehen wird: Sie sagt(e): "Ich fand das überhaupt nicht lustig." → Sie sagt(e), sie habe/ hätte das überhaupt nicht lustig gefunden. Für den Ausdruck von Nachzeitigkeit steht der Konjunktiv Futur zur Verfügung. Ganz parallel zur Austauschmöglichkeit von Präsens und Präteritum beim finiten Verb kann hier neben werde auch würde benutzt werden: Sie sagt(e): "Ich werde das überhaupt nicht lustig finden.“ → Sie sagt(e), sie werde/würde das überhaupt nicht lustig finden."

Lit: Zifonun u.a. 1997: 1774; Helbig/Buscha 2007: 177 Hentschel/Weydt 2003: 120f.

sowas brauchst Du meistens bei nem temporalen nebensatz...vorzeitigkeit, wenn das eine vorher passiert ist, gleichzeitig, wenns gleichzeitig ist. und nachzeitig, wenn das eine später als das andere ist

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