Unser Sohn - 1. Klasse hat keine Lust zum Lernen. Was können wir tun

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Laßt Euch doch einfach mal die Aufgaben von ihm erklären und vormachen. Laß ihn Lehrer spielen und fragt ihn dabei aus. Das ist effektives Lernen.
Und hinterher kräftig loben - wenn er es erklären kann.

Dass ist jetzt mal ne gute Idee. Wir werden es versuchen. Ich habe schon Silbenkärtchen und und und ... gemacht, hab ihn sogar schon mit Taschengeld bestochen. aber hat alles nichts geholfen.

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Es wurde im Forum schon sehr viel Wertvolles gesagt. Ich möchte nur ergänzend erwähnen, dass gerade Eltern u.U. nicht die geeigneten Vermittler sind, wenn es um Hausaufgaben geht! Ich habe bei meiner eigenen Tochter auch viel Widerstand erlebt, wenn ich mich in ihre Schulangelegenheiten einmischte (da ging es zunächst eher um ihre sehr schlampige Form der Darstellung, in der Mittelstufe des Gymnasiums um Mathematik). Ähnlich war's mit der Tochter meines Partners; wenn Papa sich um ihre Schulaufgaben kümmerte, ging nach kurzer Zeit ein großes Geheul los. Wir haben die weniger wichtigen Angelegenheiten (formelle Darstellung) dann auf sich beruhen lassen, und die Hilfe bei Bedeutsamem anderen Personen, teils auch einer Nachhilfe-Institution übertragen, obwohl es "intern" hätte klappen können. Bei einem Erstklässler, sofern micht die "Überbegabten-Hypothese" zutrifft, könnte vielleicht ein älteres Kind Motivator werden. Denn es geht ja im Fall Deines Sohnes eher um den Unwillen, sich überhaupt "dranzusetzen" als um Verständnisschwierigkeiten. Alles Gute!

Er geht also auf Widerstand? Bei Druck erzeugt er quasi Gegendruck?

Geht es uns nicht allen so, daß wir gerne bockig werden, sobald wir "müssen"? Dann sinkt unsere Motivation gen null, fehlt jegliche Leidenschaft und Lust, empfinden wir es nur noch aufgedrückt und lästig.

Aber so ganz ohne Druck kommen wir wohl alle im Leben auch nicht aus. So ein gewisser Druck kann uns auch dazu bringen, super Leistungen zu bringen oder gewisse Herausforderungen zu meistern. Durch die gestellten Herausforderungen des Lebens drückt uns unser Schicksal auch immer wieder mal in gewisse Richtungen und zwingt uns z.B. auch durch Krankheiten oder bestimmten Situationen zu bestimmten Verhaltensweisen, damit wir immer auf unserem Weg bleiben und erkennen, wann und wo wir im Ungleichgewicht sind. Schaut man genauer hin, kann man durchaus erkennen, daß es auch viele gute Seiten hat, Vorteile für uns hat. Nach dem Motto "Selten ein Schaden ohne Nutzen".

Ich sage, daß Kinder immer ihre Eltern spiegeln. Sie sehen uns ähnlich und verhalten sich aber auch ähnlich.

Vielleicht kannst Du mal über diese Art und Weise der Ansicht nachdenken? Wenn Du möchtest, so benenne sein Verhalten in eine Eigenschaft und frage Dich, wann und wo immer Du selbst so bist. Wann und wo immer bist auch Du widerspenstig und nicht bereit, mitzumachen? Welche Themen in Deinem Leben möchtest Du nicht anschauen, obwohl der Druck auf Dich größer wird? Würdest Du mitmachen, hinschauen und dem Druck nachgeben, so wäre dies sicherlich auch zu Deinem Vorteil! Genau so, wie Du selbst sicherlich über das Hausaufgabenmachen, das Lernen, das Mitmachen positiv denkst. Dein Kind muß sich dabei zwar immer wieder mal mit Dingen auseinandersetzen, die ihm nicht so schmecken, aber ich glaube Du denkst, das wäre nicht zu seinem Nachteil. Genau so verhält es sich auch bei Dir selbst. :-))))) Vielleicht gibt es ein Ungleichgewicht hinsichtlich dem Annehmen von Herausforderungen und Aufgaben, die uns anfangs unangenehm erscheinen.

Du musst ihm Anreize bieten zu lernen! Nach dem lernen und nach erfolgreichem Abschließen von Schularbeiten gibst du ihm zB eine Lego-Spielfigur, damit gibst du ihm einen Anreiz zu lernen und vorallem freut er sich darauf, belohnt zu werden :) Ich spreche aus eigener Erfahrung! Viel Glück!

Ziehen, nicht drücken ! Schau dir die Aufgaben an, die er zu lernen hat. Dann musst du aus ganz alltäglichen Dingen "Lektionen" zusammenbauen. Dein Kind ist Wissbegierig ! Es scheut nur das "Ritual des Lernens". Wenn ich meinen Neffen erkläre, dass ich im Ausland lebe, will er alles genauestens von mir erklärt haben. Die Flüsse, die Städte, die Größe. Es ist enorm spannend für ihn, alles über das Land zu wissen. Warte aber mal, bis er das in Erdkunde lernen MUSS. Dann ist die Motivation futsch. Du musst sein Interesse leiten, geweckt ist es bei Kindern immer. Aus dem Lernen ein Spiel erfinden. Mit der Fantasie spielen und sie mit dem Kind leben. Z.B. Dinge suchen, die einem Buchstaben ähneln. Spazierengehen und spielen, wer zuerst etwas mit dem oder dem Buchstaben findet. Dann kannst du zu hause "schauen, ob das alles richtig war" (im Schulbuch). Lass ihn suchen ! und natürlich (meistens) gewinnen. Dein Kind kann sich glücklich schätzen, dass seine Mutter sich Gedanken macht. Es wird dir gelingen !

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