Unser Sohn - 1. Klasse hat keine Lust zum Lernen. Was können wir tun

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26 Antworten

Laßt Euch doch einfach mal die Aufgaben von ihm erklären und vormachen. Laß ihn Lehrer spielen und fragt ihn dabei aus. Das ist effektives Lernen.
Und hinterher kräftig loben - wenn er es erklären kann.

Zuckermaus1973 23.11.2009, 21:35

Dass ist jetzt mal ne gute Idee. Wir werden es versuchen. Ich habe schon Silbenkärtchen und und und ... gemacht, hab ihn sogar schon mit Taschengeld bestochen. aber hat alles nichts geholfen.

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Er geht also auf Widerstand? Bei Druck erzeugt er quasi Gegendruck?

Geht es uns nicht allen so, daß wir gerne bockig werden, sobald wir "müssen"? Dann sinkt unsere Motivation gen null, fehlt jegliche Leidenschaft und Lust, empfinden wir es nur noch aufgedrückt und lästig.

Aber so ganz ohne Druck kommen wir wohl alle im Leben auch nicht aus. So ein gewisser Druck kann uns auch dazu bringen, super Leistungen zu bringen oder gewisse Herausforderungen zu meistern. Durch die gestellten Herausforderungen des Lebens drückt uns unser Schicksal auch immer wieder mal in gewisse Richtungen und zwingt uns z.B. auch durch Krankheiten oder bestimmten Situationen zu bestimmten Verhaltensweisen, damit wir immer auf unserem Weg bleiben und erkennen, wann und wo wir im Ungleichgewicht sind. Schaut man genauer hin, kann man durchaus erkennen, daß es auch viele gute Seiten hat, Vorteile für uns hat. Nach dem Motto "Selten ein Schaden ohne Nutzen".

Ich sage, daß Kinder immer ihre Eltern spiegeln. Sie sehen uns ähnlich und verhalten sich aber auch ähnlich.

Vielleicht kannst Du mal über diese Art und Weise der Ansicht nachdenken? Wenn Du möchtest, so benenne sein Verhalten in eine Eigenschaft und frage Dich, wann und wo immer Du selbst so bist. Wann und wo immer bist auch Du widerspenstig und nicht bereit, mitzumachen? Welche Themen in Deinem Leben möchtest Du nicht anschauen, obwohl der Druck auf Dich größer wird? Würdest Du mitmachen, hinschauen und dem Druck nachgeben, so wäre dies sicherlich auch zu Deinem Vorteil! Genau so, wie Du selbst sicherlich über das Hausaufgabenmachen, das Lernen, das Mitmachen positiv denkst. Dein Kind muß sich dabei zwar immer wieder mal mit Dingen auseinandersetzen, die ihm nicht so schmecken, aber ich glaube Du denkst, das wäre nicht zu seinem Nachteil. Genau so verhält es sich auch bei Dir selbst. :-))))) Vielleicht gibt es ein Ungleichgewicht hinsichtlich dem Annehmen von Herausforderungen und Aufgaben, die uns anfangs unangenehm erscheinen.

Ich habe eine Tochter, der es ebenso ging, als sie die erste Klasse besuchte. Wir haben ganze Nachmittage an der Aufgabe herumgewerkt und dabei hatte sie schon sehr interessante andere Dinge geplant. Sie ist wirklich sehr gerne zur Schule gegangen, doch die Hausuebung war ihr verhasst. Ich habe mit ihrer Lehrerin darueber gesprochen (sie hatte gluecklicherweise eine wirklich sehr erfahrenen Lehrerin), die hat sich mit der Lehrerin der älteren Tochter, die die nächsthöhere Klasse besucht hat, kurzgeschlossen und die beiden haben einer sehr gute Lösung gefunden. Meine Kleinere ist nach Unterrichtsende in die Klasse der grösseren Schwester gegangen, hat dort ihre Hausaufgaben erledigt und ist anschliessend mit der Älteren eine Stunde später nach Hause gekommen. Und dann hatte sie den ganzen Nachmittag zur freien Verfuegung. In den anschliessenden Schuljahen gab es dieses Problem nicht mehr, da hat sie dann selbständig und ohne Probleme ihre Aufgaben gemacht.

Es wurde im Forum schon sehr viel Wertvolles gesagt. Ich möchte nur ergänzend erwähnen, dass gerade Eltern u.U. nicht die geeigneten Vermittler sind, wenn es um Hausaufgaben geht! Ich habe bei meiner eigenen Tochter auch viel Widerstand erlebt, wenn ich mich in ihre Schulangelegenheiten einmischte (da ging es zunächst eher um ihre sehr schlampige Form der Darstellung, in der Mittelstufe des Gymnasiums um Mathematik). Ähnlich war's mit der Tochter meines Partners; wenn Papa sich um ihre Schulaufgaben kümmerte, ging nach kurzer Zeit ein großes Geheul los. Wir haben die weniger wichtigen Angelegenheiten (formelle Darstellung) dann auf sich beruhen lassen, und die Hilfe bei Bedeutsamem anderen Personen, teils auch einer Nachhilfe-Institution übertragen, obwohl es "intern" hätte klappen können. Bei einem Erstklässler, sofern micht die "Überbegabten-Hypothese" zutrifft, könnte vielleicht ein älteres Kind Motivator werden. Denn es geht ja im Fall Deines Sohnes eher um den Unwillen, sich überhaupt "dranzusetzen" als um Verständnisschwierigkeiten. Alles Gute!

Ziehen, nicht drücken ! Schau dir die Aufgaben an, die er zu lernen hat. Dann musst du aus ganz alltäglichen Dingen "Lektionen" zusammenbauen. Dein Kind ist Wissbegierig ! Es scheut nur das "Ritual des Lernens". Wenn ich meinen Neffen erkläre, dass ich im Ausland lebe, will er alles genauestens von mir erklärt haben. Die Flüsse, die Städte, die Größe. Es ist enorm spannend für ihn, alles über das Land zu wissen. Warte aber mal, bis er das in Erdkunde lernen MUSS. Dann ist die Motivation futsch. Du musst sein Interesse leiten, geweckt ist es bei Kindern immer. Aus dem Lernen ein Spiel erfinden. Mit der Fantasie spielen und sie mit dem Kind leben. Z.B. Dinge suchen, die einem Buchstaben ähneln. Spazierengehen und spielen, wer zuerst etwas mit dem oder dem Buchstaben findet. Dann kannst du zu hause "schauen, ob das alles richtig war" (im Schulbuch). Lass ihn suchen ! und natürlich (meistens) gewinnen. Dein Kind kann sich glücklich schätzen, dass seine Mutter sich Gedanken macht. Es wird dir gelingen !

Manchen Kindern macht es halt keinen Spaß dass Eltern da mit druck hinter stehen. Vielleicht ist die Tageszeit schlecht gewählt. Auf jeden Fall nicht die Geduld verlieren und nicht streiten, sonst ist das lernen und hausaufgaben machen immer mit einem negativgefühl verbunden. wenn er nicht will, lass ihn, dann geht er halt ohne. Aber nicht ohne dass du mit der Leherin ohne sein wissen reredet hast...erklär ihr das Problem und frag sie nach ihrer Meinung. Es ist sicherlich nicht der erste Schüler. Mir war es immer sehr peinlich, wenn ich wegen nicht gemachter Hausaufgaben vor der ganzen Klsse bloßgestellt wurde. damals habe ich meine Eltern gebeten mir zu helfen. Vielleicht lass ihn erst mal alleine machen und bitte ihn, es dir anschließend zu zeigen und zu erklären, falls dich die Lehrerin auch mal fragt...

Zuckermaus1973 23.11.2009, 21:33

Wenn er die Aufgaben allein macht, schreibt er was ihm gerade einfällt. Dann denkt er überhaupt nicht nach. Zur richtigen Zeit muss ich sagen, dass er mittags immer noch Mittagsschlaf macht und danach seine Hausaufgaben. Ich bin der Meinung, dass er dann wieder ausgeruht ist. Wir haben ihm versuchsweise auch erst einmal spielen lassen, aber dann hatte er erst recht keine Lust mehr. In der Schule macht er seine Sachen recht ordentlich. Er lässt sich recht schnell ablenken.

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urmel1981 23.11.2009, 21:38
@Zuckermaus1973

hochbegabung testen macht da denke ich keinen sinn, spreche mal mit der Lehrerin, vielleicht hat sie einen tipp. was passiert denn wenn er ohne aufgaben in die Schule geht?

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ich muss dazu sagen, dass meine tochter die jetzt im august in die schule kam auch wahnsinnig gerne in die schule geht, aber kein bock auf lesen und schreiben hat. aber MATHE. wenn ich das wort erwähne fangen ihre augen an zu strahlen, sie KANN durchaus lesen und schreiben und versteht es auch, aber ich weiß leider auch nicht wieso sie dazu keine lust und mauke hat. also da enden unsere lernphasen und hausaufgaben machen auch oft im streit bzw. sie fängt an zu weinen, wenn ich mit ihr 1 sekunde später mathe anfange, ist sie wieder hochkonzentriert und mault nicht und weint nicht und macht alles zack zack hintereinander weg und sogar OHNE fehler. also nicht schluderig sondern superordentlich und fehlerfrei....

die erste klasse ist nicht so ausschlagebend ich war auch in der 1. faul und habe nict gelernt.Jetzt bin ich KLassenbester auf dem Gymnasium.

Ich würde ihn einfach lassen und ihn nicht zwingen vllt. begreift er es noch (er ist ja ertst 6/7 Jahre alt?! ich würde mich mit ihm mal unterhalten warum er nicht lernen will und zusammen eine lösung oder einen Kompromiss finden

Hallo Zuckermaus.

Deine antwort und eine nützliche hilfe zu deinem sohn. ich Vater von 2 kindern 7 und 1 1/2 Jahren. das gleiche Problem haten wir auch manchmal, vorallem meine frau. haben aber jetzt gemerkt wie er die lust bekomt um zu lernen, indem du mit das kind viel unternimst, wie zum beispiel im sagst das du das machen wirst was er gern hat, zb.nachdem du gelernt hast, werden wir schwimmen gehen oder auch velo fahren oder sonst noch andere sachen mit ihm machen wirst. und so wird er bestimt auch die lust bekomen um richtig zu lernen.selber bin ich karate lehrer und wen er weis das heute karate untericht ist, weis er genau,wie sagt man so schön, zuerst die arbeit und dan das vergnügen:-)hofe das ich somit helfen konte.viel erfolg.a.a.www.albertkarate.ch

Das menschliche Gehirn funktioniert auf Desinteresse sehr empfindlich. Die Freud am Lernen kann dadurch zurückgebracht werden, wenn das Gehirn durch positve Impulse und Anregungen die Freude am Lernen zurückgewinnt. Ich würde empfehlen herauszufinden was ihm wirklich Freude bereitet, und dann durch fördern eines Hobbies etc. die Aufgaben so anzupacken, dass diese nicht ein Problem darstellen, sondern eine zusätzliche positive Beschäftigung sind. Mit Kontrolle und Zwang bringt das gar nichts.

Ihr müsst ihm eben erklären, das die Schule einen sehr wichtigen Teil in seinem Leben spielt, ob er nun will oder nicht. Und wenn er sich weigert zu lernen, wird er die Auswirkungen noch zu spüren bekommen. Macht ihm klar, das es so nicht weitergehen kann und er sich mit seinem Verhalten die Zukunft kaputtmacht. Sagt ihm ruhig was Sache ist, denn früher oder später wird er es lernen müssen! Sprecht mit seiner/seinem Lehrer/in, denn er/sie wird sich mit solch schwierigen fällen sicher auskennen!

rechen und lese übungen in form von spielen ..der scheint mir mit dem ..für ihn ..pille palle babykram unterfordert zu sein..wenn er soetwas tolles schon allles kann.

Er versteht das vielleicht noch nicht so ganz, warum genau er da hingeht und wozu die Hausaufgaben gut sind. Sprich mal mit den Lehrern wie er sich in der Schule verhält und probier ihm das alles spielerisch beizubringen! Mach ein Domino aus den Buchstaben oder ähnliches

Du musst ihm Anreize bieten zu lernen! Nach dem lernen und nach erfolgreichem Abschließen von Schularbeiten gibst du ihm zB eine Lego-Spielfigur, damit gibst du ihm einen Anreiz zu lernen und vorallem freut er sich darauf, belohnt zu werden :) Ich spreche aus eigener Erfahrung! Viel Glück!

Ich war in der ersten Klasse auch so. Und daß hat sich bis zur 7.ten Klasse nicht geändert. Erst als ich dann Straßenkehrer wurde habe ich darüber nachgedacht wie schön es doch in der Schule war. Erzähl daß Deinem Sohn. Daß schreckt ihn bestimmt ab.

Versucht ein Spiel daraus zu machen. Lachend arbeitet es sich besser.

Wenn er mit sechs Jahren schon weiß, wie das Sonnensystem funtioniert, ist er vielleicht mit den einfachen Aufgaben unterfordert??Kann man testen lassen....

versuch ein spiel aus dem lernen zu machen bzw. es spielerisch zu gestalten

Was bei mir damals gut geholfen hat war. "Du machst deine Hausaufgaben/ Du lernst und dann darfst du erst spielen gehen". Ich habs damals selbstverständlich auch mit rummotzen versucht, das hat aber nichts gebracht. Meine Eltern sind sturr geblieben also hab ich gelernt.

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