Von Psychologie zu Medizin wechseln

2 Antworten

Hallo ich habe zwar nie Med. studiert aber in meinem Studiengang waren auch immer Durchfaller in ein anderes Fach gewechselt. Als ich diese Kollegen dann später getroffen habe sagten mir die meisten das es auch im anderen Studienfach nicht geklappt hat. Das ist sicher keine Pauschale aber sollte bedenken das viele Studienfächer ähnlich sind.

Ich kenne zwei Menschen, die aus den gleichen Gründen zu Medizin gewechselt sind und beide sehr erfolgreich abgeschlossen haben.

Beide waren im Medizinstudium deutlich zufriedener, da es wesentlich stärker mit klaren und trasparenten Anforderungen strukturiert ist (bei Psychologie waren sie wegen der recht unübersichtlchen und heterogenen Masse und wegen der Unüberschubarkeit überfordert - aber das war im Diplomstudiengang, das soll sich ja im Bachelor verändert haben!). Außerdem kam es ihnen entgegen, dass das Medizinstudium in weiten Teilen eher auf Lernen und Abrufen (auch viel über Multiple Choice) ausgelegt ist.

Außerdem ist Psychologie ja sehr hetereogen, hat kein klares Berufsbild und das Studium ist eben ein wissenschaftliches Studium, während das Medizinstudium klar auf den Beruf des Arztes ausgerichtet ist, also weniger ein wissenschaftliches Studium als vielmehr eine Hochschulausbildung für einen akademischen Heilberuf ist.

Es kommt einfach auf den Lerntyp an. Ich persönlich wäre im Gegensatz dazu in einer so durchstrukturierten und auf Multiple Choice ausgelegten Lernumgebung und eher als Ausbildung organisierten Studiengang nicht glückllich geworden. Ich habe das wissenschaftliche Studium sehr geschätzt, hatte Spaß an Methoden und Statisik, war im experimentellen Bereich Hilfkraft usw. Für mich war das passend, für die beiden genannten Kollegen halt nicht.

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